BÜCHERBÖRSE

Mietpreise steigen ins Unleistbare

Mietpreise steigen ins Unleistbare (CC) TonyTheTiger

Wenn immer mehr Menschen in die Stadt ziehen wollen und der Wohnbau nicht mithält, gehen die Mieten unverhältnismäßig in die Höhe. Dass der Wucher fröhliche Urständ' feiert, ist vor allem für Studenten ein Problem.

Wenn man für Parkettboden, Aussicht oder Lage verlangen kann, was man will, sind das paradiesische Zustände für Vermieter. Als Mieter kommt man dabei der finanziellen Hölle schon sehr nahe. Die noch dazu schwer zu durchschauen ist, da sich manche Wohnungsinhaber alles herausnehmen, was der Mietgott verboten hat. Und es offenbar auch können.

„Laut aktuellem Mietpreisindex bezahlt man in der Bundeshauptstadt für weniger als 50 Quadratmeter in der Inneren Stadt die höchsten Durchschnittspreise, nämlich knapp 22 Euro pro Quadratmeter,“ informieren Experten für Immobilien in Wien von Bank Austria Immobilien (BAR). Die günstigste Bleibe in dieser Größe ist in Rudolfsheim-Fünfhaus mit 13 Euro pro Quadratmeter zu finden. „In der Inneren Stadt zahlt man Quadratmeterpreise von rund 20 Euro für eine Wohnung von mehr als 130 Quadratmetern – währenddessen sind in Simmering Unterkünfte dieser Größe mit knapp zwölf Euro am günstigsten.“ Im Städtevergleich fällt Salzburg mit knapp 15 Euro pro Quadratmeter auf. Am günstigsten wohnt es sich laut BAR in St. Pölten, Eisenstadt und Klagenfurt mit rund neun Euro.

„Mietpreisbremse“ wurde vor allem vonseiten der Arbeiterkammer Ende vergangenen Jahres eingeworfen. Der Thinktank Agenda Austria gab aber unter anderem zu bedenken, dass eine Deckelung der Mieten zwei unangenehme Nebenwirkungen habe. Zum einen nähern sich die Niedrigpreis-Wohnungen den teureren an. Zum anderen werden Wohnungen in attraktiven Gegenden zwar für die breite Masse leistbarer, bekommen dürfen sie aber wieder nur die Mehrverdiener, da sie dem Vermieter mehr Sicherheit bieten.

In Wien kann zumindest der Mietenrechner für Immobilien genutzt werden, um herauszufinden, ob der Preis angemessen oder überteuert ist. Dieser wird vom Magistrat angeboten – in den anderen Bundesländern fehlt eine vergleichbare Möglichkeit (noch).

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