BÜCHERBÖRSE

Studiengebühren

Studiengebühren BIld: Stuart Pilbrow
Studiengebühren

Kommentar

Nun sind sie wieder eingeführt: Die Studienbeiträge für „Langzeitstudierende“ und Studierende aus Drittstaaten, mit Ausnahme der Entwicklungsländer. Zumindest wurde der Antrag des Rektors vom Senat der Uni Wien abgesegnet, weitere Universitäten werden bestimmt bald folgen.

Rechtlich ist die Sache ungeklärt, zudem werden die Studienbeiträge die kaputt gesparten Universitäten nicht aus ihrer Misere retten. Mit den 363,36 Euro pro Semester werden die finanziellen Löcher zwar notdürftig gestopft - an den Studienbedingungen wird sich aber nichts verbessern und schon gar nicht ändern.

Wer an der Jugend spart, wird in Zukunft verarmen.“ Adolf Haslinger (*1933)

Irgendwie befindet sich die Uni bzw. der Rektor selbst in einem Zwiespalt: Einerseits verstehen sie die Anliegen der Studierenden, andererseits brauchen sie das Geld, das ihnen in diesem Semester fehlte. Doch was sollen sie machen? Man versucht es eben in Eigenregie, da die Politik mehr als unfähig ist. Töchterle sieht sich jedenfalls in seinen Forderungen nach mehr Autonomie für die Universitäten bestärkt. Ist zukünftig die Antwort auf die Frage „Ihr braucht mehr Geld?“ also: „Ihr seid autonom – erhöht einfach den Studienbeitrag“? So kann es nicht weitergehen. Wie auch das politisches Hickhack der Koalition: Schmid von der SPÖ will ein Gesetz, das klar regelt, wer zahlt. Töchterle von der ÖVP lehnt dies konsequent ab - 'mimimimi' par excellence. Eigentlich eine Frechheit und Verhöhnung, wenn man sich anschaut, wofür Geld verschwendet und wo es überall hineingepumpt wird. Das längst fixierte Ziel von 2% des BIP für die Universitäten muss (!) oberste Priorität haben.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook