BÜCHERBÖRSE

ÖH-Wahl: 325.000 Studierende wählen

Von  19. bis 21. Mai sind ÖH-Wahlen (c) Michael Hinterseer
Von 19. bis 21. Mai sind ÖH-Wahlen

Bundesweit sind von 19. bis 21. Mai knapp 325.000 Studierende an 22 Universitäten, 21 Fachhochschulen (FH), 14 Pädagogischen Hochschulen und zwölf Privatuniversitäten aufgerufen, ihre Vertretung für die kommenden beiden Jahre zu wählen.

Die Neuerungen

Bei den diesjährigen ÖH-Wahlen gibt es durch die Änderung des HochschülerInnen-Gesetzes eine Reihe von Änderungen: Alle Studierenden in ganz Österreich können ihre bundesweite Vertretung direkt wählen, wobei jede Stimme das gleiche Gewicht hat. Zukünftig ist die Wahlberechtigung von der Herkunft unabhängig: Erstmals dürfen Drittstaatsangehörige wählen und kandidieren. Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und Privatuniversitäten werden in Zukunft durch die ÖH vertreten; deren Studierende sind jetzt aktiv und passiv wahlberechtigt. Zum ersten Mal gab es außerdem eine Briefwahl. Die Zahl der Mandate in der Bundesvertretung wird von derzeit 100 Personen auf 55 gesenkt.

Welche Ebenen gibt es?

Neben der Bundesvertretung wählen Studierende außerdem die lokalen Hochschul- sowie Studienvertretungen – am Wahltag selbst gibt es also drei Stimmzettel. Auf höchster Ebene wird die Bundesvertretung (BV) – das studentische Parlament – gewählt. Zur Wahl stehen heuer elf Fraktionen. Die Bundesvertretung ist Verhandlungspartnerin gegenüber dem Ministerium und vertritt die Studierenden nach außen. Die Universitätsvertretung (UV) vertritt die jeweiligen universitätsspezifischen Interessen ihrer Studierenden. Die Studienvertretung wird auf untester Ebene gewählt. Sie arbeitet direkt mit den Studierenden einer Studienrichtung zusammen.

Sorgenkind Wahlbeteiligung

Durch die Wiedereinführung der Direktwahl des Studierendenparlaments und der erstmals möglichen Briefwahl erhofft man sich eine Erhöhung der Wahlbeteiligung. Seit mehr als 20 Jahren macht nicht einmal jeder dritte Studierende von seinem Wahlrecht Gebrauch. Bei den letzten ÖH-Wahlen lag die Wahlbeteiligung bei lediglich 27,97 Prozent.

Voraussichtlich in der letzten Juni-Woche findet die konstituierende Sitzung der neuen Bundesvertretung statt. Die neue Exekutive wird am 1. Juli ihr Amt antreten.

 

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