BÜCHERBÖRSE

Studentenandrang zu groß: WU beschließt Bau eines Grenzzaunes

Studentenandrang zu groß: WU beschließt Bau eines Grenzzaunes (c) Campus WU/UNIMAG Kollage

[SATIRE] Die Wirtschaftsuniversität Wien sieht sich dem großen Andrang an BWL-Studenten nicht mehr gewachsen und beschließt in enger Zusammenarbeit mit den Studierendenvertretern und der Bezirksvorstehung Leopoldstadt „technische Maßnahmen“, um den Ansturm zu bewältigen.

Zustände nicht mehr erträglich: Abschottung unausweichlich

Nachdem einige Staaten ihre Grenzen in den vergangenen Monaten dicht gemacht haben, plant nun Österreichs größte Universität für Wirtschaftswissenschaftler einen vergleichbaren Schritt: Die Studierendenzahlen seien in den vergangenen Jahren exorbitant angestiegen: An der WU stehen Kapazitäten für rund 1.300 Studienanfänger pro Jahr zur Verfügung, es kommen aber bis zu 6.500 pro Jahr – man müsse künftig aber mit weiter steigenden Zahlen rechnen. Teilweise seien ganze Buskolonnen mit Studierenden aus den Bundesländern und sogar aus Bayern Richtung WU-Gelände unterwegs: Ein Zustand, den man nicht länger hinnehmen könne.

Während die Studierendenvertreter noch von "technischen Maßnahmen" sprechen, drückt es die erst seit kurzem im Dienst befindliche Rektorin drastischer aus: Es werde ein mehrere Kilometer langer Grenzzaun rund um das Gelände der Wirtschaftsuniversität gebaut, bereits Studierende können an sogenannten Checkpoints passieren. Die jetzige Rektorin zeigt sich erfreut, dass bereits beim WU-Neubau darauf geachtet wurde, dass nachträgliche "technische Maßnahmen" leicht umsetzbar sein würden.

Eingeschränkter U2-Verkehr und Kontrollen bereits an Knotenpunkten

Um potentielle BWL Studierenden gleich von der Reise zum WU-Campus abzuhalten, verkehrt die U-Bahn Linie U2 zwischen Praterstern und Station Donaumarina nur sehr eingeschränkt. In Absprache mit dem Bezirksvorsteher des 2. Wiener Gemeindebezirkes finden dichte Personenkontrollen statt, nur Bewohner des Bezirkes und Studierende, die bereits einen Studentenausweis ihr Eigen nennen können, dürfen passieren.

Um den betriebswirtschaftlichen Nachwuchs des Landes nicht versiegen zu lassen, dürfen Absolventen von Handelsakademien und ähnlichen Einrichtungen ab sofort um Zulassung zum Studium ansuchen. Nach ausführlicher Prüfung erhalten sie dann einen sogenannten "Studierendenausweis auf Zeit", der ihnen für ein Jahr den Zugang zum Campus gewährt. Wird eine Mindestanzahl an ECTS Punkten nicht erreicht, muss dieser wieder retourniert werden.

TU-Wien hilft beim Bau

Da sämtliche an der WU damit befassten Personen keinerlei technische Erfahrung haben, und um sich die "Buchhalter Flecken" an ihren Sakkos nicht zu beschädigen, hilft die Technische Universität Wien beim Bau des Zaunes. Die Mitarbeiter und Studierenden, welche in Projektgruppen eingeteilt werden, werden die technische Betreuung des Projekts gewährleisten, während sich das WU-Personal um Dinge wie Finanzierung und die Vermarktung der Werbeflächen am Zaun beschäftigen wird.

[Satire]

 

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