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Teufelsbrut, diese: „The BossHoss“!

The Boss Hoss Bild: Ralf R
The Boss Hoss

Mit ihrem Song „Don’t Gimme That“ landete die 2004 gegründete, siebenköpfige Band ihren bis jetzt erfolgreichsten Hit. Seit dem sind die Berliner  nicht mehr aus der Medienwelt wegzudenken. Mit ihren Juror-Tätigkeiten bei der Castingshow „The Voice of Germany“ und ihrem neuen Album „Liberty of Action“, dass besonders durch den Ohrwurm „Deals with the Devil“ hevorsticht, bauen sie sowohl ihren Bekanntheits-, als auch ihren Beliebtheitsgrad weiter aus.

Westernstiefel, Sonnenbrille, Jeanshemd sind Hauptausstattung der singenden Cowboys, die seit acht Jahren rocken – ob in Texas oder beim jährlichen Heavy Metal Open Air in Wacken. Hoss Power, der eigentlich Sascha Vollmer heißt, ist das musikalische Gehirn der Gruppe die weiters aus Boss Burns (Alec Völkel) Hank Wiliamson, Frank Doe, Guss Brooks, Russ T.Rocket und Ernesto Escobar de Tijuana besteht. „Er schließt sich ein, nicht auf dem Klo, sondern im Studio, mit der Gitarre und fängt an, paar Riffs, die ersten Ideen sammeln … Dann treffen wir uns, hörn uns das an. Da entstehen die Gerüste von den Songs und dann kommt jeder dazu und spielt sein Instrument …“ sagt Boss Burns in einem Interview mit motor.de über seinen Bandkollegen und die Entstehung der Hitstürmer. Hoss selbst zeigt sich bescheiden und gibt in eben jenem Video zu, dass sich das so ergeben hat, da er und Boss der Kern der Gruppe waren, der zuerst in irgendwelchen kleinen Clubs spielten ehe sie sich trauten die anderen Jungs ins Boot zu holen. Diese kannten sie durch ihre Auftritte, was das auf die Beine stellen der Band, laut Hoss wesentlich erleichterte. Da Boss Burns sich besser aufs Singen, als aufs Gitarre spielen verstand, viel diese Aufgabe an Hoss, was sich bis heute nicht geändert hat. Trotzdem bringt sich jeder ein, vor allem wenn man sich abends am Tresen trifft. „Dort entstehen bekanntlich die besten Lieder.“, meint Hoss.

Diese „besten Lieder“ füllen mittlerweile sechs Alben:  Internashville Urban Hyms, Rodeo Radio, Stallion Batallion, Do or Die, Low Voltage und Liberty of Action, die vor allem in Deutschland wochenlang in der Chartliste weit vorne standen beziehungsweise stehen. Vier der sechs Alben wurden über 200.00 Mal verkauft.

Für ihre Jurortätigkeiten wurden The BossHoss zusammen mit ihren fünf anderen Kollegen ausgezeichnet, doch dieser Preis mach sie weniger stolz, als das große Interesse an ihrer Musik. „Zu sehen das die Leute Bock auf The BossHoss haben, ehrt uns mehr als jeder Preis.“, sagt Boss Burns jedenfalls in einem Interview mit Moderatorin Sophie von Hoyningen-Huene zur Goldenen Kamera. Außer der goldenen Kamera bekam die Band außerdem den Berliner Bär, ein Kulturpreis der Boulevardzeitung B.Z., der jährlich an herausragende Künstler vergeben wird.

Herausragend sind die Cowboys auf jeden Fall, denn  die Band engagiert sich nicht nur musikalisch sondern nützt ihre Popularität um Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu unterstützen. „Lesen und schreiben zu können macht das Leben leichter“, sagt Hoss Power und setzt sich mit seinen Kollegen mit der Kampagne iCHANCE des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung für bessere Grundbildung ein.

Julia Kreuzer

Julia Kreuzer | Redakteurin

julia.kreuzer (ät) unimag.at

Studiert Kultur - und Sozialanthropologie an der Uni Wien

Liebt es anderen Ratschläge und Tipps zu geben, kennt die Lösung ihrer eigenen Probleme aber nur selten

Hasst Beistriche und Doppel S fast genauso sehr wie Zahlen

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