BÜCHERBÖRSE

Neuregelung der Inskription

ÖH-Vorsitzende Wulz, Wissenschaftsminister Töchterle und Vizerektor Polaschek (Uni Graz, Vorsitzender des Forums Lehre UNIKO) bei der gemeinsamen Pressekonferenz Foto: HBF/Aigner
ÖH-Vorsitzende Wulz, Wissenschaftsminister Töchterle und Vizerektor Polaschek (Uni Graz, Vorsitzender des Forums Lehre UNIKO) bei der gemeinsamen Pressekonferenz

Mit dem Wintersemester ändern sich die Modalitäten für die erstmalige Zulassung und der Anmeldungsablauf und an einer öffentlichen Universität in Österreich. Die unbeliebte Uni-Voranmeldung wurde abgeschafft und durch eine Neuregelung der Inskriptionsfristen ersetzt. UNIMAG sprach mit der ÖH-Vorsitzenden Janine Wulz.

Was wird sich mit der Neuregelung ändern?

Die allgemeine Zulassungsfrist für die erstmalige Zulassung zu einem Bachelor- oder Diplomstudium wird ab jetzt für das Wintersemester der 5. September und für das Sommersemester der 5. Februar sein. Die Nachfrist bleibt für das Wintersemester wie bisher der 30. November, im Sommersemester endet die Nachfrist am 30. April.

Die Universitäten erhoffen sich durch die Neuregelung eine bessere Planungssicherheit, für uns war aber vor allem wichtig, dass für Studierende durch die Vorverlegung der Frist keine Nachteile oder Behinderungen entstehen, was durch einen umfangreichen Ausnahmekatalog erreicht wurde. Der Einstieg ins Masterstudium ist auch weiterhin in der Nachfrist möglich, wobei darüber hinausgehende Regelungen zur Vereinfachung des Umstiegs jetzt auch in der jeweiligen Satzung getroffen werden können. Eine Verbesserung gibt es auch für Doktoratsstudierende: sie können künftig tagesaktuell zum Studium zugelassen zu werden.

Warum diese neue Regelung?
Die im letzten Wintersemester eingeführte Voranmeldung war der Flop des Jahres und wurde von der ÖH bereits im Vorfeld stark kritisiert. Für uns stand außer Frage, dass die Voranmeldung fallen muss und eine neue Regelung nur unter Miteinbeziehung von Studierenden möglich sein kann.

Was gibt es zu kritisieren?
Wir haben uns natürlich dafür eingesetzt die allgemeine Zulassungsfrist später anzusetzen, um Härtefälle zu vermeiden. Bei gemeinsamen Verhandlungen ist es jedoch klar, dass niemand sich zu 100 Prozent durchsetzen kann. Mit einem umfangreichen Ausnahmekatalog haben wir jedoch erreicht, dass hier mögliche Hürden so weit wie möglich reduziert werden. Dass die minimale gesetzliche Inskriptionszeit im Sommersemester nur 8 Wochen umfassen wird, ist jeden falls auch ein Punkt der zu kritisieren ist.

 

Was beinhaltet der Ausnahmekatalog?
Bei den Verhandlungen war für uns natürlich das wichtigste Anliegen, dass für die Studierenden keine Nachteile oder Behinderungen entstehen. Der Ausnahmenkatalog ist daher sehr umfangreich und umfasst Gründe wie z.B. das Nichtbestehen einer Aufnahmeprüfung eines anderen Studiums, bei Zivildienern, Präsenzdienern und bei Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres, sofern zum 31. August bzw. 1. Februar der Dienst geleistet wurde bzw. eine Einberufung bestand und der Dienst später nicht angetreten oder vor Ende der Nachfrist abgebrochen oder unterbrochen wurde, Verhinderung wegen Berufstätigkeit oder eine Nach-Matura. Außerdem können auch alle Personen, die glaubhaft machen, dass sie durch ein unvorhergesehenes oder unabwendbares Ereignis verhindert waren, die allgemeine Frist einzuhalten die Nachfrist in Anspruch nehmen.

 

Weitere Informationen unter www.studienbeginn.at

Die drei Schritte zur Zulassung:
1. Informationen zu den Studienmöglichkeiten einholen
2. Erstanmeldung Online
3. Persönliche Zulassung im Referat Studienzulassung bis 5. September

 

Beachte: Für Unis mit Eignungsprüfungen (etwa Medizin- und Kunstuniversitäten) gelten eigene Fristen; gesonderte Fristen für die Anmeldung zum Aufnahmeverfahren haben die Studien der Psychologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Sportwissenschaften. Zudem muss der Studienbeitrag (ÖH-Beitrag) innerhalb der vorgeschriebenen Zulassungsfrist (bis 5. September) eingezahlt werden, sonst verliert man die Zulassung zum Studium!

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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