BÜCHERBÖRSE

Artenplage: Innerer Schweinehund vermehrt sich in Österreich explosionsartig

Artenplage: Innerer Schweinehund vermehrt sich in Österreich explosionsartig © tataks / iStock

Das Habitat des Inneren Schweinehundes umfasst mittlerweile Büros, Schulen, Hörsäle, sogar Fitnessstudios. „Überall da, wo Menschen sind, sind mittlerweile auch Innere Schweinehunde", so Neuberger.

Der Innere Schweinehund tritt bevorzugt als Einzelgänger auf. Alle Versuche, ihn zu domestizieren, sind in der Menschheitsgeschichte bislang gescheitert. "Nichts zu machen. Unmöglich", so der Tierforscher. "Der Schweinehund ist einfach zu widerspenstig. Er lässt sich nur mit allergrößter Mühe bändigen. Aber auf Dauer zähmen oder dressieren — das liegt leider nicht im Bereich des Möglichen. Ich habe es selbst schon versucht", fügt er mit einem gequälten Lächeln hinzu.

Lebensraum in Österreich besonders günstig

Mittlerweile komme nach Schätzungen auf jede Österreicherin und jeden Österreicher ein Innerer Schweinehund. "Eine wahrhaft gewaltige Zahl", so Neuberger. Auch in den anderen Industrieländern sei der Vierbeiner auf dem Vormarsch. "Über die Gründe können wir nur spekulieren. Der Lebensraum scheint hier für ihn besonders günstig zu sein.", so Neuberger. Weder scheinen ihm Herbizide in der Landwirtschaft etwas anhaben zu können, noch werde er durch die Zersiedlung der Landschaft zurückgedrängt. Im Gegenteil, je mehr Gebäude und Straßen gebaut werden, desto zahlreicher wird der heißblütige Kläffer.

Die Spezies gilt unter Experten als sehr anpassungsfähig und robust. Und als bissig. Vor allem Großstädter berichten von immer wiederkehrenden Attacken des Schweinehundes – manche mit traumatischer Wirkung. Dabei wissen die Forscher nicht einmal, wovon sich der Innere Schweinehund überhaupt ernährt. "Er ist sehr scheu und noch nie vor eine Kamera gelaufen – und trotzdem ist er irgendwie immer präsent", berichtet der Tierforscher "Dieses Tier ist ein Phänomen!"

Unerklärlicher Populationsrückgang vor Prüfungen

Nur unmittelbar vor wichtigen Terminen – wie Prüfungen an der Uni oder FH – kann ein spürbarer Rückgang der Population verzeichnet werden. Ein Kuriosum, das den Forschern Rätsel aufgibt. Kann es da eine Kausalität geben? "Das müssen wir näher erforschen", so Neuberger. "Wir tappen in diesem Zusammenhang noch völlig im Dunkeln."

Hoffnung auf einen nachhaltigen Rückgang des Artbestandes auf ein erträglicheres Niveau hat er aber keine. Innerhalb kurzer Zeit kann die Population wieder explodieren. Ein Artensterben wie etwa bei den Bienen schließen die Naturforscher trotz des Klimawandels komplett aus. "Es ist ein bisschen wie bei den Ratten", erklärt Neuberger. "Alle Versuche, sie auszurotten, sind zum Scheitern verurteilt."

Fazit des Forschers: Mit dem Inneren Schweinehund werden wir uns arrangieren müssen – ob wir wollen oder nicht.

Satire

 

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