BÜCHERBÖRSE

Umfrage: Song Contest 2015 in Wiener Stadthalle mit Mirjam Weichselbraun

Umfrage: Song Contest 2015 in Wiener Stadthalle mit Mirjam Weichselbraun (c) Bildagentur Zolles, Arch Halle F: Dietrich|Untertrifaller

Laut einer Umfrage von Marketagent.com freuen sich 66,2 Prozent der Befragten, dass der Eurovision Song Contest 2015 in Österreich stattfinden wird. Demgegenüber stehen rund 17 Prozent, die damit eher weniger anfangen können. Die Wiener Stadthalle wird als Austragungsort ganz klar präferiert (37,0%). Die Wunschkandidaten für die Moderation sind Mirjam Weichselbraun (32,3%), Andi Knoll (22,2%) und Conchita Wurst (20,6%). Trotz Vorfreude gibt es aber auch Schattenseiten: Mehr als die Hälfte der knapp 500 Befragten ist der Überzeugung, dass die Kosten den Nutzen übersteigen werden.

Die Umwegrentabilität wird von der heimischen Bevölkerung deutlich in Frage gestellt. Nur jeder Fünfte kann sich vorstellen, dass der Nutzen für Österreich die kolportierten Kosten von mehr als 20 Millionen Euro überflügelt. Rund 28 Prozent der Respondenten rechnen mit einem volkswirtschaftlichen Nullsummenspiel durch die Austragung im kommenden Jahr.

Bei der bevorzugten Location zeigt sich ein eindeutiges Stimmungsbild: Rund 37 Prozent erachten die Wiener Stadthalle als den geeignetsten Austragungsort. Auf den weiteren Plätzen findet man dann ebenfalls die Bundeshauptstadt Wien mit der Messe Wien (7,3%), dem Austria Center Vienna (6,9%) und dem Happel-Stadion (5,8%). Das vielfach diskutierte Wörthersee-Stadion in Kärnten bringt es lediglich auf 5 Prozent der Stimmen.

Mirjam Weichselbraun -"douze points"

Die Moderatorin hat mit 32 Prozent Sympathie-Bekundung bei der Host-Hitparade ganz klar die Nase vorne. Weiters auf das Moderatoren-Podium schaffen es Andi Knoll (22,2%) und Conchita Wurst (20,6%). Die Schlusslichter im Gastgeber-Ranking bilden Robert Kratky (8,8%), Alice Tumler (7,5%), Doris Golpashin (5,4%) und Alf Poier (3,9%).

6 von 10 Österreichern haben die Übertragung des Finales 2014 aus Kopenhagen zumindest teilweise an den Bildschirmen mitverfolgt. Dass Conchita Wurst gewonnen hat, finden in der retrospektiven Betrachtung übrigens knapp 70 Prozent gut, wobei die heimische Fan-Community von Tom Neuwirth deutlich weiblich ist. So stehen dem Sieg von Conchita 78 Prozent der Frauen, jedoch „lediglich“ 60 Prozent der Männer positiv gegenüber. „Ein interessantes Detail bringt auch die Analyse der Altersstruktur zu Tage“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. „Mit zunehmender Lebenserfahrung scheint demnach die Toleranz anzuwachsen. Während 16 Prozent der 14-19-Jährigen den Erfolg von Frau Wurst gar nicht goutieren, sinkt diese Total-Ablehnung bei der 60Plus-Gruppe auf rund 6 Prozent.“ Dass die Quote der Total-Ablehner bei den Männern fast drei Mal so hoch wie bei den Frauen ist, deutet Schwabl als Indiz, dass Homophobie insbesondere bei jungen Männern ein Thema ist.

Studiensteckbrief

Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI)
Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com reSEARCH Plattform
Erhebungszeitraum: 14.05.2014 – 19.05.2014
Kernzielgruppe: web-aktive Personen zwischen 14 und 69 Jahren in Österreich
Sample-Größe: n = 465 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten
Umfang: 6 geschlossene Fragen

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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