BÜCHERBÖRSE

The Notwist beehren Wien

  • geschrieben von Michael Leitner
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Leadsänger Markus AcherWenn die spielerische Leichtigkeit, mit der The Notwist auf ihrem fünftem und bekanntestem Studioalbum, „Neon Golden“, elektronische Sounds in ihre Popsongs gepackt haben, nicht revolutionär war, dann war sie zumindest richtungsweisend.

 

 

Zehn Jahre später ist ihre Diskographie zwar nur um ein Album gewachsen, ihr Auftritt am 16.01. in der Arena Wien ist aber trotzdem ein Pflichttermin.

 

Von Metal zu Elektronik

Wer die letzten beiden Notwist-Platten kennt, wird kaum glauben können, dass die Wurzeln der Band in Punk- und Metal-Klängen liegen. Diese sind nämlich auf ihrem bereits 1990 erschienen Debütalbum „Notwist“ vertreten. Ganz wesentlich für den heutigen Sound der Oberbayern ist Martin Gretschmann, der sich erstmals beim 1995 erschienen „12“ für die elektronischen Arrangements verantwortlich zeigte und seit 1997 offizielles Bandmitglied ist. Nur ein Jahr nach Gretschmanns Beitritt erschien das von Elektronik und Jazz geprägte „Shrink“, das für längere Zeit der letzte Output von The Notwist bleiben sollte.

 

The Notwist bei einem Live-Auftritt

Großer Wurf mit „Neon Golden“

Vier Jahre lang zogen sich die Deutschen zurück, um an ihrem sechsten Studioalbum zu arbeiten. Und die Geduld der Fans sollte sich belohnt machen. Durch sanfte Elektronikklänge, großartig zusamengestellte Songs und nicht minder lobenswerteren Texten, hat „Neon Golden“ die deutsche, aber auch internationale Musikkritik nachhaltig beeindruckt und sich zweifelsohne zum Markenzeichen von The Notwist entwickelt. Trotz des großen Erfolges hetzte man allerdings nicht zum nächsten Studioalbum, sondern ließ sich sogar noch länger Zeit und veröffentlichte erst 2008, sechs Jahre nach dem Erscheinen von „Neon Golden“, den Nachfolger „The Devil, You + Me“. Hier kamen Singer-Songwriter-Elemente, inspiriert von Größen wie Neil Young oder Nick Drake stärker zum Vorschein, während Gretschmanns Elektroniksounds nicht mehr so intensiv forciert wurden. Die Rezeption des Albums war sowohl bei Kritik als auch Publikum sehr gut, wenn auch nicht so euphorisch wie bei „Neon Golden“. Die Experimentierfreudigkeit von The Notwist hat seither kaum nachgelassen. Mit dem experimentellen Hip-Hop-Duo Themselves gründete man schon vor geraumer Zeit das Kollaborationsprojekt 13 & God, mit dem man 2011 das zweite Studioalbum, „Own Your Ghost“ veröffentlichte. Desweiteren sorgte Elektronik-Mastermind Martin Gretschmann für Aufsehen, indem er bei Auftritten der Band eine Wii-Fernbedienung als Musikinstrument missbrauchte.

 

Am 16.01. in der Arena Wien

Am 16.01. kommen The Notwist mal wieder nach Österreich und besuchen die Arena Wien. Karten für den Pflichttermin gibt es unter anderem am Veranstaltungsort und bei der Jugendinfo.

 

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