BÜCHERBÖRSE

Massenstudium vs. Privat-Unis

Andrang auf Privatunis wird größer. Bild: SFU
Andrang auf Privatunis wird größer.

Der Kampf um einen der heiß ersehnten Studienplätzen in den Massenfächern Medizin, Psychologie und Wirtschaft geht weiter. Rund 60% der Studienanfänger haben sich im Herbst für ein Massenstudium entschieden. Aufnahmetests sind die Folge, an denen viele Studenten scheitern.

Hat man es über dieses Hindernis geschafft, folgte gleich die nächste Barriere: Studieneingangsphase. In einigen Studienrichtungen werden sehr viele durch „Knock-Out-Tests“ rausgekickt. Eine Möglichkeit diesem Stress zu entgehen ist ein Studium an einer Privatuniversität in Österreich.

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 Seit November 2000 gibt es auch in Österreich Privatuniversitäten. Verirrten sich im Jahr 2003 gerade mal 70-80 Studenten auf Privatinstitute, so erlebten im vergangen Sommer 13 Privatuniversitäten ein Anmeldungshoch von weit über 1200 Studieninteressenten.
Der Vorteil an eine Privatuniversität ist die verminderte Teilnehmerzahl an Vorlesungen und Seminaren. Durch Aufnahmegespräche werden schon bei der Anmeldung „Brödlern“ von Wissbegierigen ausgesiebt. Die Möglichkeiten, die sich durch ein Studium an einer Privatuni ergeben sind in erster Linie eine persönlichere Betreuung von den Professoren und auch den Mitarbeitern in den verschiedenen Studien-Service-Centern. Auch die praktische Orientierung erleichtert Theoriefaulen das Verständnis von trockenem Stoff. Einer der wichtigsten Punkte ist aber, dass die Lehrenden alle aus wirtschaftlichen- bzw. wissenschaftlichen Bereichen kommen und immer wieder einen Einblick in ihre vergangenen oder künftigen Arbeiten geben.

Der größte Nachteil: hohe Studiengebühren. Diese können von 4.000,- bis 26.000 Euro alleine für den Bachelor betragen. Wer also keinen Geldspeicher zu Hause versteckt oder vor hat in den nächsten Monaten reich zu heiraten, aber trotzdem ein Studium an einer der österreichischen Privatuniversitäten absolvieren will, muss wohl oder übel einen Bildungskredit bei seiner Bank beantragen.

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Wie erkennt man, ob ein Studium an einer staatlichen Universität oder doch eines an einem Privatinstitut gut für einen ist?
Der große Vorteil an staatlichen Bildungsinstituten ist, dass man, wie an der Uni Wien, fast alles studieren kann. Man muss jedoch eigenständig sein und ein gewisses Maß an Selbstorganisation besitzen. Legt man viel Wert auf persönliche Betreuung und praxisorientierte Ausbildung empfielt sich eine Privatuniversität.


Fällt die Wahl auf eine private Uni, sollte man sich jedoch sicher sein, das Studium auch wirklich zu beenden, denn ist die Gebühr einmal eingezahlt, bekommt man sie nicht wieder!

1213 c Enrico flickr cc psychologiePrivate Institute für Medizin, Psychologie und Wirtschaft in Österreich
Die Webster University im 22. Bezirk bietet ein großes Studienangebot. Hier kann man „Psychology“ und „Business and Management“ in englischer Sprache studieren, außerdem bietet sie ein Auslandsemester an der amerikanischen Webster University in St. Louis.

Die UMIT-Universität in Hall bietet ein Medizinstudium auf modernsten Niveau. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit ein Studium im Bereich Pflegewissenschaften zu absolvieren.

Die Sigmund Freud Privatuniversität in Wien bietet ein Psychologiestudium auf kulturpsychologischer Basis mit einer berufspraktischen Ausbildung. Außerdem ist sie die einzige Universität, die mit der Partneruniversität SFU-Paris auch ein vollwertiges Studium im Bereich Psychotherapie anbietet.

Martina Heidinger

Martina Heidinger | Redakteurin

martina.heidinger (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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