BÜCHERBÖRSE

ÖH-Wahl leicht gemacht

Wie wird die nächste ÖH-Vertretung aussehen? (c) David Klotz
Wie wird die nächste ÖH-Vertretung aussehen?
Von 14. bis 16.5. können österreichische Studierende ihre Vertreter bei der ÖH-Wahl wählen. UNIMAG erklärt euch alles rund um das Wahlsystem und zeigt, wie einfach es ist sein Kreuz zu setzen!

Die Österreichische HochschülerInnenschaft, kurz ÖH, ist jedem zumindest schon einmal untergekommen. Spätestens wenn von einem beim Inskribieren der ÖH-Beitrag verlangt wird. Von 14. bis einschließlich 16. Mai können Studierende in Österreich nun mitbestimmen, wer sie vertritt. Wichtig um für die Wahl zugelassen zu sein ist dafür natürlich die fristgerechte Einzahlung des ÖH-Beitrags.

Erhöhte Flyerdichte vor der Hauptuni

Was macht die ÖH eigentlich?

Die ÖH ist die gesetzlich verankerte Studienvertretung, welche die Interessen der Studierenden gegenüber dem Bildungsministerium, den politischen Parteien, den staatlichen Verbänden, sowie der Öffentlichkeit vertreten soll. Sie kümmert sie sich um alle allgemeinen und studienbezogenen Interessen ihrer Mitglieder. Dies wickelt sie über verschiedene Sonderreferate ab, wie das Referat für pädagogische Angelegenheiten, das Referat für internationale Angelegenheiten oder das Referat für feministische Politik. Ihren Sitz hat die ÖH in der Taubstummengasse in Wien, dort kann man sich in den Öffnungszeiten zu den verschiedenen Themen beraten lassen.

Wie wähle ich?

Mit bunten Hütten für Aufmerksamkeit sorgen

„Wirkt schwer. Ist leicht“, mit diesem Moto startet die ÖH in den Wahlkampf und will so die Studierenden zum Wählen motivieren. Viele Studierenden scheinen angesichts des undurchsichtig wirkenden ÖH-Wahlsystems und der großen Anzahl an Listen und Kandidaten überfordert zu sein, was sich in den letzten Jahren auch in der Wahlbeteiligung widergespiegelt hat. 2011 machten nur rund 28% von ihrem Stimmrecht gebrauch. Und so wird bei der diesjährigen Wahl wieder alles unternommen um die Studierenden für die Wahl zu begeistern.

Grundsätzlich wählt man Vertreter für zwei verschiedene Ebenen. Einerseits seine jeweilige Studienvertretung, bei der es sich um eine Personenwahl handelt, andererseits die Universitätsvertretung bei der man eine bestimmte Liste wählt. Die Studienvertretung dient als direkte Anlaufstelle für Studierende eines Studienganges. Bei der Studienvertretung kann man je nach Studiengröße 3 bis 5 Personen wählen, wobei man nicht alle Stimmen vergeben muss. Die gewählten Vertreter ernennen daraufhin Mandatare für die jeweilige Fakultätsvertretung.

Das nächste Kreuz setzt man für die Vertretung seiner Hochschule. Welche Listen an welcher Hochschule antreten, erfährt man in den nächsten Tagen über die Homepage der ÖH. Die Universitäten entsenden schließlich je nach Größe und Stimmenanteil jeder Fraktion Mandate an die ÖH-Bundesvertretung. Erreicht eine Liste zu wenig Stimmen kann die Fraktion Listenverbände initiieren, indem sie Listen die an verschiedenen Universitäten kandidiert haben zusammenschließt. Heuer werden voraussichtlich 94 Mandate zu vergeben sein. Zusammen mit den möglichen Listenverbänden könnte die Bundesvertretung somit erstmals auf über 100 Studierendenvertreter kommen.

Sonderfall FH und Pädag

An Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen gestaltet sich das Wahlsystem etwas anders. Beide wählen zu anderen Terminen, daher wird die ÖH-Bundesvertretung auch erst im Herbst endgültig feststehen. Studierende an einer FH wählen eine Jahrgangsvertretung und eine Studienvertretung, wobei es sich  um Personenwahlen handelt. Die Studienvertretung wählt dann die FH-Vertretung und entsendet alle zwei Jahre Mandatare in die Bundesvertretung. Ähnlich schaut es an den Pädagogischen Hochschulen aus, wo ebenfalls eine Studiengangsvertretung und eine pädagogische Hochschulvertretung gewählt wird.   

Wo man wählen kann erfährt man übrigens in Kürze über die eigens für die Wahl eingerichtete Internetseite der ÖH (http://wahl.oeh.ac.at). Am Wahltag selbst mit dem Studierendenausweis einfach wählen gehen und was aus seinem ÖH-Beitrag machen! 

Aktuelle Vertretung - Rückblick

In den letzten zwei Jahren stellte eine Koalition von FLÖ (Unabhängige Fachschaftslisten), GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen), VSStÖ (Verband sozialistischer Student_innen) und FEST (Fraktion Engagierter Studierender) die Exekutive. Mit 53 von insgesamt 92 Mandaten halten sie die Mehrheit in der Bundesvertretung. Zuletzt bildeten Martin Schott (Vorsitzender - FLÖ), Angelika Gruber (Stellvertretende Vorsitzende - VSStÖ), Janine Wulz (2. Stellvertretende Vorsitzende - GRAS) und Christoph Huber (Generalsekretär - FEST) den Vorsitz der ÖH-Bundesvertretung. Ihre Amtszeit war zunächst geprägt von dem Kampf gegen die verbindliche Voranmeldung für alle Studienrichtungen und gegen die neueingeführte Studieneingangsphase, die STEOP. Mit der Abschaffung der Voranmeldung und der Einrichtung der STEOP Watch, wo Studierende über ihre Erfahrungen mit der Eingangsphase berichten können, und schließlich dem Erreichen eines dritten STEOP-Antritts, konnte man einige Erfolge verbuchen. Der Skandal rundum das Studibeisl Café Rosa erregte zuletzt Kritik an der Vorsitzenden Janine Wulz. Auch in puncto Wiedereinführung der Studiengebühren und den neuen Studienzugangsbeschränkungen gab es viele Diskussionen.

Sich informieren und wählen gehen!

 

Marie Salzmann

Marie Salzmann | Redakteurin

marie.salzmann (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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