TRAINEEPROGRAMME

Unternehmesübergreifende Berufe

  • geschrieben von Sebastian Woling
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Unternehmesübergreifende Berufe Foto: (c) AzmanL - istock.com

Innovationsmanager

Mit der Glaskugel in der Hand läuft ein Innovationsmanager nicht durchs Büro. Aber er muss Trends sichten und bestenfalls sogar antizipieren können. Was heute stark nachgefragt ist, kann morgen schließlich schon ein Ladenhüter sein. Innovationsmanager stoßen Neuerungen rechtzeitig an und verlängern das Geschäft ihres Arbeitgebers in die Zukunft. Wenn eine Innovation Marktreife erreicht und Profite abwirft, hat der Innovationsmanager sein Ziel erreicht.

Innovationsmanager …

  • erstellen Markt- und Wettbewerbsanalysen,
    werten Innovationen in Bezug auf Marktpotenzial und Patentierbarkeit aus,
    erstellen Vermarktungsstrategien,
    begleiten Innovationsprojekte bis zur Markteinführung.

Aufgaben & Anforderungen

Auf der einen Seite sind Innovationsmanager Generalisten. Sie müssen die allgemeinen Trends und Themen in der Gesellschaft erkennen und ökonomische Zusammenhänge verstehen. Auf der anderen Seite sind sie auch Spezialisten. Die Branche, in der sie tätig sind, erfordert Fachwissen – ob es sich dabei um die Lebensmittel- oder die Modebranche handelt. Vor allem müssen sie teamfähig und diskussionsfreudig sein.

Sie arbeiten mit dem Management, Marketing, Vertrieb, Entwicklung und Controlling zusammen und müssen die einzelnen Abteilungen überzeugen. Dass unterwegs viele Ideen auf der Strecke bleiben und immer wieder neu überdacht werden, liegt in der Natur der Sache.

Tipp: Spezialstudiengänge

  • Innovationsmanagement (Bachelor / Master) – FH Campus 02

Projektmanager

Projektmanager bekleiden eine Führungsposition. Sie sind dafür verantwortlich, dass ein (oft komplexes) Projekt zur allgemeinen Zufriedenheit durchgeführt wird. Das kann beispielsweise bedeuten, neue Sicherheitssysteme oder IoT-Prozesse im Unternehmen einzuführen. Dabei müssen sie stets mit dem vorgegebenen Zeitrahmen und Budget auskommen. Projektmanager gibt es in fast jeder Branche – von IT über Marketing bis zum Handel.

Projektmanager

  • sind für Planung, Vorbereitung, Durchführung und Überwachung eines Projekts zuständig,
  • stellen die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern sicher,
  • dokumentieren das Projekt lückenlos,
  • holen alle notwendigen Informationen für das Projekt ein.

Aufgaben & Anforderungen

Ausgewiesene Chaoten sollten lieber nicht Projektmanager werden. Gefragt sind Organisationstalente, die immer den Überblick behalten. Du musst das Vorgehen mit deinem Auftraggeber absprechen, Ressourcen prüfen, ein Team zusammenstellen, den Startschuss geben und alle Arbeitsschritte regelmäßig kontrollieren. Erst wenn das Projekt sauber bis zum Schluss durchgeführt wurde, ist Feierabend.

Viele Projektmanager sind Quereinsteiger – der Job ist auch Talentsache. Als Projektmanager scheust du die Verantwortung nicht, kannst Menschen führen und anleiten – und bringst vor allem Detailwissen mit. Nur ein ausgewiesener Experte hat die Autorität, die man als Projektmanager braucht.

Tipp: Viele Arbeitgeber schätzen eine Projektmanagement-Zertifizierung der International Project Management Association (IPMA).

