BÜCHERBÖRSE

Fleet Foxes in Wien: Aufbruch der flinken Füchse

Fleet Foxes live im Wiener Gasometer © Petra Püngüntzky
Fleet Foxes live im Wiener Gasometer

Sechs Jahre nach dem Erscheinen von "Helplessness Blues" meldeten sich die Fleet Foxes heuer im Juni mit ihrem lang ersehnten, dritten Studioalbum "Crack-Up" zurück. Ebenfalls sechs Jahre ist es bereits her, dass die Indie-Folk-Helden zuletzt in Wien gastierten. Am Montagabend hatte das Warten auf ihre Rückkehr ein Ende. Die Band sorgte im Gasometer für einen eindrucksvollen Konzertabend, der demonstrierte, dass ihnen die jahrelange Schaffenspause verdammt gut getan hat.

Machen wir uns nichts vor, der Sound im Gasometer ist und bleibt miserabel. Darauf muss man sich wohl oder übel einstellen, wenn man ein Konzert – wie das der Fleet Foxes am Montag – in der Bank Austria Halle besuchen möchte. Der harmonischen Herbststimmung vor Ort tat dieser Umstand jedoch keinen Abbruch. Obwohl die Zuschauerreihen eher dünn besetzt waren, war die Begeisterung über die Rückkehr der Indie-Folk-Helden aus Seattle nicht zu bremsen.

Das aktuelle Werk "Crack-Up" stand musikalisch an diesem Abend zwar im Vordergrund, die Fleet Foxes ließen es sich aber natürlich nicht nehmen, auch auf einige Highlights ihrer zwei Vorgängeralben ("Fleet Foxes" und "Helplessness Blues") zurückzublicken – wie beispielsweise dem "Tiger Mountain Peasant Song" des selbstbetitelten Debüts, den Sänger Robin Pecknold solo mit seiner Gitarre performte. Auch die Hits "White Winter Hymnal" und "Mykonos" durften nicht fehlen.

Im Zugabenblock bestritt Pecknold mit "Oliver James" noch einen Song im Alleingang, um seine Bandkollegen abschließend für "Crack-Up" noch einmal zurück auf die Bühne zu bitten. Nach dieser großartigen Show besteht nun wirklich kein Zweifel mehr: Die Fleet Foxes sind in ihrer vollen Pracht zurück und bleiben uns hoffentlich auch noch lange erhalten.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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