BÜCHERBÖRSE

Badelt fordert Ausbau und Regelung

WU-REKTOR CHRISTOPH BADELT SABINE HAUSWIRTH
WU-REKTOR CHRISTOPH BADELT

UNIMAG sprach mit dem Rektor der WU, Christoph Badelt über Kapazitätsprobleme an der WU und fragte nach seinen Lösungsansätzen.

Herr Rektor, Sie stellten einerseits einen Antrag auf Studienplatzbeschränkung, andererseits fordern Sie 330 zusätzliche Masterstudienplätze. Wie bewerten Sie Ihre Aussicht auf Erfolg?

Die Anträge nach § 124b konnten nur auf der Basis der gegenwärtig gültigen Leistungsvereinbarungen formuliert werden. Gleichzeitig aber habe ich durch den Entwurf für eine neue Leistungsvereinbarung einen Vorschlag unterbreitet, wie es nach meiner Meinung weitergehen sollte: Ein massiver Ausbau der Masterplätze; gleichzeitig aber die Regelung (und damit eine deutliche Reduktion der Beschränkung) des Zugangs. Auf diese Weise wüssten Studierende gleich zu Semesterbeginn, in welchem Masterprogramm er oder sie studieren kann. Ich hoffe, dass dieser Vorschlag Gehör bei den politisch Verantwortlichen findet – denn es käme zu einer deutlichen Erweiterung der Kapazitäten.

Laut der Regierung soll die Zahl der zuzulassenden Studierenden an den bisherigen nominellen Anfängerzahlen festgemacht werden. Wie werden Sie verfahren?

In diesem Fall würde sich die finanzielle Forderung der WU dramatisch erhöhen, wir sprechen da von einer Budgetsteigerung in der Größenordnung von 60 %. Und wenn wir das nicht bekommen – wie in den vergangenen Jahren – dann müssten wir wieder den Rechtsweg beschreiten.

Sie formulierten den Vorschlag, eine Prüfung am besten zu Beginn des Semester (spätestens im Halbsemester) abzuhalten, die darüber entscheidet, ob man weiterkommt oder nicht, so dass genügend Zeit bleibt, um sich für ein anderes Studium zu inskribieren. Welche Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden, damit Ihr Vorschlag durchgeht?

Die äußeren Rahmenbedingungen müssten sich nicht wesentlich ändern. Wir könnten wahrscheinlich Vorbereitungskurse für diese Prüfung machen. Die wirklich wichtige Änderung wäre nur, dass von vornherein klar ist, wie viele Personen die WU aufnehmen kann. Dadurch wäre es nicht mehr nötig, die Zahl der erlaubten Prüfungsantritte so klein zu halten, wie das jetzt in der Studieneingangsphase der Fall ist. Jemand, der es bei einem Termin nicht geschafft hat, könnte es also bei späteren Terminen wieder versuchen.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
Mehr in dieser Kategorie: « Die neue deutsche Welle Das WU-Dilemma »
 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook