BÜCHERBÖRSE

Durch die rosa Brille gesehen

  • geschrieben von Sabine Pusswald und Lena Widmann
  • Drucken
  • eMail
Selbstbedieung im Cafe Rosa Bild: ÖH Wien
Selbstbedieung im Cafe Rosa

Skandal: ÖH Café Rosa pleite! ÖH Vorsitzende Janine Wulz angezeigt! Die Meldungen überschlagen sich derzeit rund um das Café mit den vielen Anti-Grundsätzen. UNIMAG-Redakteurinnen verschafften sich einen persönlichen Eindruck.

Wir betreten das erste Mal das Café Rosa in der Währingerstraße in Wien. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich nicht von anderen Cafés. Eröffnet wurde es im Mai 2011, drei Wochen vor den ÖH Wahlen. Dahinter stehen die GRAS der KSV-LiLi, die FLÖ und der VSSTÖ.
Mittlerweile hat das Café rund 450.000 Euro an ÖH Geldern verschlungen, zu denen jeder Studierende – manchmal unfreiwillig – seinen Beitrag geleistet hat. Aber auch bei den Grundsätzen wurde nicht gespart: antisexistisch, antirassistisch, antiklerikal und antikapitalistisch, um nur einige zu nennen.


04 c H Wien Studenten im Caf Rosa - wie hier zu sehen - hat das UNIMAG nicht angetroffenFlatscreens und Feminismus
Getränke und Speisen gibt es hier zu Spottpreisen, ein Traum für jeden Studenten. Nur 1,90 Euro zahlt man für ein „Sozi Bier“. Dennoch bleibt das Café weitgehend unbesucht, zumindest von Studenten. Es sind überwiegend Pensionisten oder Geschäftsleute, die es sich im Cafe Rosa gemütlich machen. Wie dem auch sei, die Atmosphäre ist wirklich nett, alles wirkt sehr sauber und gepflegt. An den Wänden hängen zwei riesige Flatscreen Bildschirme und Sprüche wie „Rassismus hat hier keinen Platz“ oder „Frauen, Mädchen, Lesben – vereinigt euch“. Letztere scheinen auf die ideologische Ausrichtung hinzuweisen.


04 c H Wien Noch vor ein paar Monaten bekamen sie 9 Euro die Stunde jetzt arbeiten die Kellner im Caf Rosa ehrenamtlichUnterstützung aus den eigenen Reihen
Zufällig treffen wir die ehemalige ÖH Vorsitzende Sigrid Maurer an der Theke. Sie trinkt „Club Mate“ und spielt mit ihrem iPad. Die Kellnerin wirkt ein wenig überfordert. Sie arbeitet erst seit kurzem hier und das ehrenamtlich. Genauso wie ihr Kollege, der uns erzählt: „Ich arbeite einmal in der Woche im Café. Es ist gemütlich und macht Spaß.“


Auf unsere Frage hin, ob das Café Rosa denn wirklich pleite sei und bald zusperren müsse, meinten die beiden Kellner nur, dass sie davon noch nichts gehört haben. Sigrid Maurer mischt sich darauf hin ins Gespräch ein und erklärt: „Wir werden alles dafür tun, damit das Café weiterhin geöffnet bleiben kann.“

 

Weiterlesen: Meinungen zum Cafe Rosa

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook