BÜCHERBÖRSE

Top Ten Balladen 2012

Top Ten Balladen 2012 copyright: Jaswooduk (flickr)

Weder ist das Jahr 2012 bereits zu Ende, noch ist das Musikgenre Ballade als solches allzu gut greif- oder definierbar. Und da an der Liste also eh schon alles falsch ist, haben wir uns gedacht, können wenigstens die Songs stimmen.

Hier also die Top Ten Balladen 2012:

#10 Jessie Ware – Wildest Moments

Jessie Ware ist eine der großen britischen Pop-Hoffnungen und hat mit „Devotion“ dieses Jahr ihr Debütalbum vorgelegt. „Wildest Moments“ ist zugleich bestes und bekanntestes Lied der Platte und überzeugt mit einer interessanten Songstruktur, sauberer Produktion und cleveren Lyrics. http://www.youtube.com/watch?v=bMJkddvJ4L4

#9 Chromatics – Kill for Love

Mit einem dumpfen Schlag beginnt „Kill for Love“, die bekannteste Single des gleichnamigen Albums der Chromatics. Die scheinbar mühelos vorgetragenen Vocals und die schlichte, aber effektvolle Instrumentierung bohren sich in jedermanns Gedächtnis. Und das zurecht. http://www.youtube.com/watch?v=c0mxXrHowHQ

#8 Future Islands – Tomorrow

Die Future Islands zählen seit einigen Jahren zu den emotional potentesten Vertretern des weit dehnbaren Post-Punk-Revivals. „Tomorrow“ unterstreicht die Songwriting-Fähigkeiten der Gruppe und paart die unverwechselbare Stimme Samuel Herrings wunderbar mit einem Frauenchor. http://www.youtube.com/watch?v=-9eBDkdiJmc

#7 Airhead – Wait

Wer den Platz dieses Songs in der Liste als gerechtfertigt ansehen möchte, muss eine dehnbare Bedeutung des Begriffes Ballade zulassen. „Wait“ des Londoner Musikproduzenten Airhead fällt nämlich ins Sampling-Genre. Die Kombination aus zurückhaltendem Tempo und den zwar vagen, aber spürbar emotionalen Vocals lassen die Bezeichnung aber gültig sein. Und großartig ist das Lied sowieso.

http://www.youtube.com/watch?v=ans4h4_ww5U

#6 Chelsea Wolfe – Flatlands

Die amerikanische Singer-Songwriterin Chelsea Wolfe kehrte mit ihrem kürzlich erschienen Album „Unknown Rooms: A Collection of Acoustic Songs“ zu ihren Folk-Wurzeln zurück. An den besten Stellen ist Wolfe ein Album mit großartigem Songwriting, einer sehr starken Instrumentierung und nahezu perfekten Vocals gelungen. Opener und Single-Auskopplung „Flatlands“ fällt definitiv in diese Kategorie und berührt mit dem wunderbar geäußerten Wunsch nach einem einfachen Leben.

http://www.youtube.com/watch?v=nzDaUrOf7WQ

#5 Frank Ocean – Bad Religion

Was sollte man schon über Frank Ocean schreiben, das nicht von irgendeinem Vertreter der amerikanischen Hype-Maschine rund um sein neuestes Album geschrieben worden wäre? Richtig, gar nichts. Also belassen wir es dabei, noch einmal zu betonen, welch wunderbares Stück „Bad Religion“ ist und führen es stolz in unserer Liste.

http://www.youtube.com/watch?v=qqkYW_vcyPw

#4 Bat for Lashes – Laura

Natasha Khan, besser bekannt als Bat for Lashes präsentierte erst vor kurzem ihr bereits viertes Studioalbum. Als Teaser fungierte „Laura“, das über einfühlsame Klavierklänge eine Gesangsperformance vom Allerfeinsten legt und sich immer wieder in ein Gänsehaut erzeugendes „Oh, Laura, you’re more than a superstar“ steigert.

http://www.youtube.com/watch?v=UznHTBZIa8E

#3 Blur – Under The Westway

Blur sind zurück! Im Juli beschenkten uns die Britpop-Legenden rund um Mastermind Damon Albarn mit zwei neuen Liedern. „Under The Westway“ weist, von einer hochemotionalen Vocal-Performance bis hin zur subtilen dramatischen Steigerung, alle Merkmale einer klassischen Klavierballade auf und funktioniert somit auch außerhalb des „Oh Gott, endlich ist Blur wieder da“-Kontexts.

http://www.youtube.com/watch?v=c1Uw1uD6lXs

#2 Soap & Skin – Wonder

Anja Plaschg schafft es aus einem immer wiederkehrenden und nur in der Instrumentierung leicht veränderten Vers einen der besten Songs des Jahres zu kreieren. Gründe dafür sind ihr herrliches Klavierspiel, die verletzte Stimme und ein Refrain, der, gerade, weil er so simpel ist, unvergesslich ist.

http://www.youtube.com/watch?v=t4rmGFdMkRI

#1 Dum Dum Girls – Lord Knows

Wie sich die Dum Dum Girls vom rotzfrech noisigen, aber irgendwie auch schlampigen Debüt „I Will Be“ innerhalb von gerade mal zwei Jahren zu einer hervorragenden, gefühlsbetonten Indie Rock-Band entwickeln konnten, bleibt ein Rätsel. Fakt aber ist, dass Songwriterin und Mastermind Dee Dee mit „Lord Knows“ die beste Ballade des Jahres vorgelegt hat. Ihre verzweifelte, aber nie bettelnde Stimme legt sie mit Lyrics wie „Oh boy I can’t hurt you anymore“ über herrliche E-Gitarrenrhythmen.

http://www.youtube.com/watch?v=q3f9ZiH6Euw

Michael Leitner

Michael Leitner | Redakteur & Community-Betreuer Gewinnspiele

michael.leitner (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Oktober 2011

 

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