BÜCHERBÖRSE

Max von Milland: „Ehrlich und unverstellt“

Max von Milland (c) Michael Hinterseer
Max von Milland

Handgemachte Popmusik mit Indie-Wurzeln im Südtiroler Dialekt? Ja! Max' Musik ist mal euphorisch, mal nachdenklich, aber vor allem von glaubwürdiger Herzlichkeit. Der 26-jährige Singer/Songwriter Max von Milland stand uns Rede und Antwort.

UNIMAG: Lässt sich deine bisherige Karriere als Traum beschreiben, der wahr geworden ist?
Max von Milland: Hm, das ist vielleicht etwas übertrieben. Es sind vielmehr Ziele die ich mir gesetzt habe, wo ich mir dachte, es wäre schön diese zu erreichen. Alles war mit sehr harter Arbeit verbunden, aber ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat!

Wie kam es zu deinem Künstlernamen?
Mein eigentlicher Name klang für mich nicht spannend genug. Ich finde, mein Künstlername kommt am ehrlichsten rüber, fast genau so wie ich mich als „Max von Milland“ auch sonst vorstellen würde.

Wie sind die Songs für das Album entstanden?
Ein Song entstand meist in jenem Moment, wo ich es am wenigsten erwartet hätte. Dann feile ich daran so lange bis er passt.

Wie hat das Publikum außerhalb Südtirols deine Musik aufgefasst?
Ganz unterschiedlich, aber meistens sehr gut. In Bayern oder auch in Österreich verstehen die Leute den Dialekt eher; in nördlicheren Regionen falle ich in die Kategorie 'Exot'. Wer meine Musik hört oder hören will, hat eine Affinität zur Mundart.

War für dich von Anfang an klar, dass du im Südtiroler Dialekt singst?
Absolut! Auf Hochdeutsch zu texten oder zu singen war für mich nie wirklich ein Thema, auch wenn es dem Dialekt nahe kommt.

Nur wenigen Südtiroler Musikgruppen ist ein Erfolg im unmittelbaren Ausland gelungen. Was hast du anders gemacht als andere?
Ich glaube es ist einfacher der zu sein, der man ist und etwas daraus macht, was man kann. Bands aus einem Südtiroler Dorf, die meinen sie wären die nächsten Oasis und singen englisch, finde ich nicht ehrlich und ich kann ihnen das einfach nicht abkaufen. Ich glaube, man muss sich einfach treu sein. Und natürlich hart für ein Ziel kämpfen und Kompromisse eingehen.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at

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