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Warum Hochschulengagement richtig und wichtig ist

Warum Hochschulengagement richtig und wichtig ist Foto: (CC BY 2.0) a_kep. Linzenzinfos siehe unten

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich an der Uni zu engagieren. Viele Studenten haben allerdings mit Hausarbeiten, Sprachkursen, Nebenjobs und Tutorien schon mehr als genug um die Ohren und fürchten, dass der zeitliche Mehraufwand ihre Studienleistungen negativ beeinflussen wird. Trotzdem gibt es Gründe, die für ein ehrenamtliches Engagement sprechen.

Warum engagiere ich mich?

Wenn ihr für ein bestimmtes Thema brennt, ist diese Frage selbsterklärend. Auch wenn ihr einfach nur neue Leute kennenlernen oder etwas Neues ausprobieren möchtet, ist das Hochschulengagement eine unkomplizierte Lösung. Schließlich basiert es auf Freiwilligkeit, und wenn ihr nach einem Semester merkt, dass euch die Zeit für euer Studium fehlt oder euch die Gruppe doch nicht zusagt, könnt ihr jederzeit wieder aussteigen. Ein Engagement erfordert, im Gegensatz zu den meisten Studieninhalten, praktische Tätigkeit. Im besten Fall könnt ihr Kompetenzen aus euren Unikursen in den Hochschulgruppen anwenden und vertiefen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem: Durch ein Engagement könnt ihr wichtige Punkte für eure späteren Bewerbungen sammeln. Denn die berühmt-berüchtigten Soft Skillsbeschreiben genau das, was ihr in den Hochschulgruppen lernen könnt: konstruktiv diskutieren, Konflikte lösen und effizient zusammenzuarbeiten. Ein Bewerber mit praktischem Uni-Engagement kann für eine Firma trotz einiger Semestern mehr auf dem Zeugnis interessanter sein als ein braver Regelstudienzeit-Bewerber, der nur seinen Abschluss vorweisen kann.

Wie engagiere ich mich?

Es ist nicht schwierig, Informationen über Möglichkeiten zum persönlichen Engagement zu erhalten. Einmal mit offenen Augen durch die Uni zu gehen dürfte ausreichen, um auf diverse Hochschulgruppen aufmerksam zu werden. Eventuell werdet ihr auch in der Studierendenzeitung und auf der Uni-Homepage auf entsprechende Aufrufe stoßen. Zudem findet oft in den ersten Semesterwochen eine Vorstellungsmesse statt, auf der sich die Uni-Gruppen präsentieren. Die klassische Form des Hochschulengagements ist die Fachschaft. Damit ist der Fachschaftsrat gemeint, der die Interessen der Studierenden eines Studiengangs vertritt. Als Fachschaftsmitglied bist du Ansprechpartner für Mitstudenten und kannst zum Beispiel den Erstsemestern mit deiner Erfahrung zur Seite stehen. Außerdem vertritt der Fachschaftsrat die studentischen Interessen gegenüber der Institutsleitung und kann so aktiv das Studentenleben mitgestalten. Das kann Angelegenheiten bezüglich der Studienordnung genauso betreffen wie die Organisation der nächsten Fachschaftsparty. Neben der Fachschaft gibt es je nach Größe und Motivation der Studierendenschaft weitere Möglichkeiten, sich an der Universität zu engagieren. Du kannst dich bei der Wahl der Hochschulgruppe an deinen eigenen Interessen orientieren und dich mit Gleichgesinnten treffen oder gänzlich neue Aktivitäten ausprobieren. Die Themenbandbreite reicht dabei von Sport über Theater oder Orchester bis hin zu Umweltschutz. Die Tätigkeiten sind ebenfalls divers: Möchtest du einen ansprechenden Flyer für die nächste Uni-Veranstaltung gestalten und bei entsprechenden Anbietern drucken oder lieber als Moderator beim Uni-Radio auf Sendung gehen? Solltest du keine Hochschulgruppe finden, die dich interessiert, kannst du auch die Initiative ergreifen und selbst eine Vereinigung gründen.

Fazit

Jeder entscheidet selbst, wie und in welchem Maße er sich einbringt. Die Vorteile eines Engagements sind jedoch nicht von der Hand zu weisen, gerade wenn man bedenkt, dass die meisten Studiengänge sehr theoretisch sind. Und das deutsche Uni-System lässt den Studenten in den meisten Fällen genug Freiraum, um ehrenamtlich tätig zu werden - auch wenn die offizielle Anerkennung durch ECTS-Punkte oft noch nicht gegeben ist.

Bildrechte: Flickr Demonstration für eine bessere Finanzierung der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern Filmfestival Linz CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

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