BÜCHERBÖRSE

Donaufestival: 28.04. - 05.05. in Krems

  • geschrieben von Michael Leitner
  • Drucken
  • eMail

Hercules and Love Affair C Mark Greenmantle PhotographyBereits zum achten Mal lädt das Donaufestival an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden zu Kunst und Kultur nach Krems. Vom 28. bis 30. April sowie von 03.bis 05. Mai ist es wieder soweit.

Welche teils unkonventionell kombinierten Musik-Acts euch erwarten und wie die verrücktesten Projekte dieses Jahres aussehen, erfährt ihr hier.


Die Vertreibung ins Paradies

Inspiriert vom anstehenden Weltuntergang, ging das Donaufestival bei der Motto-Suche für dieses Jahr zurück zum Ursprung und entdeckte die Kultur als Anfang des Endes. Kunst quasi als Anti-Kultur definiert solle nun zur Rückkehr ins Paradies führen, aus dem wir einst vertrieben wurden.
CocoRosie C Jean Marc RuellanDafür sorgen sollen neben hochklassigen Musik-Acts in erster Linie auch ungewöhnliche Projekte. Die zentrale Rolle des ersten Wochenendes spielen dabei die Schwestern Bianca und Sierra Casady, besser bekannt als CocoRosie. Unter dem Titel „Harmless Monster“ wird das Musikduo ausgewählte, einst stumme Kurzfilme, live vertont. Sierra liefert mit „Soul Life“ eine Popera ab, Bianca mit „Nightshift“ ihre erste Tanztheaterproduktion. Natürlich darf aber auch ein Konzert der beiden nicht fehlen. Dieses findet unter kräftiger Mithilfe von, unter anderem, Antony Hegarty, in zwei Teilen statt und trägt den Namen „Die achte Nacht“.

 

Indie am ersten Wochenende, Dance/Techno am zweiten
Während sich andere Festivals mit großen Namen gegenseitig zu übertreffen versuchen, setzt das Donaufestival stets auf Bands und MusikerInnen, die, gerade in Österreich, vielleicht nicht im ganz großen Fokus des Indie-Mainstreams stehen, aber für tatsächliche Qualität sorgen. Am ersten Wochenende folgt man dieser Tradition mit eher pop- und rockorientierten Acts. Das Synth-Pop-Duo Chairlift, der Experimentalmusiker Oneohtrix Point Never oder Ariel Pink, der mit seiner Band „Haunted Graffiti“ den New Wave-Sound neu erfindet gehören ebenso zu den Highlights wie der amerikanische Rapper Busdriver, die in düstere Epik getauchten Light Asylum oder Atlas Sound, das Nebenprojekt von Deerhunter-Frontmann Bradford Cox.

Atlassound C promoMit ein paar Ausnahmen präsentiert sich das zweite Donaufestival-Wochenende dann eher im Dance- bzw. Techno-Outfit. Irgendwo zwischen Ambient Rock und anspruchsvollem Techno steht zum Beispiel der Schwede Axel Willner, besser bekannt als The Field. Auch wenn man der Britin Emika ihre Herkunft aus der Trip-Hop-Hauptstadt Bristol anhört, geht ihre Musik doch eher in Richtung Dubstep. Die wilde Dance-Rock-Band Hercules and Love Affair wurde vor wenigen Jahren mit ihrem Hit „Blind“ zumindest FM4-berühmt. Squarepusher ist sowieso eine Elektro-Legende und der deutsche Hendrik Weber ist mit seinem Pseudonym nach fast zehnjährigem Veröffentlichen mit seinem 2010-Album „Black Noise“ auch endgültig an ein größeres Publikum gelangt. Erst auf den zweiten Blick ins Bild passt da of Montreal und ihr unberechenbarer Frontmann Kevin Barnes, die in mehr als 15 Jahren Bandgeschichte alle Höhen, Tiefen und Genres des Musikbusiness durchgelebt haben.

 

Tickets erhältlich bei Jugendinfo, im Internet
Tickets gibt’s unter anderem bei der Wiener Jugendinfo oder aber ganz bequem im Internet. Ermäßigte Wochenendpässe kosten 80€ (erstes Wochenende) bzw. 82€ (zweites Wochenende). Tagestickets sind schon ab 30€ erhältlich.

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook