BÜCHERBÖRSE

HURTS – „Exile“

HURTS - Exile (c) Sony Music
HURTS - Exile

Das optisch nicht ganz ungruselige Duo Hurts bringt drei Jahre nach seinem gefeierten Debüt ein neues Album an den Start. „Exile“ heißt es und erscheint am 8. März.

Es muss wirklich viel regnen in Manchester, wenn man „Exile“ so hört. Die Beats sind getragen, der Sound pompös und die Texte recht düster. Auch in den Vocals sind die Hurts bekanntlich keine Euphoriekanonen, sondern erheben die Stimme nur wenn es angebracht ist. Engländer eben. „Miracle“ wird die erste Singleauskopplung heißen. Das ist keine schlechte Entscheidung, denn sie ist wirklich breit aufgestellt. Ein echter Radiosong. Denn Hurts’ Sound, der ja schon „Wonderful Life“ zum Charthit machte, liegt wie ein schwerer Schleier auf jedem Song und kaschiert so das Schielen auf Chartkollegen wie Coldplay, Muse und natürlich Depeche Mode.

Diese Tatsache nimmt dem Album aber nichts weg, denn zwischen den Zeilen hört man einfach, dass die Hurts Ahnung haben, was sie tun: Melancholie zu vertonen, ohne dass es schnulzig wird. Understatement – auch da kommt der Engländer durch. Tipp: „Help“, das mit Orchester- und Chorfeuerwerken beladene Schlussstück des Albums. 

Michael Hinterseer

Michael Hinterseer ist Redakteur und Fotograf, sowie TheWi Student mit Überzeugung. Er mag es, wenn Leute seine Sachen lesen und findet es total doof, über sich selbst in der dritten Person zu schreiben.

Erreichbar unter: michael.hinterseer (ät) unimag.at


bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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