BÜCHERBÖRSE

Tu Fawning – A Monument

Monumentales Album Foto: Universal Music
Monumentales Album

Das Quartett aus Portland bleibt sich auf Album Nummer zwei treu, und klingt dabei gewohnt anders. Gewinne mit UNIMAG das "A Monument" Album.

Zweites Album
Irgendwie ist es ja schon fast zum Grundsatz geworden, dass aus Portland, Oregon stammende Musik, schlichtweg gut ist. Tu Fawning bestätigen diese Regel mit ihrem zweiten Album „A Monument“. Als Tu Fawning mit ihrem Erstling „Hearts on Hold“ 2011 für enormes Aufsehen in den Weiten der Musiklandschaft sorgten, war jedermann zwar begeistert; die vier Damen und Herren musikalisch irgendwo zuzuordnen, vermochte dann aber keiner so wirklich. „Anders“ und „sehr anders“ waren wohl die am meisten gebrauchten Attribute.

Antique-Dance-Tribal-Gospel
Sich selbst ordnen Tu Fawning ganz einfach unter „Antique-Dance-Tribal-Gospel“ unter. Klar, was sonst... Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, sollte sich das aktuelle Album „A Monument“ aus mehreren Gründen zu Gemüte führen: Erstens braucht man sich nach Hören der neun Titel nicht mehr den Kopf zermartern, wie denn „Antique-Dance-Tribal-Gospel“ nun vielleicht klingt. Man weiß es einfach, auch wenn man es vielleicht auch nicht beschreiben kann. Und zweitens weil „A Monument“ seinem Namen mehr als alle Ehre macht und als in Musik gegossenes Monument daherkommt. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Openener und gleichzeitig die erste Single „Anchor“, hat eine schon fast sphärische Erhabenheit, für die so mancher Songwriter seinen kleinen Finger geben würde. Mit einem sehr einnehmenden Beat geht es auf „Blood Stains“ weiter, einem der absoluten Anspieltips, irgendwo zwischen Nick Cave und The Kills.

Melancholisches Album
Allgemein zieht sich eine eher getragene, düstere und melancholische Stimmung durch „A Monument“, die aber auch nie gleich, geschweige denn eintönig klingt, sondern sich jedesmal in Kombination mit Corinna Repps’s eigenwilligen Gesang im Laufe jedes Songs zu einem eigenen, kleinen Werk entwickelt.

„A Monument“ erklärt sich mit seinem Albumtitel am Besten selbst und so bleibt nur sehr bittlich zu raten: Anhören und für gut befinden. Oder monumental.

Louise Lässig

Louise Lässig | Redakteurin

louise.laessig (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2011

 

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