BÜCHERBÖRSE

Veranstaltungstipp: KINOLOG

kinolog obermair-6Die Veranstaltungsreihe KINOLOG bietet Studierenden und Filmschaffenden die Mšglichkeit wissenschaftliche Vorträge und Filme einem Publikum vorzustellen, diese zu diskutieren und Verbindungen zwischen den beiden angeblich gegensŠtzlichen Zugangsweisen zu einem Thema herzustellen.

Studierende praktischer, künstlerischer und theoretischer Studiengänge haben es oft schwer ihre Arbeiten außerhalb des universitären Rahmens der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gerade jene, die noch am Anfang ihres Studiums stehen können schnell demotiviert werden, wenn ihre erbrachten Leistungen in den Archiven der Lehrenden verschwinden und keine weitere Rezeption erfahren.

Gute Ideen bleiben oft im Verborgenen

Dieses Dilemma fiel Studierenden der Theater,-Film und Medienwissenschaft besonders auf, da viele au§erhalb des universitären Rahmens an Filmprojekten arbeiten. Eine Möglichkeit diese (independent)Filme zu zeigen, gibt es kaum. Gleichzeitig stapeln sich die wissenschaftlichen Seminararbeiten. Die studentischen Werke lassen sich nur durch Einreichungen in Fachzeitschriften oder bei Filmfestivals an die Öffentlichkeit transportieren. Eine Verbindung der beiden aufeinander aufbauenden und füreinander unabdingbaren Kategorien Wissenschaft und Kunst vollzieht sich dabei aber in erster Linie nur theoretisch und ist vor allem Wissenschaftlern vorbehalten. Aus diesem Mangel heraus und aus der Lust an einem lebendigen Dialog, indem auch Kreativität und Querdenken ihren Platz haben, entstand bei den TFMlern die Idee zur Veranstaltungsreihe KINOLOG.

Ein Projekt, dass Zuspruch findet
Unter dem Thema "Phantombilder- Zwischen Fakt und Fiktion" fand der erste Kinolog Abend im Mai 2011 statt. Die gut besuchte Veranstaltung, in Kooperation mit der TFM Wien, dem DEPOT und der ÖH, verdeutlichte, wie dringend notwendig Projekte dieser Art für Studierende und junge Künstler und Künstlerinnen sind. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe war somit gesichert und das Organisatorenteam wurde von 2 auf 3 Mitglieder erweitert. Bei "Tatorte-auf/lesen & er/zeugen", der zweiten Kinolog-Veranstaltung, stieß das Depot mit Rund 70 Zuschauern an seine Kapazitätsgrenzen. Mit einer Erweiterung des Teams auf fünf Personen geht Kinolog am 19.Juni in die dritte Runde.

Alle(s) erwünscht
Ein KINOLOG- Abend setzt sich aus drei Blöcken zusammen, in denen jeweils ein Film und ein Vortrag hintereinander präsentiert und diskutiert werden. Zwei Moderatoren, ebenso Studenten und Studentinnen, sind als Impulsgeber und Diskussionsleiter mitverantwortlich für das Zustandekommen eines spannenden Dialogs. Mitmachen kann jeder, egal welcher Wissenschaftsdisziplin oder künstlerischen Richtung er oder sie angehört, denn je vielfältiger die Beiträge umso interessanter die anschließende Diskussion. Vor der Veranstaltung gibt es zwei Treffen bei denen sich vorab jeder kennenlernen kann, wo aber auch inhaltliche und organisatorischen Fragen und WŸnsche besprochen werden.

Mitmachen
Derzeit läuft das Call for papers und Call for Films für die Veranstaltung am 19.Juni 2012. Bewerben können sich alle, die einen Filmbeitrag zeigen oder einen Vortrag zum Thema "Indizien" halten wollen noch bis zum 4.Mai unter kinolog.at.

Elisabeth Minkow

Elisabeth Minkow | Redakteurin

elisabeth.minkow (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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