Tipp: Spezialstudiengänge

  • Internationales Projektmanagement (Master) – Donau-Universität Krems
  • Projektmanagement und IT (Bachelor) – Fachhochschule des BFI Wien
  • European Project and Public Management (Master) – FH Joanneum
  • Project Management (MBA) – Wirtschaftsuniversität Wien

Enterprise Risk Spezialist

Unternehmen sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Handelszölle, Konjunkturschwankungen, terroristische Anschläge. Nicht alle Risiken kann ein Unternehmen ausschalten, aber einplanen, umgehen oder ihre Wirkung reduzieren. Genau das tun Enterprise Risk Spezialisten. Sie identifizieren Bedrohungen und entwickeln Prozesse, mit denen die Gefahr geschmälert wird. Oder sie gehen bewusst ein Risiko ein – aber nur, wenn die Risikobereitschaft ihres Arbeitgebers groß ist..

Ein Enterprise Risk Spezialist …

  • identifiziert mögliche Bedrohungen,
  • bewertet Risiken,
  • stellt Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sicher,
  • übernimmt das gesamte Risikomanagement,
  • gibt Handlungsempfehlungen an das Management,
  • überwacht und priorisiert Prozesse.

Aufgaben & Anforderungen

Ein Umweltengel musst du nicht sein. Aber schön wäre, du wärst einer. Für das Thema Nachhaltigkeit solltest du schon brennen. Das dürfte angesichts von Klimaerwärmung und Plastikvermüllung aber gar nicht so schwer fallen. Die Arbeit ausgehen wird dir jedenfalls nicht. Eine gewisse Frustrationstoleranz kannst du gebrauchen. Denn nicht jeder wird auf deine Anregungen wohlwollend reagieren. Als CSR-Spezialist bist du vor allem ein guter PR-Manager. Du musst Nachhaltigkeit im Unternehmen implementieren und alle Mitarbeiter auf der Reise mitnehmen. Und du musst die Aktivitäten gewinnbringend in die Öffentlichkeit tragen. Große Unternehmen stellen eigene CSR-Spezialisten ein. Viele lassen sich aber auch von externen Agenturen beraten..



CSR-Spezialist

CSR steht für Corporate Social Responsibility. Damit ist die soziale und ökologische Verantwortung eines Unternehmens gemeint. Die wird in Zeiten von politischem Aufruhr und Klimawandel zunehmend wichtiger. Das zeigt sich schon an den Nachhaltigkeitsberichten, die viele Unternehmen mittlerweile erstellen. Dies ist auch eine der Hauptaufgaben von CSR-Spezialisten. Sie stoßen Veränderungen innerhalb der Firma an, damit diese verantwortungsvoller handelt, und dokumentieren sie nach außen.

CSR-Spezialisten…

  • erstellen den CSR-Bericht,
  • planen und entwickeln CSR-Projekte,
  • etablieren CSR-Standards im Unternehmen,
  • dokumentieren, evaluieren und präsentieren ihre Ergebnisse,
  • arbeiten eng mit Marketing und Kommunikationsabteilung zusammen.

Aufgaben & Anforderungen

Ein Umweltengel musst du nicht sein. Aber schön wäre, du wärst einer. Für das Thema Nachhaltigkeit solltest du schon brennen. Das dürfte angesichts von Klimaerwärmung und Plastikvermüllung aber gar nicht so schwer fallen. Die Arbeit ausgehen wird dir jedenfalls nicht. Eine gewisse Frustrationstoleranz kannst du gebrauchen. Denn nicht jeder wird auf deine Anregungen wohlwollend reagieren. Als CSR-Spezialist bist du vor allem ein guter PR-Manager. Du musst Nachhaltigkeit im Unternehmen implementieren und alle Mitarbeiter auf der Reise mitnehmen. Und du musst die Aktivitäten gewinnbringend in die Öffentlichkeit tragen. Große Unternehmen stellen eigene CSR-Spezialisten ein. Viele lassen sich aber auch von externen Agenturen beraten..


