Die ersten Arbeitstage in einem neuen Unternehmen bringen meist auch ein Wechselbad der Gefühle mit sich. Auf der einen Seite stehen hohe Motivation, Erwartungen und Freude – trotzdem lassen sich Unsicherheit, Nervosität und Stress gerade in den ersten Tagen kaum vermeiden.

Letztlich sind die ersten Tage in der neuen Firma auch ein Schritt ins Unbekannte, was bei ganz simplen Dingen anfängt: Wo gibt es Kaffee? Wen kannst du fragen, wie die Telefonanlage funktioniert? Wer macht was in der Abteilung? Wie gehen die Kollegen miteinander um? Wie ist das Verhältnis zu den Vorgesetzten? Und – schon etwas komplizierter: Gibt es heimliche Stars und Allianzen? Wer sind die Außenseiter? Welche fachlichen Aufgaben und Projekte kommen in der Praxis auf dich zu? In welchem Tempo bewältigst du den Einstieg?

In den ersten drei Monaten im Unternehmen kannst du mit einer Schonfrist rechnen – spätestens gegen Ende dieser Zeit solltest du Performance und Profil beweisen. Allerdings entscheiden über das Verhältnis zu deinen Kollegen oft schon die Eindrücke der ersten Tage. Unsere Tipps können dabei helfen, dass du die Anfangsphase mit guten Perspektiven überstehst.

1. Der erste Eindruck zählt

Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei einer neuen Begegnung die ersten zwei oder drei Sekunden darüber entscheiden, ob Menschen sich sympathisch sind. Einen positiven Eindruck hinterlässt du, wenn du interessiert und freundlich auf deine Kollegen zugehst, gleichzeitig aber deutlich machst, dass du dich vorerst in der Position des Lernenden befindest.

2. Ausgewogenheit zwischen Anpassung und Profilierung

In den folgenden Wochen wird es unter anderem darum gehen, dass du Möglichkeiten findest, dich als leistungsbereiter und leistungsstarker Mitarbeiter zu profilieren, ohne andere Teammitglieder zu brüskieren. Mit einem allzu forschen Auftritt wirst du dir kaum Freunde machen – in den allerersten Tagen bist du mit aufmerksamem Zuhören und Beobachten gut beraten.

3. Fragen stellen oder selbst nach Lösungen suchen?

Die erste Woche in der Firma dient der Orientierung sowie dem Kennenlernen von Prozessen und organisatorischen Strukturen. Für deine Fragen wirst du fast immer einen Ansprechpartner finden. Relevante Fragen formulierst du allerdings vor allem dann, wenn du grundlegende Informationen anhand von Dokumenten oder im Intranet auch eigenständig recherchierst. Hierdurch signalisierst du außerdem Engagement und Interesse.

4. Leistungsbereitschaft zeigen

Leerlaufphasen sind in den ersten Tagen im neuen Job normal – aktives Nichtstun würde trotzdem als ein Minuspunkt gewertet. Beispielsweise kannst du solche Phasen nutzen, um dich in Projekte einzulesen oder fragen, inwiefern du Kollegen unterstützen kannst.

5. Kontakte knüpfen, Beziehungen entwickeln

Ohne ein tragfähiges Netzwerk kommst du auf Dauer in der Firma nicht zurecht. Die Anfangsphase in der Firma dient unter anderem dem Beziehungsaufbau. Rituale können hier sehr hilfreich sein. Dazu gehört eine informative Vorstellung im ersten Meeting ebenso wie ein gemeinsames Mittagessen oder das informelle Gespräch während der Kaffeepause.

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