BÜCHERBÖRSE

The Art of Pole

Körperspannung ist das A und O beim Poledancing Foto: Darksummer
Körperspannung ist das A und O beim Poledancing

Pole Dance -  der Sport der bereits Amerika, England und Australien begeistert hat nun auch Wien erreicht. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Tanz und Krafttraining. Der Sport vereint Eleganz, Akrobatik und Erotik miteinander.

Manch einer wird bei dem Wort Pole Dance wohl eher an ein Wiener Gürtellokal denken. Natürlich steckt ein Fünkchen Wahrheit in diesem Vorurteil, viele Striplokale setzten ebenfalls diese Art von Tanz ein. Doch bei Pole Dance als Sportart geht es keinesfalls darum, schnell die Hüllen fallen zu lassen. Denn Pole Dance ist ein schwieriger und ernst zu nehmender Sport. Knappe Bekleidung ist dabei jedoch von Vorteil, um besser Halt an der Stange zu finden. Beansprucht werden vor allem die Arm- Bauch- und Rückenmuskulatur. Es fördert das Balance- und Rhythmusgefühl, die Beweglichkeit, die Kondition und die Ausdauer.

Auf den ersten Blick hört sich das alles sehr fordernd für den Körper an. Doch man beginnt Pole Dance als Anfänger, es wird also kein Training vorausgesetzt. Kondition und Kraft sind natürlich gute Voraussetzungen aber man kann das auch während des Kurses trainieren. Und das Wichtigste, Pole Dance stärkt das Selbstvertrauen und Körpergefühl enorm.  

Kurse kann man bei Pole Dance Vienna belegen. Ein sechswöchiger Kurs kostet für Studenten 120€. Studios befinden sich im ersten und im neunten Bezirk.

 

UNIMAG sprach mit der Studentin Eleonora (20) aus Wien, die seit einem halben Jahr Pole Dance betreibt. 


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Wie bist du denn auf Pole Dance aufmerksam geworden?

Eleonora: Ich hab von Pole Dance im Internet gehört. Es hat mich gleich sehr interessiert, weil es  eine Kombination von Gymnastik, Krafttraining und Erotik ist.

In welchem Studio trainierst du denn?
Eleonora: Mein Studio ist Pole Dance Vienna, betrieben von Ines Beranek im 1. und 9. Bezirk in Wien. Das Studio ist echt super! Die Trainerinnen sind alle sehr jung aber erfahren und machen es nicht nur als reinen Job, sondern haben auch Spaß dabei.

Wie findest du den Unterricht bis jetzt?
Eleonora: Den Unterricht finde ich echt super! Besonders gut finde ich, dass es separate Level gibt und nicht alles auf einmal gelernt wird, weil dann kannst du dir auch eine Auszeit nehmen und verlierst nichts. Was ich noch super finde ist, dass wir je zwei an einer Stange sind - das heißt wir haben genügend Zeit und Möglichkeit alles ein paar Mal auszuprobieren ohne Stress. Und das ist sehr wichtig, weil manche Sachen einfach nicht beim ersten Mal klappen oder man traut sich nicht gleich. Es ist auch sehr gut, dass sie neben den Level- mehrere Zusatztrainings machen: Superstrech z.b. hilft beim Dehnen, und ist echt gut, wenn man vorher keine Gymnastik gemacht hat, oder die Workshops: Lapdance, Striptease, Chairdance. Da sieht man wie man manche Pole Dance Figuren auch außerhalb der Stange machen kann und dabei viel Spaß haben kann!

Was sagen denn deine Freunde und deine Familie dazu, dass du Pole Dance betreibst?
Eleonora: Also ich bin sehr froh, dass ich keine Probleme mit meinen Freunden und meiner  Familie hatte. Am Anfang waren ein paar skeptisch, wegen der ganzen Outfits und den Plätzen, an denen man so was noch sieht, aber nach einer Weile merken alle, dass es ein Sport ist, genauso wie Ballett oder Fußball, nur halt etwas anders. Am Anfang denken die meisten immer, das hat was mit Gogo Tänzerinnen zu tun, aber eigentlich ist es ein sehr schwerer und anstrengender Sport. Und wieso wir so leicht bekleidet sind, kommt daher, dass die meisten Figuren nicht zu machen sind, wenn man keinen direkten Hautkontakt mit der
Stange hat, weil man rutscht und keinen Grip hat. Natürlich ist der Sport auch
erotisch, aber das steht nicht an erster Stelle bei mir.

Wie anstrengend ist Pole Dance wirklich, wie gut trainiert muss man sein wenn man anfängt?
Eleonora: Ich kann gleich sagen das es ein EXTREM anstrengender Sport ist! Aber die Kraft kommt mit dem Üben, vielleicht hilft nebenbei ein  bisschen Krafttraining. Das wichtigste ist nebenbei zu dehnen, denn ohne genügend Dehnung kannst du es wirklich vergessen, dann geht oft gar nichts mehr und man kann sein Bein nicht mehr strecken. Vorkenntnisse sind eigentlich wirklich egal, weil kein anderer Sport ähnlich ist und man lernt alles von Anfang an - auch wie man sich erotisch bewegt oder tanzt.  Es kann wirklich JEDE Frau machen - egal ob 15 oder 50! Und bis jetzt waren wir in den Gruppen immer sehr gemischt vom Alter her, was ich super finde, weil da sieht man, dass es ein echter Sport ist und nicht nur ein erotischer Spaß, den sich Männer gern anschauen.   Wir machen das nicht wegen der Männer, sondern weil es Spaß macht und nebenbei haben die Männer halt auch Spaß daran...   

Pole Dance ist also auf jeden Fall eine Trendsportart, die anspruchsvoll ist, aber auch großen Spaß macht. Falls es mit dem Studium nicht so läuft, hat man durch Pole Dance sicher auch eine Ausbildung für einen etwas anderen Job. Kleiner Scherz am Rande, natürlich handelt es sich bei Pole Dance um einen ernstzunehmenden Sport und nicht um eine Disziplin aus dem Rotlichtmilieu. Und es gibt noch weitere Vorteile, dieser Sport hält auch noch rundum fit, auch die männlichen Verehrer werden im Handumdrehen Schlange stehen.

Pole-Dancing-Video:

http://www.youtube.com/watch?v=waIuhfoTMv8

 

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Christina Schügerl

Christina Schügerl | Redakteurin

christina.schuegerl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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