Facility Manager

Aha, ein Hausmeister! Tatsächlich neigen manche Zeitgenossen dazu, den Beruf des Facility Managers abzuwerten. Dafür gibt es keinen Anlass. Im Gegenteil. Man führe sich nur mal ein Gebäude wie den Burj al Arab in Dubai vor Augen. Es ist nicht damit getan, ein paar Glühbirnen auszuwechseln. Das Facility Management kümmert sich um alles. Handwerker anheuern, Energiekosten herunterfahren, Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, Notfallpläne erstellen. Wichtig ist dabei, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.

Facility Manager…

  • erteilen Aufträge und wickeln Rechnungen mit Dienstleistern ab,
  • führen Verhandlungen mit Vermietern oder Mietern,
  • stellen die Energie- und Versorgungssicherheit sicher,
  • entwickeln Notfallpläne für Störungen und Ausfälle,
    optimieren die Kosten.

Aufgaben & Anforderungen

Die dicken Brocken sind es, die gemanagt werden wollen. Flughäfen, Krankenhäuser, Automobilwerke, Freizeitparks, Hotels. Als Facility Manager bist du ein Organisierer. Ohne dich läuft der Laden nicht. Dafür musst du den Überblick bewahren - und Prioritäten setzen. Welche Maßnahme hat gerade Vorrang: den Caterer wechseln oder die IT-Infrastruktur modernisieren? Es gibt so viele Räder, die ineinandergreifen. Hauptsache, du verlierst die Finanzen nicht aus dem Blick. So ein Gebäude kostet schließlich Geld: Heizung, Telefon, Beleuchtung, Miete, Internet, Reinigung, Sicherheit, Pförtner und und und. Als Facility Manager bringst du am besten beides mit: technisches und wirtschaftliches Verständnis.

Tipp: Spezialstudiengänge

  • Internationales Projektmanagement (Master) – Donau-Universität Krems
  • Projektmanagement und IT (Bachelor) – Fachhochschule des BFI Wien
  • European Project and Public Management (Master) – FH Joanneum
  • Project Management (MBA) – Wirtschaftsuniversität Wien

Qualitätsmanager

Qualitätsmanager findet man traditionell in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Hier tragen sie dazu bei, die Produktionsabläufe zu optimieren. Ein reiner Ausputzer, der kurzfristig auftauchende Probleme behebt, ist der Qualitätsmanager nicht. Er stößt ganz grundsätzliche Prozesse im Unternehmen an. Eine Kette, die fehlerfrei funktioniert, vom Lieferanten bis zum Kunden - davon träumt der Qualitätsmanager nachts. Für Qualitätsmanager gibt es nicht nur im Maschinenbau Verwendung, sie kommen beispielsweise auch in Handelsunternehmen, in der Pharmaindustrie oder in Universitäten zum Einsatz.

Qualitätsmanager…

  • erstellen Risikoanalysen,
  • führen Problem- und Schwachstellenanalysen durch,
  • definieren Maßnahmen zur Fehlerreduktion,
  • entwickeln Fertigungsprozesse fort,
  • stoßen Verbesserungsprozesse im Unternehmen an.

Aufgaben & Anforderungen

Die magischen vier Buchstaben lauten: FMEA. Sie stehen für „Failure Mode and Effects Analysis“. Eine solche Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse führen Qualitätsmanager bei der Produktentwicklung durch. Es handelt sich um ein Bündel analytischer Methoden, mit der man vorhersagen kann, wann welcher Fehler bei einem Produkt auftritt und wann ihn der Kunde bemerkt. Dann gibt es noch Verfahren wie APQP, PPAP und 8D. Was genau dahintersteckt, lernst du im Job. Dazulernen ist Teil des Anforderungsprofils. Dein Wissen und deine Ergebnisse musst du außerdem verständlich vermitteln können.

Tipp: Spezialstudiengänge

  • Qualitätsmanagement (Master) - Donau Universität Krems
  • Biotechnologisches Qualitätsmanagement (Master) - FH Campus Wien

 

 

 

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