BÜCHERBÖRSE

Startschuss für neuen Medizin-Aufnahmetest

Wettkampf um Medizin-Studienplätze in Wien, Graz und Innsbruck (c) APA/Fohringer
Wettkampf um Medizin-Studienplätze in Wien, Graz und Innsbruck

Heute findet das neue und einheitliche Aufnahmeverfahren für das Medizin- bzw. Zahnmedizinstudium in Österreich statt. 10.643 Studienbewerberinnen und Studienbewerber stellen sich dem Test, bei dem relevantes Wissen und kognitive Fähigkeiten abgefragt werden. Am Ende dürfen sich 1.500 Personen über einen Studienplatz freuen.

Im Diplomstudium Humanmedizin wird relevantes Wissen 40 Prozent zum Testergebnis beitragen, Textverständnis macht 10 Prozent und kognitive Fähigkeiten machen 50 Prozent aus. Für das Studium der Zahnmedizin stehen neben praktisch-manuellen Fertigkeiten (Gewichtung 22,5 Prozent) auch kognitive Fähigkeiten im Mittelpunkt (Gewichtung 37,5 Prozent). Der Wissensteil des Tests basiert auf dem bisherigen Auswahlverfahren der MedUni Graz und enthält Fragen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf Maturaniveau. Die Tests auf kognitive Fähigkeiten prüfen logisches Denken, visuoanalytische und visuokonstruktive Fähigkeiten, mathematisches Denken sowie Gedächtnis.

Innovative psychometrische Technologien

Grundlage für das neue Testdesign, das von einer Expertengruppe rund um den Psychologen Martin Arendasy von der Universität Graz entwickelt wurde, ist eine „Delphi Studie“, in der erforderliche Merkmale für das erfolgreiche Studieren und die Berufsausübung ermittelt wurden. Arendasy: „Der Test verknüpft erstmals gezielt Theorie und Praxis. Außerdem schenkt er wichtigen Aspekten wie Testsicherheit und Testfairness besonderes Augenmerk. Bei der Konstruktion und Administration der Tests verwenden wir dabei innovative psychometrische Technologien.“ Das neue Testdesign greift auch auf bewährte Elemente der bisher durchgeführten Tests zurück. In Wien und Innsbruck waren bisher ausschließlich kognitive Fähigkeiten getestet worden, in Graz standen Wissensfragen im Vordergrund.

Anfang August erfahren die Teilnehmenden, ob sie mit ihrem Testergebnis einen Studienplatz erhalten, wobei für die Studienorte jeweils eigene Rangfolgen erstellt werden - 740 Studienplätze an der Med-Uni Wien, 400 in Innsbruck und 360 in Graz. Dabei wird auch die Quotenregelung berücksichtigt, wobei 75 Prozent der Studienplätze an Personen mit Österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Personen aus der EU und 5 Prozent an Personen außerhalb der EU vergeben werden.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook