BÜCHERBÖRSE

ÖH-Wahl: GRAS im Talk

Meryl Haas (c) Christopher Glanzl
Meryl Haas

Meryl Haas ist die bundesweite Spitzenkandidatin von GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen).

Was studierst du, wo, seit wann und warum?
Ich bin seit 2009 an der Uni Wien und studiere zurzeit Molekulare Medizin. Ich habe mich für Molekulare Medizin entschieden, da ich es faszinierend finde, wie wir im Studium die kleinsten Bausteine des Lebens erforschen und dadurch mehr über die Funktionsweisen von Organismen und menschlichen Körpern erfahren.

Wie finanzierst du dein Studium?
Durch meine Arbeit in der ÖH kann ich zumindest schon mal meine Miete bezahlen. Ansonsten arbeite ich während den Ferien und werde teilweise auch von meinen Eltern unterstützt.

Was war die letzte Prüfung, bei der du durchgefallen bist?
Meinen letzten Fetzen hatte ich in ‚Embryonen- und Stammzellforschung Teil 1’. Ich hätte wohl mehr dafür lernen sollen.

Die Hauptaufgabe der ÖH ist…
…die politische Vertretung der Studierenden gegenüber der Regierung bzw. den lokalen Hochschulen. Für die GRAS ist es selbstverständlich, dass die ÖH Service anbietet. Progressive Bildungspolitik muss aber auch weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt der ÖH bleiben. Bildungspolitik ist aber immer auch zugleich Gesellschaftspolitik, denn Hochschulen sind keine von der Gesellschaft isolierten Inseln. Wenn wir die aktuelle Bildungspolitik verändern wollen, müssen wir also gesamtgesellschaftlich denken und handeln.

Warum engagierst du dich gerade bei der ÖH?
Ich habe zwei Jahre lang in Kanada studiert und dort erlebt, was Kommerzialisierung von Bildung eigentlich konkret bedeutet. Neben der Tatsache, dass in Kanada Studiengebühren eine Selbstverständlichkeit sind, werden dort Hochschulen zunehmend als Dienstleistungsanbieter begriffen. Das Studium dort hat nicht meiner Idealvorstellung eines selbstbestimmten und freien Studiums entsprochen. Ich bin dann nach Österreich zurück gegangen und hab mich auch gleich in der ÖH engagiert, da mir Bildung sehr wichtig ist und ich für bessere Studienbedingungen eintreten wollte.

Warum sollte man euch wählen?
Wir setzen uns für progressive Bildungspolitik ein, die über den Tellerrand der Hochschulen hinausschaut. Wir sind die einzige Fraktion, die sich zudem für ökologisch-nachhaltige Hochschulpolitik einsetzt und treten außerdem jeglicher Form von Diskriminierung auf den Hochschulen entgegen.  
Als GRAS haben wir jahrelange Erfahrung in ÖH-Arbeit, bundesweit und lokal an verschiedenen Hochschulen. Wir kennen das Hochschulsystem und die Probleme der Studierenden. Als Teil der ÖH wollen wir die Studienbedingungen verbessern und treten für den freien Hochschulzugang und für ein selbstbestimmtes Studieren ein.

Was sind die drei wichtigsten Punkte für dich?
Als GRAS setzen wir uns für freies Wissen, Hochschulen frei von Diskriminierung und freie Mobilität ein. Was das freie Wissen betrifft, wollen wir bildungspolitische Freiräume und damit den Rahmen für ein freies und selbstbestimmtes Studium schaffen. Wenn wir plakatieren "Gegen Diskriminierung ist GRAS gewachsen", meinen wir damit, dass wir gegen Diskriminierungen von einzelnen Gruppen kämpfen, denen ein freies Studieren verwehrt ist und damit gleiche Rechte für alle schaffen. Und schließlich ist auch freie, ökologisch-nachhaltige Mobilität für uns sehr wichtig. Schließlich setzt ein selbstbestimmtes Leben Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit voraus und dafür brauchen wir die Möglichkeit, uns frei bewegen zu können.

Ich als Spitzenkandidatin trete ein für…?
...ein Studium, dass Freiräume bietet, wieder Freude macht und Platz für individuelle Entfaltung und Schwerpunktsetzung lässt. Ich will mich in der ÖH weiterhin für progressive Bildungspolitik einsetzen und dem neoliberalen und konservativen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium, das sich durch einen bemerkenswerten Mangel an Visionen auszeichnet, Alternativen aufzeigen. Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht nur einem elitären Kreis offen stehen. Zudem sind ökologisch-nachhaltige Hochschulen, an denen alle selbstbestimmt und ohne diskriminierende Barrieren studieren können, ein wichtiger Aspekt, der oftmals vergessen wird.

Unser Wahlziel ist…?
… 25 Prozent der bundesweiten Stimmen.

Mögliche Koalitionspartner sind…?
… alle die unser Programm mit uns gemeinsam in der ÖH umsetzen möchten und auch gemeinsam mit uns für den freien Hochschulzugang eintreten werden. Rechtsextreme Gruppierungen sind aufgrund unseres antifaschistischen Grundsatzes automatisch ausgeschlossen.

 

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