Steht die Prüfung an, musst du dich natürlich vorbereiten. Selbstverständlich lernt jeder anders. Einige sitzen zehn Stunden am Stück in der Bibliothek, wieder andere lernen am besten am Abend in vertrauter Umgebung. Finde für dich selbst heraus, welche Strategie am besten funktioniert. Mit unseren Lerntipps liegst du auf auf jeden Fall richtig!

Vorbereitung

Schaffe einen ruhigen und störungsfreien Arbeitsplatz. Auf dem Schreibtisch liegt nur das, was du wirklich brauchst. Achte auch auf genügend Licht!

Sichte die Lernunterlagen

Nimm dir Zeit und verschaffe dir einen Überblick über den Lernstoff und deine Unterlagen. Sammle alle relevanten Inhalte, Notizen, Skripte, Übungsaufgaben und Präsentationsfolien der Vorlesung. Grenze den Lernstoff ein und erstelle dir Themenlisten.

Teile Lernstoff ein und erstelle einen Lernplan

Nach Sichtung der Unterlagen stellst du fest: „Das schaffe ich niemals!“. Doch keine Panik: Teile den Zettelberg in bewältigbare Portionen. Gehe strukturiert ran und behalte mit Hilfe eines Lernplans den Überblick. Mit diesem Plan schaffst du dir nicht nur Freiräume, sondern du hast den Lernstoff auch unter Kontrolle.

Versuche, diese Fragen für dich zu beantworten:

Wie viele Stunden kann ich täglich lernen?
Wie lange brauche ich, um die Unterlagen durchzulernen?
Wie viel Zeit ist notwendig, um den Lernstoff in der Schlusswiederholung parat zu haben?

Baue Erfolgskontrollen ein

Lesen ist nicht gleich lernen. Erst, wenn man mit aufschreiben beginnt, bleibt das Gelesene hängen. Indem das Gelernte zum Beispiel auf Karteikarten notiert wird, schafft man sich zusätzlich die Option, den Lernerfolg zu prüfen. Sehr bald wirst du sehen, wo noch Lücken sind und was du schon alles kannst.

Inhalte zusammenfassen

Sobald deine Lernunterlagen gesichtet und geordnet sind, beschäftigst du dich aktiv mit dem Lernstoff. Fange sofort an, wichtige Infos zu strukturieren und in Verbindung zu bringen. Relevantes wird unterstrichen, Mindmaps, Notizen und Diagramme ergänzt.

Finde deinen Leistungstypen

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Typen: Eulen, Lerchen und den Normaltyp. Eulen sind Nachtmenschen, die frühmorgens nicht ansprechbar, dafür am Abend zu Hochleistungen fähig sind. Lerchen sind das Gegenteil: Sie sind Frühaufsteher, haben bis Mittag ihre kreative Hochphase, dafür am Abend einen Konzentrationsmangel. Der Normaltyp liegt irgendwo dazwischen und wechselt sich zwischen den beiden Leistungstypen ab. Was man aber sagen kann: Stundenlanges Durchackern bringt nichts. Gönne dir auf jeden Fall entspannte Pausen!

„Gelernt wird dort, wo du dich wohlfühlst“

Such dir einen geeigneten Lernort. Du musst für dich selbst entscheiden, wo du am besten lernst. Egal ob zu hause, in einer Lerngruppe oder in der Bibliothek: Wichtig ist, dass du deine Unterlagen ausbreiten, du ungestört die Inhalte durchgehen kannst und das Umfeld passt.

Plane ausreichend Zeitpuffer ein

…falls du das Tagespensum einmal nicht schaffen solltest. Es ist auch wichtig, Zeit für regelmäßige soziale Aktivitäten einzuplanen. Damit hast du im Alltag weiterhin etwas Abwechslung und kannst dich für das Gelernte belohnen. Plane Pausen ein. Grundsätzlich gilt: Nach 30 Minuten lernen: 5 Minuten Pause, nach 2 Stunden lernen: 15-20 Minuten Pause.

