BÜCHERBÖRSE

Neues Jahr, neue Serien!

Neues Jahr, neue Serien! (c) Ursula Coyote - AMC

Serienjunkies können auch dieses Jahr wieder aufatmen: Beinahe im Akkord werden Serien produziert, um den hungrigen Massen Unterhaltung zu bieten. Die vielversprechendsten Neustarts haben wir vom UNIMAG hier für euch zusammengefasst.

Text von David Klotz, Julia Kreuzer, Benjamin Bäck & Christina Barsoum

Marvel‘s Agent Carter

Marvel vertröstet uns bis zum Start von Daredevil (10. April, Netflix) mit der neuen Serie Agent Carter. Angesiedelt im Jahr 1946 und kurz nach dem Ende von Captain America (Teil 1) wird die junge Agentin Peggy Carter wieder mit dem schwierigen Los der Frauen konfrontiert. Nach dem Krieg startet sie deshalb ein Doppel leben und beginnt sich auf eigene Faust durch das Nachkriegs-New York zu kämpfen. Die sehr kurze Serie (8 Folgen) schafft es, die Agentenarbeit aus den Vierzigern authentisch widerzuspiegeln und verpasst keine Gelegenheit historischer Referenzen. Ohne Schnickschnack oder viel CGI, dafür mit echten Problemen und viel Action ist Agent Carter äußerst kurzweilig anzusehen. Leider kommt das marvel-esque etwas zu kurz und nur wenige Dinge verweisen auf das Comic-Universum. Es bleibt demnach fraglich, ob die Grundhandlung in einer vollwertigen Staffel – trotz talentierter Besetzung – nicht zu langweilig würde. So ist Agent Carter zumindest ein nettes Intermezzo.

Empire

Familie, Macht und Hip Hop stellen die drei Grundpfeiler dieser amerikanischen Dramaserie dar, die am 07.01. erstmals auf FOX zu sehen war. Im Mittelpunkt steht Lucious Lyon (Terence Howard) ein ehemaliger Drogendealer und heutiger Kopf seines Hip-Hop-Imperiums Empire Entertainment. Als Lucious schwer erkrankt, setzt er alles daran, sein Imperium aufrechtzuerhalten und einen würdigen Ersatz für sich zu finden. Als Lucious Ex-Frau schließlich aus dem Gefängnis entlassen wird und ihren Teil des Unternehmens einfordert, bricht ein Krieg aus. Obwohl es der Serie nicht an Klischees und Stereotypen mangelt, fesselt Empire vor allem durch das eher ungewöhnliche Setting, bekannte Schauspieler und Musik. Eine zweite Staffel ist schon bestätigt und in Planung.

Better Call Saul

"It’s Showtime, folks!" Oh und was für eine Show es war, als der bereits aus Breaking Bad bekannte, wortgewandte Anwalt Saul Goodman (Bob Odenkirk) am 9. Februar erstmals über den Bildschirm flimmerte. Aber Moment: Goodman heißt noch gar nicht Goodman! Das Prequel zeigt das beliebte Großmaul nämlich sechs Jahre bevor es auf Walther White trifft und noch als James McGill auf der Erde wandelt. Zugegeben, viele Fans von Breaking Bad standen dem Prequel skeptisch gegenüber, doch nach den ersten zwei Folgen schienen alle Sorgen umsonst. Die Kameraführungen sind kreativ, das Spiel mit Licht und Musik virtuos wie eh und je. Aufatmen konnten eingefleischte Breaking Bad Fans spätestens dann, als der erste Bekannte in Form von Jonathan Banks, den die meisten noch als den glatzköpfigen Killer Mike kennen dürften, auf dem Bildschirm erschien. Auch hier dürfen wir uns schon jetzt auf eine zweite Staffel freuen.

Last Man on Earth

Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch auf Erden wärst? Dieser Frage widmet sich die Single-Kamera Comedy „Last Man on Earth“ die am 01.03. erstmals auf FOX ausgestrahlt wurde. Phil Miller (Will Forte) war früher ein einfacher Kerl, der seine Familie liebte, seinen Job hasste und plötzlich ist er – nach einem „unwahrscheinlichen Ereignis“ – der letzte Mensch der Welt. Mit seinem Wohnwagen begibt sich Phil auf die Suche nach anderen Überlebenden und versucht dabei die Einsamkeit so gut es geht zu genießen. Er geht in Unterhosen einkaufen, besucht Museen und singt in einem großen Stadium ein Ständchen. Das „What If“-Prinzip der Serie und der Mix aus Verzweiflung und Comedy lässt uns neugierig auf diese Produktion werden.

iZombie: Uh!

