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Interview: FAQ zu universitären Austauschprogrammen

Interview: FAQ zu universitären Austauschprogrammen (c) andresr/iStock

Du willst dem Uni-Alltag entfliehen und ein Auslandssemester absolvieren? Hilfreiche Tipps zu Auswahlkriterien und Möglichkeiten gab uns Johanna Pavlu, Leiterin des Teams Internationales der Universität Wien.

UNIMAG: Wie sieht eigentlich der Auswahlprozess aus?
Johanna Pavlu: Die Auswahl erfolgt je nach Mobilitätsprogramm entweder am jeweiligen Institut, oder durch eine Kommission mit FachvertreterInnen (konkrete Infos zum Auswahlprozess finden sich bei den verschiedenen Mobilitätsprogrammen unter international.univie.ac.at. Allgemein kann man sagen, dass die Auswahlkriterien ein Mix sind aus Motivationsschreiben, Studienerfolg, geforderte Sprachkenntnisse und den persönlichen Eindruck beim Interview; diese Kriterien sind je nach Programm unterschiedlich gewichtet.

Was ist ein No-Go beim Vorstellungsgespräch?
Mangelnde inhaltliche Vorbereitung über die geplante Gastuniversität bzw. das Gastland (bzw. mangelnde fachliche Argumentation).

Was bringt mir ein Auslands-Aufenthalt (fachlich und persönlich)?
Fachlich bringt ein Auslandaufenthalt jedenfalls eine Erweiterung des Horizonts für das unmittelbare Studienfach: Die Studierenden haben die Möglichkeit, neue Lehrinhalte und neue fachliche Schwerpunkte kennenzulernen. Die Sprachkompetenzen werden erweitert. Insbesondere für die persönliche Entwicklung sind Auslandsaufenthalte eine enorme Bereicherung (Stichwort Interkulturelle Kompetenz, Flexibilität).

Welche Voraussetzungen und Anforderungen sind zu beachten?
Die Voraussetzungen/Anforderungen (z.B. absolvierte Mindestanzahl an Semestern, abgeschlossene STEOP, geforderte Sprachkenntnisse) variieren je nach Programm.

Wie kann man sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten?
Wichtig ist, sich über die geplanten Partneruniversitäten und deren Lehr- bzw. Forschungsprofil zu informieren und so den Aufenthalt fachspezifisch zu begründen.

Werden zugelassene Studierende finanziell unterstützt?
Die Mobilitätsprogramme umfassen jeweils auch einen finanziellen Zuschuss, die Höhe richtet sich jeweils nach Programm und Zielland. Das Erasmus+-Programm wird aus Mitteln der EU bzw. zusätzlich aus nationalen Fördermitteln finanziert, das Non-EU Student Exchange Program bzw. das KWA-Programm werden ausschließlich von der Universität Wien finanziert.

Welche Länder sind möglich?
Im Erasmus+ Programm stehen den ordentlichen Studierenden der Universität Wien Plätze an Partneruniversitäten in den 28 Mitgliedsstaaten der EU, sowie in Norwegen, Island und der Türkei offen, bzw. können in diesen Ländern ein Praktikum absolvieren. In der Schweiz sind Studienaufenthalte zu Erasmus-analogen Bedingungen möglich. Im Rahmen des Non-EU Student Exchange Programs können ordentliche Studierende der Universität Wien einen Studienaufenthalt an Partneruniversitäten außerhalb der EU absolvieren (z.B. Chicago, Hongkong, Sydney). Das neue Förderprogramm Erasmus+ International Mobility bietet nun auch die Möglichkeit von Aufenthalten an Partneruniversitäten außerhalb von Europa. Das KWA Programm stellt MA- und PhD-Studierenden Fördermöglichkeiten für Rechercheaufenthalte für ihre Abschlussarbeiten weltweit zur Verfügung.

Was ist die bevorzugten Zielländer für einen Studienaufenthalt?
Im Erasmus+ Programm sind dies Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland sowie Großbritannien. Das International Office möchte auch insbesondere auf die Partneruniversitäten in osteuropäischen Ländern verweisen, wo es zumeist auch ein sehr gutes Englischsprachiges Lehrangebot gibt. In Hinblick auf das Non-EU Student Exchange Program sind bevorzugte Zielregionen Nordamerika, Australien und bestimmte Regionen in Asien.

Wie viele Studierende werden in diesem Studienjahr außerhalb der EU studieren?
Im Rahmen des Non-EU Student Exchange Programs studieren jährlich rund 170 Personen an einer Partneruniversität.

Hilfreiche Links: International Office der Uni Wien, Erasmus Outgoing, Erasmus Praktika, Non-EU Student Exchange, KWA - Kurzfristige wissenschaftliche Auslandsstipendien.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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