Für viele ist die Studienzeit die schönste Zeit ihres Lebens. Doch so ein Studentenleben kann auch ganz schön teuer sein. Semesterbeiträge, Fachbücher, Miete und vieles mehr müssen irgendwie bezahlt werden. Hier unsere Tipps zur Studienfinanzierung:

Das eigene Studium zu finanzieren ist manchmal gar nicht so einfach. Verschiedenste Kostenpunkte wie Miete, Fahrtkosten, Lebensmittel, Fachbücher und Lehrmaterial, Semesterbeiträge oder Studiengebühren und sonstige Lebenserhaltungskosten (wie Kleidung, Handy, Freizeit) müssen berücksichtigt werden. Je nach Studienort, Studienfach und eigenem Lebensstandard können die Ausgaben variieren. Doch wie sollen Studierende das alles bezahlen? Wir geben euch einen Überblick über die zentralen Geldquellen.

Erster Ansprechpartner: Die Familie

Laut der Studierenden-Sozialerhebung 2015 erhalten österreichische Studierende monatlich im Schnitt 253 Euro von ihrer Familie – sei es durch gelegentliches Taschengeld von Verwandten, die Überlassung der Familienbeihilfe (unbedingt die Voraussetzungen beachten, auch in Bezug auf die Zuverdienstgrenze) oder gar die Komplettfinanzierung des Studiums durch die Eltern. Unterstützung von zu Hause ist aber nicht selbstverständlich. Nicht alle Familien können ihren Kindern finanziell so unter die Arme greifen, wie sie es gerne würden. Aus diesem Grund gibt es noch weitere Anlaufstellen, um die eigenen Geldmittel etwas aufzustocken.

Do It Yourself: Studentischer Nebenjob

Der studentische Nebenjob stellt für Studierende in Österreich die Haupteinnahmequelle dar und macht durchschnittlich rund 42 Prozent des monatlichen Einkommens aus. Neben der finanziellen Absicherung bietet ein Job neben dem Studium außerdem die Möglichkeit, bereits erste Praxiserfahrung zu sammeln und Kontakte in der Branche zu knüpfen, in der man später beruflich Fuß fassen möchte. Das macht auch bei zukünftigen Arbeitgebern einen guten Eindruck.

Staatliche Studienförderung

In Österreich werden zahlreiche staatliche Beihilfen und Förderungen angeboten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Studienbeihilfe und andere Zuschüsse der Studienbeihilfe (darunter fallen unter anderem Fahrtkostenzuschüsse, Versicherungskostenbeiträge, Kinderbetreuungskostenzuschüsse, Stu-dienzuschüsse), das SelbsterhalterInnen-Stipendium und das Studienabschluss-Stipendium. Ob man als Studierender Anspruch auf staatliche Unterstützung hat, ist an einige Voraussetzungsketten geknüpft. Auch Zuverdienstgrenzen gilt es zu beachten. Eine umfangreiche Auflistung der Studienförderungen und alle Details zu den einzelnen Angeboten findet ihr unter www.stipendium.at!

Stipendien von Unis, FHs, Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen

Nicht nur der Staat kann Studierenden finanziell unter die Arme greifen, auch zahlreiche Institutionen wie Universitäten, Fachhochschulen, Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen bieten Unterstützung an. Die zentrale Anlaufstelle ist hier www.grants.at. In dieser Datenbank findet ihr eine umfangreiche Auswahl an aktuellen Stipendien und Forschungsförderungen. Die Bedingungen für die Vergabe variieren je nach Stipendium.

Sozialfonds der HochschülerInnenschaft

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist die gesetzliche Interessensvertretung aller Studierenden in Österreich und hat einen Sozialfonds eingerichtet, der es Mitgliedern der ÖH ermöglicht, alle zwölf Monate eine einmalige finanzielle Unterstützung zu erhalten. Dieses Angebot ist insbesondere an Studierende gerichtet, die unerwartet mit einer finanziellen Notlage konfrontiert werden, die unverschuldet entstanden ist (u.a. erhöhte Wohnkosten, Ausgaben für die Versorgung und Betreuung der eigenen Kinder, Ausgaben für medizinische Behandlungen).

Letzter Ausweg: Studienkredit

Ein Studienkredit ist für all jene Studierenden interessant, die nicht alleine für die monatlichen Kosten aufkommen können und zu geringen oder gar keinen Anspruch auf Förderungen und Stipendien haben. Im Vergleich zu herkömmlichen Krediten bietet ein Studienkredit bessere Konditionen: Neben dem niedrigeren Zinssatz unterscheidet er sich auch in der Auszahlung. Anstatt einer einmaligen Zahlung wird eine monatliche Rate festgelegt, deren Höhe meist während der Laufzeit angepasst werden kann. Wer in den Semesterferien arbeitet, kann die Auszahlung für diesen Zeitraum auch ganz aussetzen. Wichtig ist, sich genügend Zeit für die Recherche zu nehmen und vorab durchzurechnen, welche Kreditsumme tatsächlich benötigt wird.

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