BÜCHERBÖRSE

Schätze der Stadtbüchereien Wien: Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris

Schätze der Stadtbüchereien Wien: Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris (c) Sharon & Nikki McCutcheon/flickr.com

Wenn das Budget knapp ist, aber die Lust auf das Lesen groß, ist das Internet Lösung und Problem zugleich. Es gibt tausende, Millionen von Erzählungen, Krimis und Romanen im Internet, kostenlos und immer verfügbar. Doch welche Geschichte ist lesenswert und welcher der vielen Autoren und Autorinnen hat das Potenzial zum neuen Liebling zu werden?

Nach einer langen Pause wühle ich mich nun wieder durch die Mengen an kostenlosen Büchern, um für euch die lohnenswertesten der vielen Schätze zu entdecken.

Diesmal habe ich einen besonderen Schatz für alle diejenigen von euch, die schon im Besitz eines Ausweises der Stadtbüchereien Wien sind, oder vorhaben einen zu beantragen. Vielleicht wusstet ihr es schon oder auch nicht, aber die Stadtbüchereien Wien verfügen über eine umfangreiche Online-Bibliothek, die jeder und jede kostenlos nutzen kann, der oder die über einen Ausweis verfügt.

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris – Franziska Franke

Ja, es lässt sich ein Muster erkennen, ganz klar. Nachdem ich erst über eine Detektivgeschichte in Sherlock Holmes Manier geschrieben habe und danach über einen Roman aus Paris, füge ich diesmal alles zusammen und stelle euch eine Geschichte von Sherlock Holmes in Paris vor. Die Autorin Franziska Franke ist zwar nicht Sir Arthur Conan Doyle und an die Original Geschichten kommt sie auch nicht ganz heran, aber trotzdem schafft sie es auf 213 Seiten eine spannende und verworrene Geschichte rund um den Meisterdetektiv zu spinnen.

Der englische Buchhändler David Tristam besucht Holmes, der unter falschem Namen in Frankreich lebt. Tristam hofft mit Holmes einen spannenden Fall zu bearbeiten, wird aber enttäuscht. Statt Verbrecher zu jagen erforscht Holmes lediglich die Geschichte seiner Familie. Als ihm ein ominöses Tagebuch, das angeblich einem Vorfahren gehören soll, zum Kauf angeboten wird, der Verkäufer aber nicht auftaucht, nimmt Holmes doch noch ein paar Nachforschungen auf. Er und Tristam reisen nach Paris und finden sich plötzlich in einem mysteriösen Mordfall wieder, der Holmes‘ detektivische Fähigkeiten gehörig auf die Probe stellt.

Warum man dieses Buch lesen sollte

Für Fans von Sherlock Holmes lohnt sich dieses Buch in jedem Fall. Es ist eine schöne Abwechslung den Briten par excellence mal in einer anderen kulturellen Umgebung zu sehen. Die Franzosen und Sherlock Holmes, so viel kann ich vorab verraten, werden wohl niemals beste Freunde. Der „Sidekick“ Tristam schafft es aber leider nicht in die großen Fußstapfen von Dr. Watson zu treten. Die Autorin hat es aber trotzdem geschafft eine sympathische Nebenfigur zu schaffen, die Holmes durch ihre unwissenden Fragen und Einwände oft auf die richtige Spur führt.

Auch den Lesern und Leserinnen, die noch keine Sherlock Holmes Fans sind, kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Es ist einfach irre spannend den Forschungen und Schlussfolgerungen des Genies Holmes zu folgen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und locker und somit ist diese Buch eine tolle Lektüre für die Semesterferien.

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris von Franziska Franke ist in der Online-Bibliothek der Stadtbüchereien Wien zu finden.

Lisa

Studiert Germanistik aus Überzeugung, bibliophil & HundemenschIn

 

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