BÜCHERBÖRSE

Peter Hook & The Lights im Flex

Peter Hook (c) Joy Division
Peter Hook

Schwitzende Leute in schwarze Shirts mit der weißen Abbildung von Radiopulsen werden dicht gedrängt tanzen um gemeinsam das Jahr 1979 aufleben zu lassen, als die großartige Platte „Unknown Pleasures“ von Joy Division auf den Markt kam, um Musikgeschichte zu schreiben. Joy Division und New Order Bassist Peter Hook war schon damals dabei, und lässt sich auch im Jahre 2013 nicht nehmen die zeitlosen Songs zu performen. Mit seiner Live-Gruppe „The Lights“ tritt er am 23. März im Wiener Flex auf.

Die Legende lebt auf der Bühne

Die Location ist eine besonders gute Wahl, da das Flex noch am ehesten den kleinen, gedrungenen Londoner Clubs nahe kommt, in denen die Band rund um Ian Curtis gespielt haben könnte. So können auch die etwas jüngeren Fans den Ursprungs-Post Punk nachempfinden, und eine Nacht lang die Kontrolle verlieren.
Die Idee mit den Songs von „Unknown Pleasures“ und später „Disorder“ aufzutreten, kam Peter Hook 2010, als er sich endgültig mit seinen Bandkollegen von New Order zerstritt. Kurzerhand feierte Hook den 30. Todestag von Ian Curtis mit einem Auftritt von Peter Hook & The Lights. Zwar waren die Ex-Kollegen erzürnt, doch aufhalten ließ er sich nicht, und auch das Publikum war mehr als dankbar für die geschmackvolle Aufarbeitung der Hits.

Aufwärmen mit Stil

Auch so waren die Reaktionen durchweg positiv, obwohl natürlich immer dasselbe Anti-Aufwärm Argument kam. Darauf hatte Hook in einem Interview einer polnischen Musikseite eine recht einleuchtende Antwort: „I do not understand why some people say I should not be playing my own music.“ Joy Division bestand nicht nur aus Ian Curtis, und er war auch nicht der alleinige Urheber der Songs. Peter Hook drückte ihnen mit seinem eigenwilligen Bassspiel-Stil genauso den Stempel auf. Und sein eigenes Erbe wird man wohl noch wiederbeleben dürfen.

Anne-Marie Darok

Anne-Marie Darok | Redakteurin

Musik, Mode und auch ein bisschen Film - solange Adjektive nicht verboten sind, wird gerne über das (fast) komplette Kulturspektrum berichtet

anne-marie.darok (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

 

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