Endlich ist die Sonne da, die Vögel zwitschern, die Bäume blühen, Jesuitenwiese, Burggarten und Co. füllen sich mit Frischverliebten, spielenden Kindern und Möchtegern-Frisbee-Spitzensportlern, es kann wieder Eis geschleckt und die Bikinfigur trainiert werden und am Abend am Donaukanalstrand ein Hugo genossen werden. Ach wie ist das Leben schön!

Sommer, Sonne, Abschlussarbeit

Mit dem herannahenden Sommer kommt aber auch das Lieblingsmonat der Studierenden näher: Juni bedeutet eine endlose Anzahl an Prüfungen, Abgaben, Referaten und somit dunkler, sonnenloser Stunden in den Bibliotheken des Landes, einsame Nächte hinter Bücherbergen und unter Koffeeineinfluss. Die Stimmung? Nahe an Zusammenbruch oder Depression. Und am schlimmsten hat es diejenigen erwischt, die sich vorgenommen haben, ein Studium noch vor dem Sommer abzuschließen: Sie erwartet die größte Hürde des gesamten Studiums – (theatralische Orgelmusik erklingt – eine gruselige Stimme aus dem Off setzt ein)… die ABSCHLUSSARBEIT!

Sie ist deswegen so gefürchtet, weil sie absolut nicht mit der chronischen Aufschieberitis der meisten Studierenden harmoniert. Ohne fixe Deadlines und Abgabetermine will sich die Motivation einfach nicht finden lassen. Sie liegt vermutlich in der Sonne oder spielt Ball und der Schweinehund ist zu faul, um sie suchen zu gehen.

Dieses Mal wird alles anders

Wir haben ein paar einfache Tipps für dich, die du sicher nicht auf der Uni hören wirst, wie du das Schreckgespenst Abschlussarbeit besiegst und somit endlich in deinen wohlverdienten Sommer starten kannst!

  1. Mach dir Kontrollorgane: Teile deine Pläne und Fristen mit so vielen Leuten wie möglich, erzähl Freunden, Studienkollegen und Eltern davon, dass du am 31. Juli deinen Titel haben willst oder noch besser: poste es auf Facebook! Je mehr Menschen dich auf deine Ziele ansprechen und in Verlegenheit bringen, wenn du sie nicht einhältst, umso besser!
  2. Ad 1: Hardcore-Deadline-Tipp: Buch´ einen Flug, ein Zugticket oder ein Hotel für den wohlverdienten Urlaub nach der Abgabe deiner Arbeit! Ohne Abgabe kein Urlaub!
  3. Planung ist alles: Ohne Plan in die Bibliothek zu gehen, sich einen Tag hinter finsteren Mauern zu quälen, nur um am Abend festzustellen, dass du keinen Schritt vorangekommen ist, ist vollkommen sinnlos. Besser fixe Zeiten einplanen, Pausen machen, sich auch mal einen freien Abend gönnen, wenn ein Kapitel erledigt ist und ganz wichtig: sich immer belohnen, wenn man den eigenen Plan einhält!
  4. Aller Anfang…: Wenn der Cursor stundenlang auf der leeren weißen Seite blinkt, weil nebenbei noch Facebook läuft, der Radio singt und die Wolken vorm Fenster wie Dinosauerier aussehen, ist es Zeit, in eine reizarme Umgebung aufzubrechen wo dich nichts mehr davon abhält, den ersten Satz zu tippen, Und den zweiten, und dritten und…
  5. Reihenfolge wird überbewertet: Eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Märchen, das mit „Es war einmal“ beginnt und mit „Und wenn sie nicht gestorben sind“ endet. Beginn mit dem Kapitel, das dir am leichtesten fällt und am Schluss fügst du alles wie ein Puzzle zusammen, ergänzt eventuell noch Übergänge und achtest auf die logische Ordnung. Aber mit dem Vorwort zu beginnen, macht sicher keinen Sinn.
  6. Schreibstil ist mein Stil: Verstell dich nicht! Nur Phrasen zu dreschen, damit es wissenschaftlich klingt, macht die Arbeit noch nicht wissenschaftlich. Bleib authentisch und achte auf die Wissenschaftlichkeit des Inhalts, auf korrekte Zitation usw.
  7. Das Ende naht: Wenn du fertig bist, dann gib ab! Ignoriere die zweifelnden Stimmen in deinem Kopf, denn genug ist genug. Nachdem zwei Korrektoren (einer, der sich etwas mit dem Thema auskennt und einer, der der deutschen Sprache mindestens so mächtig ist wie du) dein Werk gelesen haben, lässt du es binden und schickst es weg. Schluss! Aus! Fertig!

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