BÜCHERBÖRSE

Rätselrally als Kammerspiel interpretiert

Rätselspaß bei Mission 60 Mission 60
Rätselspaß bei Mission 60

Wie vor einiger Zeit berichtet, brachte Mission 60 das in Ungarn so erfolgreiche Konzept der Escape Room-Spiele nach Wien. In einem Dreierteam haben wir uns an das kleine Rätselabenteuer heran gewagt – ein Erlebnisbericht.

Eingang finden, Regelerläuterung und los geht’s!

In Ungarn derartig beliebt, dass sie von manchen Firmen sogar zum Teambuilding verwendet werden, sind die sogenannten Escape Room-Spiele hierzulande noch relativ unbekannt. Das antretende Team wird dabei in einen Raum gesperrt und muss versuchen, innerhalb einer Stunde den Code für die Ausgangstür herauszufinden. Einziger Anhaltspunkt sind dabei einige zunächst belanglos wirkende Gegenstände, die dutzende Geheimnisse und Rätsel parat halten. Mission 60 brachte dieses Konzept vor einigen Monaten nach Österreich und da nun mit dem Panic Room-Spiel eine etwas größere Challenge installiert wurde, wagten wir uns zu Dritt an den Versuch heran.

Ähnlich wie seine Konsorten in Budapest, ist auch das erste Room Escape-Spiel in Wien von außen überhaupt nicht zu erkennen. Ist man erstmal versehentlich am Gebäude vorbei und dann wieder zurück spaziert, bekommt man vom Spielleiter noch ein paar kleinere Regeln und Tipps mit auf den Weg. Der Sicherheitskasten sollte möglichst gemieden werden, ansonsten steht uns aber alles offen. Mittels Kamera werden wir beobachtet, damit wir mit durch den Türspalt geschobenen Hinweisen, im Fall angehender Verzweiflung, wieder auf den richtigen Pfad gebracht werden.

Detailverliebte Atmosphäre

Das klingt alles soweit recht logisch und schon geht’s rein in das Verlies, wo die erste sehr positive Überraschung wartet. Was in Budapest noch ein recht uncharmantes Zimmer mit kleinem Bett und Kasten war, ist hier ein von einem konkreten Konzept getragener Raum mit vielen netten Details. Man wandelt mehr oder weniger auf den Spuren des legendären Verbrechers John Dillinger, weswegen Alles passender Weise mit Bildern aus Horrorfilmen, Totenköpfen und Vermisstenanzeigen ausgeschmückt ist. Mehr zu verraten käme nun fast schon einem Spoiler gleich, auch und vor allem, weil man Escape Room-Spiele natürlich immer nur einmal spielen kann. So viel sei noch verraten: Der Schwierigkeitsgrad ist anspruchsvoll und nur mit drei Minuten Gnadenfrist haben wir es noch hinaus geschafft, Frust kommt aber aufgrund der zumeist recht logischen Aufgaben und der sinnvollen Tipps nie auf.

Unterm Strich war unser Mission 60-Ausflug ein voller Erfolg, dem wir nichts anderes als eine klare Empfehlung folgen lassen können. Wenn man sich der Aufgabe stellt und seinen Zynismus für eine Stunde zurück steckt, bleibt ein wirklich außergewöhnlicher Spielspaß.

Studentenaktion

Seit Oktober gibt es übrigens einige Rabatt-Aktionen. Noch bis Ende November bekommen beispielsweise alle Teams, die zumindest eine/n Medizinstudenten/in beinhalten, 50% Vergünstigung. Alle Infos gibt’s auf http://www.mission60.at.

 

Michael Leitner

Michael Leitner | Redakteur & Community-Betreuer Gewinnspiele

michael.leitner (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Oktober 2011

 

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