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Weiterbildung für Studenten – so bekommt man alles unter einen Hut!

Weiterbildung für Studenten – so bekommt man alles unter einen Hut! Bild: Pixabay (CC0)

Man möchte meinen, als Student sei man genug mit Lernen beschäftigt und brauche keine weitere Ausbildung, doch eines ist Fakt: für den zügigen Einstieg ins Berufsleben sind zusätzliche, möglichst praktische Skills unverzichtbar. Zudem hat man gerade während des Studiums Zeit für solche Maßnahmen. Wir haben das Thema beleuchtet.

Weiterbildung – wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Die meisten Lernwilligen stehen bei mitten im Berufsleben, wenn sie eine Weiterbildung in Angriff nehmen. Sie brauchen zusätzliche Qualifikationen, um ein besseres Einkommen zu erzielen oder einen neuen beruflichen Weg einschlagen zu können. Zudem befindet sich die Welt in einem schnellen Wandel, der sich auch in den Berufsbildern niederschlägt. Aufgabenbereiche ändern sich, neue Anforderungen müssen gemeistert und vor allem: technische Entwicklungen müssen integriert werden. Manchmal ist es auch der Wiedereinstieg nach der Babypause, der eine zusätzliche Weiterbildung nötig macht. Meistens gilt jedoch: Die Weiterbildung ist eine berufsbegleitende Maßnahme, was den Arbeitnehmer und Lernenden vor besondere Herausforderungen stellt. Immer häufiger sind es auch Studierende, die ihre Fähigkeiten mit zusätzlichem Wissen aufpolieren wollen – und ihre Zahl wächst.

Zusatzqualifikationen während des Studiums erwerben – die Vorteile

Es ist eine interessante Möglichkeit, sich neben dem Studium weitere Skills anzutrainieren oder die Chance zu nutzen, herausfordernde Fächer wie Mathematik oder Statistik aufzufrischen. Das Gute ist, dass neben der Zeit am Campus und der Lernzeit daheim immer noch genügend Zeit bleibt, um an den zusätzlichen Kursen teilzunehmen. Für die zukünftigen Bewerbungen beim Wunsch-Arbeitgeber ist klar: Je engagierter, wissensdurstiger und kompetenter sich ein Bewerber zeigt, umso größer sind seine Chancen, den Job zu bekommen, den er sich wünscht. Zudem sind die Inhalte des Studiums meist theoretischer Natur, sodass der praktische Aspekt zu kurz kommt. Das ist einer der Gründe, warum Praktika und auch praktische Weiterbildungen ein unverzichtbarer Bestandteil eines erfolgreichen Studentenlebens sind!

Natürlich gibt es bei der Weiterbildung neben dem Studium einiges zu beachten, damit das Unterfangen erfolgreich wird.

Das Zeitmanagement

Die meisten Studenten haben noch keine Familie, was für eine Weiterbildung neben dem Studium spricht. Auch die langen Semesterferien und die meist recht freie Zeiteinteilung begünstigen diesen Plan. Dennoch läuft ohne ein gekonntes Zeitmanagement im schlimmsten Fall alles aus dem Ruder, Abgabetermine werden verpasst und es bleibt nicht genügend Zeit zum lernen. Eine kluge Organisation ist das A und O.

Wann soll der Weiterbildungskurs stattfinden?

Es gibt verschiedene Organisationsformen für die Weiterbildung neben dem Studium. So kann ein kurzer Kurs in den Semesterferien absolviert werden, eine längerfristige Weiterbildung zum Beispiel als Abendkurs. Auch Wochenendkurse oder Fernkurse sind denkbar. Ein professioneller Anbieter wird verschiedene Möglichkeiten anbieten, sodass jeder Studierende den passenden Kurs finden kann.

Dennoch muss der Kurs seinen Platz neben dem Studium, einem eventuellen Nebenjob und dem Privatleben finden. Die zusätzliche Belastung muss abgepuffert, alle Herausforderungen gemanagt werden.

So bekommt man alles unter einen Hut

Es gibt verschiedene Strategien, mit denen sich auch besonders herausfordernde Zeiten leichter meistern lassen. Hier sind die wichtigsten:

Klare Ziele setzen

Nur, wer ein klares Ziel vor Augen hat, kann effektiv arbeiten und erfolgreich sein. Natürlich, jeder Studierende möchte „sein Studium schaffen“, doch dieses ferne Ziel kann nur durch das Setzen kleiner Teilziele erreicht werden.

Ziele sollten in kurzfristige, mittelfristige und langfristige aufgeteilt und aufgeschrieben werden. Dabei kann ein Kalender hilfreich sein, am besten ein analoges Exemplar, denn wenn man den Haken an erledigte Aufgaben setzt, fühlt sich das besonders gut an, wenn man dabei tatsächlich einen Stift in der Hand hält.

Langfristige Ziele sind natürlich das Meistern des Studiums und der Traumjob, vielleicht auch eine Reise, die man nach der Uni antreten will oder eine angestrebte Selbstständigkeit.

Mittelfristige Ziele sind das Erreichen des Semesterzieles, die Absolvierung eines zusätzlichen Kurses und der Erfolg in einem eventuellen Nebenjob.

Kurzfristige Ziele umfassen wenige Tage bis Wochen und beschäftigen sich stets mit den Dingen, die gerade aktuell anstehen. Das können eine Klausur, ein Referat oder eine Hausaufgabe sein.

Die Ziele sollten notiert und abgehakt werden. Wer zusätzlich ein Belohnungssystem installiert, motiviert sich selbst.

Wichtig: Es sollten immer nur erreichbare Ziele anvisiert werden, besonders bei den kurzfristigen Plänen. Wer bisher schwach in Mathe ist und sich nun eine 1 in der Klausur vornimmt, wird sich selbst eventuell enttäuschen und dadurch demotivieren. Außerdem müssen genügend Pausen/Freizeit/Spaß eingeplant werden! Niemand kann 24 Stunden am Tag arbeiten.

Prioritäten setzen

Ziele sind gut und schön, doch was nutzt es, wenn man nicht in die Gänge kommt oder sich bei der Erledigung seiner Aufgaben verzettelt? Darum gilt, dass die wichtigsten Dinge immer zuerst erledigt werden müssen. Was logisch klingt, ist aber nicht für jeden eine Selbstverständlichkeit! Wer dazu neigt, unangenehme Dinge vor sich herzuschieben, sollte sich die „Eat the frog“ Methode angewöhnen. Dabei geht es darum, gleich zu Beginn des Tages die schlimmsten Aufgaben hinter sich zu bringen, also den Frosch zu schlucken. So hängt er nicht wie ein Damoklesschwert über einem.

Nieder mit dem Perfektionismus

Perfektionisten können erstaunlich viel Zeit damit verbringen, einfach nicht fertig zu werden – manchmal werden sie auch von der Angst getrieben, nicht gut genug sein zu können. Diesen Menschen kann das Pareto-Prinzip helfen, dass sich auf zahlreiche Lebensbereiche anwenden lässt.

Vilfredo Pareto fand kurz gesagt heraus, dass oft 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des gesamten Aufwandes erzielt werden können. Denn nur die wenigsten Aufgaben müssen tatsächlich perfekt sein!

Wer sich als Studierender also eine „das ist gut genug“ Philosophie antrainiert, kann wesentlich effektiver arbeiten und findet neben dem Studium auch noch Zeit für seine Weiterbildung, die Party am Wochenende und den Nebenjob.

 

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