Schon wieder eine Crime-Serie werden jetzt viele denken und ihr habt ja recht. Das ganze irgendwer-jagt-irgendwelche-Verbrecher-und-kann-irgendetwas-Besonderes ist tatsächlich kein allzu neuer Gedanke mehr. Und trotzdem sind wir gespannt auf iZombie. Die Serie handelt von der Medizinstudentin Rose McIver (Olivia Moore), die – nun ja – zu einem Zombie wird. Das kann sie natürlich nicht so leicht jemandem sagen und so beschließt sie, wenn sie schon nicht richtig mit den Lebenden kommunizieren kann, für die Toten zu sprechen. Sie beginnt in der Gerichtsmedizin zu arbeiten. Okay, zugegeben, dass tut sie auch, weil sie dort ihren Hunger auf Gehirne stillen kann, aber hey, sie kann wirklich helfen. Mit jedem Gehirn, das Rose verspeist, kommen Erinnerungen der Verstorbenen in ihr hoch…

Daredevil

Am 10. April gibt es Neuigkeiten von Netflix. Marvels erblindeter Anwalt Mat Murdock (Charlie Cox) kehrt im Serienformat auf den Bildschirm zurück. Nachdem die letzte Comic-Adoption des "Man without Fear" (2003) vielerorts eher mäßig angekommen ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass nicht nur Comic-Liebhaber endlich auf ihre Kosten kommen, sondern auch Serien- und Filmjunkies. Der Cast der Serie kann sich unter anderem mit Rosario Dawson (Sin City) und Vincent D’Onofrio (The Cell) auf jeden Fall sehen lassen. Ein weiterer Indikator, dass die Geschichte des blinden, maskierten Ordnungshüters mit außergewöhnlicher Sinneswahrnehmung diesmal besser ankommen könnte als noch 2003, ist Netflix. Das Unternehmen begeisterte bis jetzt mit selbstproduzierten Serien wie "Orange is the New Black", "House of Cards" oder aber auch "Hemlock Grove".

APPs für Serienjunkies

Als Serien-Junkie verliert man schon mal den Überblick darüber, welche Folge man noch nicht oder schon gesehen hat. Um diesem Problem entgegenzuwirken, stellen wir euch jeweils eine Android- und eine Apple-App vor.

Series Guide für Android

Diese App verfügt über eine ausgezeichnete Datenbank. Will man einen Titel in seine Sammlung aufnehmen, gibt man einfach den Namen im Suchfenster ein. Meist bekommt man daraufhin zwei Vorschläge, einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch. Die Serien werden grundsätzlich nach dem Datum der ältesten, noch nicht gesehenen Folge sortiert. Eine Benachrichtigung, ob eine neue Folge erschienen ist, gibt es leider nur in der Vollpreis-Version für 4,99 Euro. Eine Internetverbindung benötigt man zum Benutzen der App nicht, jedoch berichten, selten aber doch, manchmal Nutzer von Fehlern beim späteren Synchronisieren mit der Cloud. Alles in allem ist „Series Guide“ eine übersichtliche, stabil laufende App und ein Muss für jeden Serien-Junkie.

TV Show Tracker iOS

Das System ist das Gleiche. Per Suchfunktion kann man seine Lieblingsserie hinzufügen und eventuell die Reihenfolge ändern. Allerdings nur für englischsprachige Shows. Die App liefert für jede Folge einen Kurzinhalt bzw. einen Kurz-Trailer für die neuen Folgen. Mit dem Internet werden die Austrahlungsdaten aktualisiert, ansonsten läuft die App auch ohne Netz. Auf dem Home-Bildschirm sieht man zusätzlich, wie viele Folgen man noch anzusehen hat. Auch diese App ist gratis, die Premium-Version (0,99 Euro) tilgt lediglich Werbung. Als kleines Schmankerl rechnet die App schließlich noch alle Folgen zusammen und berichtet, wie viele Stunden man bereits vor dem Bildschirm verbracht hat – ob man das wissen will, ist eine andere Frage.

 

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