Aktives & strukturiertes Lernen

Wer aktiv und mit schlauen Lerntechniken an den Stoff herangeht, schafft gute Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Hier eignet sich die PQ4R-Methode (Preview – Question – Read – Reflect – Recite – Review).
Preview – Vorschau: Überblick verschaffen über ein bestimmtes Kapitel zur Orientierung (Überschriften und Untertitel).
Questions – Fragen: Welche Fragen sollst du durch das Lesen des Textes beantworten können?
Read – Lesen: Verstehendes aktives Lesen
Reflect – Nachdenken: Wie lässt sich das Gelesene in Zusammenhänge bringen und in das bisherige Wissen einbinden?
Recite – Wiedergeben: Das Gelesene soll frei und in eigenen Worten reproduziert werden. Bei Lücken soll der Text nachgelesen, ergänzt und nochmals frei reproduziert werden.
Review – Rückblick: Das Kapitel oder Teilkapitel in Gedanken nochmals durchgehen, sich Fragen dazu stellen und diese beantworten, wesentliche Punkte hervorheben.

Merkhilfen & Wiederholung

Du liest die Unterlagen durch und denkst dir nur „WHAT? Verstehe ich nicht. Dafuq.“ Sind Inhalte zu abstrakt, wird es schwierig, sich diese zu merken. Bau dir Eselsbrücken und versuche, Verbindungen zum Alltag herzustellen. Bei Vokabeln, Fachbegriffen oder Formeln hilft nur ständiges wiederholen und auswendig lernen. Nütze Karteikarten, die du bequem auch in den Öffis studieren kannst, klebe deine Wohnung mit Zetteln voll, auf denen du Schlagworte schreibst, die du beim Vorbeigehen sofort richtig zuordnen und wiedergeben kannst.

Weg mit Störfaktoren

Handy, Radio, TV sind alles andere als förderlich und sollten ausgeschaltet werden. Brauchst du deinen Computer für das Lernen, dann nutze ausnahmslos die erforderlichen Seiten, schnurrende Katzen auf YouTube und Fotos deiner Freunde auf Instagram gehören nicht dazu!

Lerne in Gruppen

Geteiltes Leid ist halbes Leid, deswegen: Lerngruppen sind besonders effektiv, denn hier wird über das Gelernte gesprochen, unklare Sachverhalte geklärt und Zusammenhänge gemeinsam erarbeitet. Die Lerngruppe sollte maximal 3 bis 5 Personen umfassen. Das erleichtert nicht nur die Organisation, sondern auch den regelmäßigen Austausch. Achte auch darauf, dass die Gruppenmitglieder dasselbe Ziel verfolgen, einen ähnlichen Lernrhythmus haben und auf einem vergleichbaren Wissensstand stehen.

Richtige Ernährung beim Lernmarathon

Während der Prüfungsvorbereitung sind gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung wichtig, um Körper und Hirn zur Höchstleistung zu verhelfen.

Viel Trinken. Am besten eignen sich Wasser, leicht gesüßter Tee und Fruchtsäfte. Bekanntlich führt  Flüssigkeitsmangel zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen.

Leistungsbringer Frühstück. Das richtige Frühstück steigert den Glukosespiegel im Blut, der das Erinnerungsvermögen beeinflusst. Besonders geeignet sind Vollkornprodukte oder Haferflocken, die den Körper mit Kohlenhydraten versorgen. Starte deinen Tag mit einem Teller mit Müsli aus Getreideflocken, gehackten Nüssen und Früchten der Saison, übergossen mit Naturjoghurt.

Richtige Snacks. Die optimale Zwischenmahlzeit für einen Energiekick sind Nüsse und andere eiweißhaltige Produkte, wie beispielsweise Buttermilch. Frisches Obst steigert deine Leistungsfähigkeit ebenso. So enthalten Bananen Magnesium, das die Nerven stärkt. Zusätzlich enthalten sie Stoffe, die die Produktion von Glückshormonen anregen.

Bewegung. Sport macht den Kopf frei und baut Stress ab. Es muss kein Leistungssport sein, aber ein Spaziergang, leichtes Joggen, Schwimmen oder eine Fahrradtour stärken nicht nur dein Immunsystem, sondern machen dich fit.

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