Auch wenn die Konjunktur schwächelt und die weltpolitischen Rahmenbedingungen schwierig sind: Der Bedarf an gut qualifizierten Nachwuchskräften bleibt hoch. Dafür sorgen die wirtschaftlichen und technischen Umwälzungen wie Digitalisierung und nachhaltige Transformation, die fast alle Branchen herausfordern. Wir stellen einige aktuell besonders spannende Branchen und gefragte Berufsbilder für Business-, Technik- und IT-Talente vor. Dabei ist unsere Auswahl alles – nur nicht vollständig. 😉

Karriere in der Industrie und im B2B-Vertrieb
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Einstieg für Business-Talente

Handel – mehr als Einkauf und Vertrieb

Eine besonders vielfältige Einstiegsbranche für Wirtschaftsabsolvent:innen ist und bleibt der Handel. Hier finden sich abwechslungsreiche Jobs in ganz unterschiedlichen Bereichen – direkt am „Point of Sale“ oder in den Zentralen. Spannende Aufgaben warten etwa in Vertrieb, Einkauf, E-Commerce, Finance und Controlling, Logistik, Category Management, (Online-)Marketing, Kommunikation oder Human Resources.

Logistik und Consulting für Allrounder
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Besonders auf eine Position im Vertrieb oder Einkauf bereiten Business-Talente sich häufig in einem Traineeprogramm vor. Im Vertrieb wartet auf sie anschließend die Leitung eines Bereichs, Marktes oder Verkaufshauses. Neben der Verantwortung für die Ladenfläche und den Umsatz gehört in ihrem Verkaufsteam dann auch die Mitarbeiterführung zu ihren Aufgaben. Als Regionaloder Vertriebsmanager:innen sind sie verantwortlich für mehrere Märkte oder Verkaufshäuser in einer Region. Sales Manager:innen steuern die Vertriebsaktivitäten in einem größeren Verkaufsgebiet und pflegen Beziehungen zur (potenziellen) Kundschaft und zu Lieferanten – das gilt im stationären Handel wie im E-Commerce.

Im Einkauf geht es nicht nur darum, Sparpotenziale auszuschöpfen und so die Gewinnmargen zu erhöhen. Einkäufer:innen entscheiden auch mit über die Strategie eines Handelsunternehmens. Sie müssen den Nerv der Kundinnen und Kunden treffen. Hier fällt bereits die Entscheidung über den späteren Erfolg im Shop, der dann an den Verkaufszahlen gemessen wird. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Modehandel. Einkäufer:innen müssen die Marktsituation gut kennen, in Verhandlungen mit Herstellern die bestmöglichen Konditionen herausholen und dabei auf Qualität, Preis und Lieferzeit achten. Bei globalen Beschaffungswegen ist interkulturelles Verständnis wichtig – dann winken im Einkauf auch internationale Karrieren.

Industrie – Karriere im B2B-Business

Maschinenbau und Automation
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Auch in Industrieunternehmen ist der Vertrieb eine der klassischen Einstiegspositionen für Wirtschaftsabsolvent:innen, hier vor allem im B2B-Vertrieb (Business-to-Business). Die Vertriebsexpert:innen entwerfen Strategien für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen und organisieren und steuern diesen. Dazu gehören alle Facetten des Customer Relationship Managements (CRM), also die individuelle Ansprache sowohl der Endkundinnen und -kunden als auch der Partner im Handel. Je hochwertiger und erklärungsbedürftiger das Produkt ist, desto höher sind die Ansprüche an eine detaillierte und qualifizierte Beratung – und umso enger ist die Zusammenarbeit mit dem Marketing und dem Produktmanagement.

Key Account Manager betreuen dabei die wichtigsten Kunden – also die umsatzstärksten „Schlüsselkunden“ eines Unternehmens. Key Account Manager müssen solche potenziellen Neukund:innen identifizieren und wenn möglich akquirieren, deren Bedürfnisse analysieren und die Angebote entsprechend gestalten. Das Ziel ist immer eine langfristige Kundenbindung.

