Der erste Eindruck zählt und lässt sich hinterher – wenn überhaupt – nur noch schwer korrigieren. Dies gilt auch für den ersten Tag im neuen Job. Mit dem richtigen Auftritt lassen sich für das Verhältnis zu Vorgesetzen und Kollegen erste Weichen stellen. Wir geben Tipps, was für den reibungslosen Start in der neuen Firma wichtig ist.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast Stellensuche, Bewerbung und Vorstellungsgespräche absolviert und den Arbeitsvertrag für deinen Traumjob in der Tasche. Möglicherweise packt dich jetzt das Lampenfieber. Schließlich geht es am ersten Tag im neuen Job um einen rundum guten Start und einen positiven Eindruck, der sich auch in den kommenden Wochen und Monaten als tragfähig erweist. Wichtig ist, dass du dabei authentisch bleibst, aber gleichzeitig signalisierst, dass du in die Firma und zu deinen künftigen Kollegen passt.

Pünktlichkeit und gute Vorbereitung zählen

Pünktlichkeit am ersten Tag ist mindestens dann eine wichtige Frage, wenn vorab ein exakter Termin vereinbart wurde – wer hier zu spät kommt, ist womöglich zunächst durchgefallen. Empfehlenswert ist ein Zeitpuffer von mindestens einer halben Stunde, so dass du gegen Staus oder den Ausfall öffentlicher Verkehrsmittel gut gewappnet bist. Falls „Murphys Gesetz“ sich ausgerechnet an diesem Tag bemerkbar macht und du deinen Starttermin nicht halten kannst, solltest du dich telefonisch in der Firma melden. Wenn keine Zeit besprochen wurde, ist gutes Mittelmaß der beste Weg – wer am ersten Arbeitstag allzu früh an seinem Arbeitsplatz erscheint oder gar der erste in der Firma ist, setzt damit ungewollt seine Kollegen unter Druck.

Sehr wahrscheinlich verfügst du bereits über viele Informationen über deinen neuen Arbeitgeber – ein Update vor dem Start kann jedoch hilfreich sein – aktuelles Wissen zeugt von Kompetenz und Interesse. Falls du dich unsicher fühlst, ist auch eine mentale Vorbereitung wichtig: Was kannst du? Welche Fähigkeiten bringst du in das Unternehmen ein? Warum bist du die absolut richtige Person für deinen neuen Job?

Kleider machen Leute – der Dresscode für den ersten Tag im Job

Die passende Kleidung für den ersten Tag im Job richtet sich nach dem allgemeinen Dresscode in der Firma. Falls in der Branche oder im Unternehmen formale Kleidung üblich ist, sind für Frauen Hosenanzug oder Kostüm, für Männer Anzug und Krawatte Pflicht. Wenn es keinen offiziellen Dresscode gibt, hast du vielleicht schon während der Bewerbungsgespräche einen Eindruck davon gewonnen, wie sich die Mitarbeiter kleiden. Anderenfalls kannst du vor dem Starttermin auch aktiv nach dem Dresscode fragen.

Für den Start gilt: Dein Outfit für den ersten Tag im neuen Job sollte besser etwas formaler als zu lässig sein. Dies gilt auch für Firmen, in denen im Alltag ein eher unkonventioneller Dresscode gilt. Mit einem leger interpretierten Business-Outfit bist du hier auf der sicheren Seite.

Vorstellungsrituale – formale Hilfestellung für den Einstieg

In vielen Unternehmen haben sich Vorstellungsrituale für neue Mitarbeiter etabliert. Meist führen der direkte Vorgesetzte oder ein erfahrener Kollege die „Neuen“ in die Abteilung ein, geben bereits ersten Input für wichtige Prozesse und stellen sie natürlich auch den Kollegen vor. Überzeugend wirkst du, wenn du freundlich, selbstbewusst, aber auch zurückhaltend und bescheiden auftrittst. Ein forscher Kommunikationsstil kommt in der Regel weder bei den Kollegen noch bei den Vorgesetzten an. Die formale Vorstellung dient dem ersten Kennenlernen und lässt allenfalls Raum für etwas Smalltalk, für tiefergehende Fragen ist später noch genügend Zeit. Oft werden hier auch Termine für ein ausführliches Einarbeitungsgespräch vereinbart. Falls für dein Onboarding noch nichts vorbereitet wurde und kein Ansprechpartner zur Verfügung steht, kannst du aktiv fragen, an wen du dich während des ersten Tages wenden kannst. Eventuell bietet sich an, zunächst bei einem Kollegen „mitzulaufen“.

Mindestens am ersten Tag musst du mit Leerlaufzeiten rechnen: Möglicherweise ist dein Arbeitsplatz noch nicht fertig eingerichtet oder es fehlen Berechtigungen für wichtige Systeme. Solche Phasen lassen sich produktiv überbrücken, indem du dich in Unterlagen einliest, die für deine Arbeit wichtig sind. Alternativ bieten sich vielleicht auch bereits Gelegenheiten für erste Fachgespräche.

Positive Kommunikation – die beste Voraussetzung für einen guten Start

An deinem ersten Tag im neuen Job präsentierst du dich deinen Vorgesetzen und Kollegen zum ersten Mal im Alltag. Positive Kommunikation schafft hier die besten Voraussetzungen für einen guten Start. Den Rhythmus des Kennenlernens sollten jetzt und in den nächsten Tagen jedoch die „alteingesessenen Mitarbeiter“ bestimmen dürfen.

Ein Einstand ist in den meisten Unternehmen üblich. Er bietet eine hervorragende Gelegenheit für das Knüpfen von Kontakten und erste persönliche Gespräche – der optimale Termin dafür ist allerdings nicht der erste Tag, sondern das Ende der ersten Arbeitswoche. Vorab solltest du fragen, ob der Einstand innerhalb der Arbeitszeit gegeben werden darf und ob dabei auch ein Glas Prosecco oder Ähnliches erlaubt ist.

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