BÜCHERBÖRSE

Tipps: Lernen will gelernt sein

Tipps: Lernen will gelernt sein (c) iStock

Auswendiglernen kann kurzfristig zwar helfen, aber wirklich zielführend ist es nicht. Die meisten Ziele sind dann erreichbar, wenn du richtig vorgehst. Diese praktischen Lerntechniken und Lernmethoden helfen dir ganz bestimmt bei der Prüfungsvorbereitung.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Zwei grundlegende Dinge, die ihr vor dem Lernen beachten müsst: Das A und O sind das aufmerksame Zuhören während der Seminare und Vorlesungen und natürlich lesbare und vollständige Mitschriften. Zweiter nicht unwesentlicher Punkt ist das frühzeitige Lernen: Zeitmanagement ist das Um und Auf, die Prüfung am Ende des Semesters erfolgreich abzulegen. Sucht euch schon rechtzeitig die nötige Literatur zusammen, denn es gibt nichts Ärgerliches als vergriffene Bücher auf der Bibliothek!

Selbstmotivation

Bevor du überhaupt mit Lernen loslegst, sag dir immer wieder: „Ich bin super und ich schaffe das!“. Wichtig für eine erfolgreiche Lern- und Lebensplanung ist zielorientiertes Handeln. Das Ziel muss klar bestimmt sein. So dient es als Motivator und gibt den Aktivitäten Sinn und Richtung. Man muss die eigenen Stärken und Schwächen kennenlernen und sich realistische Ziele setzen. Oftmals sind die eigenen Ansprüche oder das, was das Umfeld fordert, viel zu hoch und müssen angepasst werden. Vertrauen in die Wirksamkeit des eigenen Handelns und Rückmeldungen, Feedback und Lob bestärken und fördern die Motivation. Denn vergiss nie: Positive innere Einstellungen können nicht nur das Lernen und das Studium, sondern das ganze Leben erleichtern!

Nachdem du dich jetzt selbst motiviert hast, alle nötigen Bücher und Unterlagen beisammen sind, geht es ans Eingemachte.

Unterstreichen

Eine der gängigsten und einfachsten Lernmethoden: Das Unterstreichen. Man hebt die wichtigsten Teile des Textes mit verschiedenen Farben hervor. Idealerweise sollte man den Text vorher einmal komplett lesen und verstanden haben, bevor man ihn unterstreicht und zum Lernen benutzt.

Eigene Notizen

Zusammen mit dem Unterstreichen gehören eigene Notizen zu den weit verbreitetsten Lernmethoden. Wichtige Aussagen sollten in eigenen Worten aufgeschrieben werden, damit diese besser im Kopf behalten werden können. Dabei kommt es darauf an, den Inhalt so weit wie möglich zu reduzieren, ohne dabei die Kernpunkte auszulassen.

Mnemotechnik

Die Mnemotechnik wird oft mit Eselsbrücken gleichgesetzt. Grundsätzlich geht es darum, mit Hilfe von Merksätzen, Reimen, Schemata oder Grafiken Merkhilfen zu schaffen. Baut man die Methode auf Schaubilder und Kurzgeschichten aus, lassen sich sogar ganze Sachverhalte gut merken. Der Vorteil bei letztgenannter Methode ist, dass man sich bereits beim Ausdenken und Erstellen des Schaubildes oder der Geschichte, intensiv mit dem Lerninhalt auseinandersetzt, was wie eine Wiederholung oder Vertiefung wirkt und so bereits den Stoff im Gehirn verankert.

Mind-Mapping

Die visuellen Baumdiagramme sprechen zahlreiche Wahrnehmungskanäle an: Sie fassen aktiv das Gelernte zusammen und geben es schriftlich wieder. Was entsteht, ist eine optische Landkarte des Stoffes. Aus diesem Grund eignen sich die Diagramme gut zum Wiederholen. Ein kurzer Blick auf die „Wissens-Landkarte“ genügt, damit sich im Gehirn komplexe Inhalte zusammensetzen.

Karteikarten

Diese klassische Lerntechnik kennen wir schon ewig. Die Methode besteht darin, einen Begriff auf die Vorder- und dessen Definition auf die Rückseite der Karte zu schreiben. Ein Karteikasten kann beispielsweise in drei Abschnitte unterteilt sein. Ganz vorne befinden sich alle Inhalte, die noch zu lernen sind. Im zweiten Abschnitt befinden sich jene Inhalte, die wiederholt werden müssen und im dritten die Begriffe, die man bereits beherrscht.

SQR3-Technik (Survey-Question-Recite)

Eine aufwändige, jedoch effektive Methode, um komplexe wissenschaftliche Texte zu bearbeiten. Am Anfang werden nur Inhaltsverzeichnis und Überschriften (Survey) gelesen. Anschließend werden Hypothesen aufgestellt, worüber der Text handeln könnte und alle Fragen notiert, auf die  nach dem Lesen eine Antwort vorhanden sein soll (Question). Die dritte Phase besteht aus dem Lesen des Textes. Dabei sollte man gründlich vorgehen und mit Markierungen und Kommentaren arbeiten (Read). Anschließend wird der Text Abschnitt für Abschnitt zusammengefasst (Recite). Am Ende wird der Text inhaltlich wiedergegeben (Review).

Wiederholung

Die bekannteste aller Lernmethoden: Zu lernenden Inhalte werden so oft wiederholt, bis sie sicher wiedergegeben werden können. Aber: Stumpfe Wiederholung kann bei reinem Faktenwissen zwar funktionieren, ist jedoch zeitaufwändig und nicht sehr effektiv. In Kombination mit oder als Ergänzung anderer Lernmethoden kann Wiederholung sehr wohl sinnvoll sein.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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