BÜCHERBÖRSE

Rock-Routine mit Bush im Wiener Gasometer

Bush live im Wiener Gasometer © Petra Püngüntzky
Bush live im Wiener Gasometer

Die britischen Alternative Rocker Bush bespielten am Sonntagabend den Wiener Gasometer. Mit einem "Greatest Hits"-Programm machte die Band eine Reise in die Vergangenheit und lieferte eine routinierte Show, die wenig Platz für Überraschungen ließ.

Trotz ihres mäßig erfolgreichen, siebten Studioalbums "Black And White Rainbows" haben es Bush live immer noch drauf. Das stellten sie zuletzt am Sonntag unter Beweis, als die Band um Gavin Rossdale in Wien zu Gast war. Von den Langspielern, die seit ihrem Comeback erschienen sind, schafften es nur wenige Tracks ins Set. Das Publikum wurde mit der Song-Auswahl vielmehr in die Grunge-Ära der 90er-Jahre zurückversetzt.

Schon mit "Everything Zen" legten Bush stark los und boten in Folge mit Hits wie "The Chemicals Between Us", "Letting The Cables Sleep", "Swallowed" und "Glycerine" sowie im Zugabeteil mit "Machinehead" und "Comedown" ein Best Of ihrer bisherigen Musikkarriere. Es dauerte zwar ein wenig, bis Band und Publikum miteinander warm wurden, aber als der Funke einmal übergesprungen war, hielt Frontman Gavin Rossdale nichts mehr auf der Bühne. Und so machte der Sänger während "Little Things" einen Ausflug in die Menge. Der Jubel war groß. Einzig das R.E.M.-Cover zu "The One I Love" wollte nicht so ganz mitreißen.

Man sah ihrer Performance zwar an, dass Bush mittlerweile zu den alten Hasen im Rockgeschäft zählen und sie wissen, welche Kniffe gut auf der Bühne funktionieren, doch die Band zeigte mit dem Auftritt im Wiener Gasometer auch, dass Routine nichts grundsätzlich Schlechtes sein muss.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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