BÜCHERBÖRSE

Am roten Teppich mit Ashton Kutcher

Ashton Kutcher (c) Ed Stock/iStock
Ashton Kutcher

Mit "Die wilden Siebziger" gelang Ashton Kutcher der Durchbruch, als Walden Schmidt trat er in die großen Fußstapfen von Charlie Sheen in "Two and a Half Men". Seit April flimmert der Mann von Mila Kunis in der neuen Serie "The Ranch" über die Bildschirme.

UNIMAG: Nach all den Jahren wieder mit Danny Masterson vereint...
Ashton Kutcher: Es ist so witzig, weil alle immer fragen: „Wie fühlt sich die Wiedervereinigung an?“ Ja, wir arbeiten wieder zusammen, aber wir waren eigentlich auch nie getrennt (lacht).

Also seid ihr nach "Die wilden Siebziger" in Kontakt geblieben?
Er ist mein Bruder. Danny war der Erste, den ich getroffen habe, als ich für "Die wilden Siebziger" nach Hollywood gekommen bin. Ich war dieser naive 20-Jährige mit der Einstellung „Raubt mich aus, nehmt alles!“ und Danny hatte schon viel mehr Erfahrung. Er war einfach dieser coole Typ, der mich herumführte. Seitdem sind wir ziemlich dicke Freunde.

Und ihr wolltet danach wieder zusammenarbeiten?
Unbedingt! Seit knapp zehn Jahren wollten wir das. Aber er hat gearbeitet, ich auch. Und wir haben nie das passende Format für uns beide gefunden. Dann hat sich dieses mysteriöse Fenster namens "The Ranch" geöffnet und für uns beide war klar: Das ist es! "Lass‘ uns das machen, worüber wir fast ein Jahrzehnt geredet haben."

Warum "The Ranch"? Wie bist du darauf gekommen?
Wir wollten etwas, das den meisten Spaß bringt. Keine Wiederholung von "Die wilden Siebziger" oder sonst einer Show, sondern etwas überraschend Neues. Zeig mir die Show oder den Film, wo dieser eine Junge oder dieses eine Mädchen nach Hause kommt, um wieder mit der eigenen Familie zu leben – genau das ist "The Ranch", mit all den Problemen, die Erwachsene unter sich haben. In unserem Fall Footballprofi Colt Bennett, der nach 15 Jahren auf die elterliche Ranch zurückkehrt...

"The Ranch" spielt in Garrison, Colorado. Basiert das auf deiner eigenen Biographie?
Absolut. Ich selbst bin in einem kleinen Ort mit 100 Leuten in Iowa aufgewachsen und habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Colt Bennett in "The Ranch".

Kennst du Leute, die diesen großen Schritt gemacht haben?
Ich kenne viele Menschen, die diese Erfahrung gemacht haben. Wer nicht? So ist das Leben, und es kann Menschen noch weiter aufbauen oder ganz nach unter fallen lassen. Colt war sehr erfolgreich in dem, was er tat, aber er brachte einfach nicht die richtige Arbeitsmoral mit. Und diese Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder.

Danny und du seid sehr vertraut mit Sitcoms, aber "The Ranch" ist anders. Fast schon eine Drama-Sitcom. Wie ist es dazu gekommen?
Wir haben die Hauptdarsteller erfunden. Also liegt es an uns, ob wir erfolgreich sind oder nicht (lacht). Wir haben so ziemlich alles selbst entschieden und somit sämtliche Regeln gebrochen. Und wir wollten etwas Beständiges schaffen. Sitcoms gibt es seit vielen Jahren. Danny und ich wollten einfach sehen, wie weit wir gehen können, wie weit wir in dieses Dramatische eintauchen können. Wir wollten nicht wieder eine „Routine-Happy-Sitcom“ auf den Markt bringen.   

Und warum Netflix?
Netflix hat für uns einfach gepasst. Wir beide waren in Sitcoms in den USA zu sehen, die erst zwei Jahre später im Rest der Welt veröffentlicht wurden. Das wollten wir nicht mehr. Mit Netflix kann jeder zur gleichen Zeit dasselbe sehen.

Du hattest eine Partnerschaft mit Fox und CBS nach "Die wilden Siebziger" und "Two and a Half Men". Warum nicht mit ihnen?
Netflix lässt dich neue Sachen ausprobieren und gibt dir all die kreative Freiheit, die du möchtest. Sie helfen uns auch dabei, die herkömmlichen Formen zu brechen. Bisher hat noch niemand versucht, eine Sitcom mit einem Vier-Kamera Set-Up zu produzieren, Schauspieler anzuheuern, die man sonst nie in einer Sitcom sehen würde, und sich auch wirklich harten Themen anzunehmen.

Apropos Schauspieler: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Debra Winger?
Wir sind wirklich sehr stolz, Debra Winger bekommen zu haben. Sie hat sich eigentlich zurückgezogen, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Es war so, dass sie ihren zweiten Sohn in die Schule brachte und am Nachhauseweg hat sie ihren Agenten angerufen und gesagt: "OK, ich will zurück in meinen alten Beruf. Such mir einen Job!"

Ich nehme an, du bist nach wie vor mit Kollegen aus "Die wilden Siebziger" befreundet. Gibt es in "The Ranch" vielleicht das ein oder andere Gastspiel?
Wir sind alle in Kontakt geblieben und sind auch heute noch gute Freunde. Eines kann ich euch verraten: Seid nicht überrascht, wenn es tatsächlich passieren sollte...

Wenn man sich die Fernsehserie und die Figur des Pedro ansieht – das  wäre doch perfekt für Wilmer Valderrama, (Anmerkung: Spielte die Rolle als Fez in "Die wilden Siebziger"), oder?
Stimmt, das würde gut passen (lacht).

Und Laura Prepon kann man bereits auf Netflix sehen...
Sie ist ein Fan, also vielleicht...

Könnte auch Mila Kunis mitspielen?
Sie war schon in "Two and a Half Men" zu sehen.  Also ich glaube, wenn ich sie lieb frage, würde sie sogar mitmachen.

Seit April 2016 sind die ersten zehn Episoden der US-amerikanischen Sitcom "The Ranch" auf Netflix zu sehen. Die Serie handelt von den beiden ungleichen Brüdern Colt und Jamesson „Rooster“ (Ashton Kutcher und Danny Masterson), die gemeinsam mit ihrem Vater eine Ranch bewirtschaften. Colt, ein ehemaliger Footballprof, kehrt nach 15 Jahren wieder zu seiner Familie zurück. Die restlichen zehn Folgen von Staffel 1 gehen im Herbst online. Und: Netflix schickt "The Ranch" schon jetzt in die Verlängerung, noch bevor die erste Staffel überhaupt fertig ist. Im Frühjahr 2017 startet bereits Staffel 2!

 

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