BÜCHERBÖRSE

Katzenjammer zu Neujahr

2936065948 ef031ffaba z(oder: wie besiege ich meinen Kater?)
In raschen Schritten nähert sich das Jahresende. Da Sylvester bei den meisten feuchtfröhlich untermalt ist, stellt sich dann auch 2012 wieder die Frage: wie überlebe ich den 1. Jänner? Im wagemutigen Selbstversuch haben wir die interessantesten Lösungen, einem Kater zu entgehen oder ihn zumindest erfolgreich zu bekämpfen, unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist, außer zahlreicher Tage voller Kopfschmerzen, folgendes:

 

 

Regel 1:
Viel Wasser trinken.
Vermutlich das effektivste Mittel, um dem neujährlichen Kater zu entgehen. Egal wie viel Alkohol man zu sich nimmt, man sollte nebenher mindestens die gleiche Menge Leitungswasser trinken. Weiterer Nebeneffekt: Man muss unter Erheiterung aller um sich herum andauernd zur Toilette rennen. Dafür wirkt es allerdings auch wirklich und am nächsten Morgen ist man fit genug, um die leidenden Menschen um sich herum auszulachen.

 

Regel 2:
Nicht durcheinander trinken.
Eine Flasche Bier, zwei, drei Gläser Rum.. achja, eine Partie Tequila. Hey, wie wär’s mit Wein?
Wenn der Abend so angefangen hat, ist es ohnehin schon zu spät. Niemals, unter keinen Umständen, alles durcheinander trinken. Am besten bei ein, maximal zwei Getränken bleiben. Andererseits endet es damit, dass man genau wie bei Regel 1 die Toilette blockiert. Nur braucht man dann dabei noch einen weiteren Menschen, der einem die Haare aus dem Gesicht hält, wenn man über der Schüssel liegt.


Regel 3:
Egal was du tust: Tequila ist böse.
Das ist nicht nur ein guter Tipp, den man von Mama gelernt hat. Die meisten, die schon Erfahrung mit Tequila gesammelt hat, haben sich danach geschworen: nie wieder Alkohol. Was Tequila bewirkt? Akute Hemmungslosigkeit, wahlweiße übertriebene Freude oder grenzenlose Depression und vor allem eines: Suizidgefahr am nächsten Morgen.


Regel 4:
Beginne den Morgen mit dem Getränk des Vortags.
Wer auch immer diese Regel aufgestellt hat, ist ein Vollidiot. Und hat sicher einige Menschenleben auf dem Gewissen. Das Ganze mag ja vielleicht funktionieren, wenn man am Vortag zwei Bier getrunken hat und am nächsten Tag mit einem weiteren beginnt. Es mag funktionieren, wenn man am Vortag ein Glas Wein getrunken hat und mit einem Glas beginnt. Wann es nicht funktioniert: wenn man am Vortag den Zustand „betrunken“ annähernd erreicht, angegrenzt oder überschritten hat. Dann wirkt ein Glas Bacardi am nächsten Tag nicht heilend, sondern bringt einen im besten Fall zum Weinen, im schlimmsten Fall ins Krankenhaus.


Regel 5:

Entrinne dem Kater: Trinke Bloody Mary?
Oder eben auch nicht. Es mag ja Menschen geben, bei denen Tomatensaft mit Tabasco Wunder wirkt. Bei den meisten allerdings wird es eher das Gegenteil bewirken: eine sofortige Entleerung des Magens. Höchstens als Brechmittel geeignet.


Regel 6:

Zuckerwasser hilft gegen alles.
Eines vorweg: da steht Zuckerwasser, das bedeutet nicht dasselbe wie Sprite. Im Selbstversuch siegte nämlich die Faulheit und eine Flasche Sprite hilft definitiv nicht. Ein Glas Wasser dagegen mit 4 Esslöffel Zucker ist eine Überwindungsbarriere – denn ehrlich, es schmeckt NICHT gut – half auch nur begrenzt gegen die Kopfschmerzen aber oh Wunder, die Übelkeit verfliegt.


Regel 7:

Wenn alles nicht mehr hilft, Aspirin hilft immer.
Wahrheit. Absolut. Allerdings sollte man deswegen auch bei noch so großen Kopfschmerzen auf keinen Fall die ganze Tablettenschachtel nehmen, eine oder zwei genügen völlig. Aspirin wirkt bei dir nicht oder du verträgst es nicht? Da hilft dann nur leiden.


Regel 8:

Salzig essen.
Dieser Selbstversuch wurde boykottiert, Rollmöpse zu essen bewirkte nur in der Vorstellung schon das Gegenteil dessen, was es sollte. Wenn jemand positive Erfahrungen damit gesammelt haben sollte: Glückwunsch. Und Igitt.


Regel 9:

Fast Food.
Definitiv eine der besten Optionen gegen einen Kater zu wirken: Viel und fettig essen. Ob Pizza, McDonalds oder der nächstbeste Döner spielt dabei keine Rollen, nur mit viel Fett muss es sein. Für die armen Menschen, die am Tag danach nichts essen können: bereits noch in derselben Nacht Fast Food zu sich nehmen, in der man den Alkohol trinkt. Wirkt garantiert. Sollte auch das nicht möglich sein, muss man sich immerhin keine Sorgen um seine Figur machen. Wenigstens ein positiver Nebeneffekt.


Regel 10:

Alkoholfrei trinken.
Größte Überwindung. Denn ehrlich, wenn man schon Alkohol trinkt, sollte auch Alkohol drin sein. Den ganzen Abend stattdessen nur alkoholfrei? Brrrr. Dennoch, einen erstaunlichen Nebeneffekt hatte es: je mehr der Rest um einen betrunken wird, desto mehr scheint man auch selbst die Wirkung zu spüren. Auch der Geschmack wird von Glas zu Glas und Flasche zu Flasche besser, irgendwann merkt man selbst nicht mehr, dass man alkoholfrei trinkt. Ende vom Lied: Eine durchgefeierte, amüsante Nacht, bei der unbemerkt nur light- Sekt und light-Bier getrunken wurden. Der nächste Morgen dann: Keinerlei Kopfschmerzen, bestes Befinden und erstaunte und neidische Gesichter um einen, die es nicht fassen können, dass man bester Laune und Gesundheit ist. Einzig genauso gute Alternative, die zu hundert Prozent einem Kater vorbeugt: Wirklich alkoholfrei zu trinken und es bei Wasser zu belassen.

 

Bei wem das alles nichts hilft, ein kleines Trostpflaster: man wird es überleben. Und auch wenn sich dann auch noch so oft schwört, nie wieder Alkohol zu trinken, der Vorsatz hält meistens eh nicht lange.
In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen erträglichen Neujahrstag. Aspirin bereitlegen nicht vergessen. ;)

 

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