BÜCHERBÖRSE

dietagespresse: Nach Windgeschwindigkeiten bis zu 7 km/h: WU über Nacht eingestürzt

dietagespresse: Nach Windgeschwindigkeiten bis zu 7 km/h: WU über Nacht eingestürzt (c) Johann H. Addicks/CC

Das war wohl zu erwarten: nach herabfallenden Betonplatten und Deckenlampen stürzte heute Nacht schlussendlich das gesamte Hauptgebäude der Wiener Wirtschaftsuniversität in sich zusammen.

Starke nächtliche Winde mit Böen bis zu 7 km/h dürften das Gebäude zum Einsturz gebracht haben. Andere Ursachen, etwa Nieselregen oder ein Vogel, der sich auf das Dach setzte, können laut Feuerwehr jedoch ebenfalls noch nicht ganz ausgeschlossen werden. Der WU-Campus wurde erst 2013 erbaut.

WU-Studentin Anna-Marie C. (19) dürfte eine der ersten gewesen sein, die vom Unglück Notiz nahmen. Kurz nach acht Uhr morgens postete sie auf Facebook: "Das WLAN in der WU funktioniert heute mal wieder überhaupt nicht!! #epicfail".

Dass das gesamte Gebäude jedoch zu dem Zeitpunkt bereits komplett in Schutt und Asche lag, fiel erst dem WU-Rektor Christoph Badelt persönlich auf, der wie jeden Morgen die in der Nacht herabgefallenen Betonplatten zählen wollte: "Kurz nach meinem Eintreffen stellte ich fest, dass offenbar sämtliche Betonplatten herabgefallen waren. Bei einer eingehenden Ursachensuche erkannte ich dann, dass das Gebäude rundherum ebenfalls fehlte."

Die Nachricht vom eingestürzten Gebäude stieß unter Studenten auf große Anteilnahme. Aus Zeichen der Trauer und Solidarität kündigten viele an, ihre Hemdkrägen heute heruntergeklappt zu tragen.

Der Einsturz der WU wirft die Frage auf, ob die Wirtschaft in den kommenden Monaten ausreichend mit Arbeitskräften versorgt werden kann, die Zahlen in Excel-Listen eintippen können. Das Wirtschaftsministerium überlegt daher nun die Anwerbung von Gastarbeitern aus dem Ausland.

 

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