BÜCHERBÖRSE

Die Hochschulmilliarde – Im Reformpaket inklusive

  • geschrieben von Tea Sahačić
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 12 c Universitt Wien Die UNI MilliardeKarlheinz Töchterle hat es (so gut wie) geschafft: Die dringend notwendige und von allen Seiten geforderte Milliarde für Österreichs Hochschulen ist beinahe durch.

„Es wird die Hochschul-Milliarde aller Voraussicht nach geben.“ So lautet die Ankündigung des Wissenschaftsministers Töchterle (ÖVP), auf die kaum noch jemand zu hoffen gewagt hätte. Damit wären die Unis ausfinanziert. Noch hat Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) keine definitive Zusage gegeben, doch Töchterle ist zuversichtlich; sollte auch nur eine knappe Milliarde ausgeschüttet werden, so könne man zufrieden sein. Woher das Geld aber kommen wird, bleibt ungewiss.

Geldquelle Studiengebühren

Doch diese Milliarde ist nicht das einzige Schmankerl in Töchterles geschnürtem Hochschulpäckchen: Auch Studiengebühren finden darin Platz. Hier sieht er vor, dass nicht der Staat, sondern die Universitäten selbst Studiengebühren nach Bedarf einfordern. Die Obergrenze soll bei 1000 Euro pro Jahr liegen, Studienbeihilfeempfänger wären befreit. Nicht-EU-Bürger müssten mehr bezahlen. Auch wird den Unis die Möglichkeit eingeräumt, ihren Studierenden diesen Beitrag zu stunden, um ihn nach dem Abschluss zurück zu fordern. Weiters erachtet Töchterle Zugangsbeschränkungen für notwendig, spricht sich jedoch gegen die diskutierte Studieneingangsphase aus.

1 Milliarde vs 16 Millionen

Eine Milliarde, die inzwischen „fast fix“ ist (auf das Konjunkturverhalten komme es halt noch an). Eine Milliarde, die in den Jahren 2013 bis 2015 ausgeschüttet wird: also eigentlich 330 Mio €, die mit den FH‘s zu teilen sind und auf die Unis aufgeteilt 12 bis 16 Mio € pro Einrichtung bedeuten. Dieses Geld erhält den Status quo aufrecht, Verbesserungen sind da leider nicht drin. Da fragt man sich, wo ist die Milliarde hin?

 Karlheinz Töchterle im Portrait.

 

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