Banken – von Finanzberatung bis Investmentbanking

Karriere in der IT
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Die Bankbranche musste sich – mit Geld als virtuellem Gut – besonders früh mit den Auswirkungen der digitalen Transformation auseinandersetzen, etwa mit dem Wunsch ihrer Kundinnen und Kunden, Finanzgeschäfte online zu erledigen. Die Konkurrenz durch Direktbanken und FinTech-Unternehmen kamen noch dazu. Die Phase intensiver Restrukturierungsmaßnahmen – auch im Personalbereich – dürfte bewältigt sein, dafür warten die Chancen und Herausforderungen von KI auf die Branche.

Zentrale Ansprechpersonen für Kundinnen und Kunden bleiben die Finanzberater:innen der Banken. Gemeinsam mit ihren Privat- oder Firmenkund:innen analysieren sie deren finanzielle Situation und zeigen ihnen mögliche Optimierungen auf, warnen vor Finanzlücken und empfehlen eine möglichst ertragreiche oder zukunftssichere Struktur der Anlagen – immer nach Bedarf der Kund:innen.

Fondsmanager:innen entscheiden, wie die für einen Fonds zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel investiert und gestreut werden: etwa in Aktien, Unternehmensanleihen oder andere Wertpapiere oder spezialisiert auf bestimmte Regionen, Branchen oder nachhaltige Investments. Ziel ist ein mittel- oder langfristiger Kapitalzuwachs für die Anleger:innen. Dazu müssen sich die Fondsexpert:innen bestens mit Unternehmen und wirtschaftlichen Trends auskennen und Prognosen zur Hand haben, wie sich zum Beispiel bestimmte Branchen oder Wirtschaftsregionen entwickeln werden.

Das Image des Investmentbankings hatte gelitten, nachdem Fehlspekulationen verschiedene Finanzkrisen mit ausgelöst hatten. Es gilt aber immer noch als Königsdisziplin im Finanzsektor. Die Bedeutung der Investmentbanker für die Banken ist groß: In deren Auftrag verwalten sie das Vermögen von Privat- oder Firmenkund:innen, begleiten Unternehmensübernahmen und -fusionen (Mergers & Acquisitions) und besorgen am Kapitalmarkt die dafür oft enormen erforderlichen Mittel. Das häufig in hohem Tempo – das Investmentbanking ist deshalb eher kein Job für besonders zarte Gemüter.

Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Anspruchsvolle Ausbildung

In den Beratungsberufen herrscht generell hoher Bedarf an qualifizierten Wirtschaftstalenten. Das gilt auch für den Bereich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Dieser hat sich durch die Digitalisierung ebenfalls stark gewandelt: Papierlose Buchhaltung in den geprüften Unternehmen erlaubt es, immer mehr Routinetätigkeiten zu automatisieren. Die benötigten Daten werden über spezielle Schnittstellen importiert und anschließend geprüft. Die bei der Datenverwaltung eingesparte Zeit kann für anspruchsvollere Aufgaben und die Beratung der Kundinnen und Kunden genutzt werden.

Dabei gibt es wie in anderen Consulting-Bereichen einen Trend in Richtung Spezialisierung. Spezielles Fachwissen ist etwa bei der Prüfung von Geschäftstransaktionen, der Beurteilung von Risikomanagementsystemen und im Bereich der internationalen Rechnungslegung gefragt, genauso wie im Immobilienrecht oder bei Existenzgründungen. Vor dem Einstieg in die Branche wartet auf künftige Wirtschaftsprüfer:innen und Steuerberater:innen eine anspruchsvolle Ausbildung. Die Zulassung zu den Fachprüfungen ist nach 18 Monaten Praxiszeit als Berufsanwärter:in möglich.

Für Allrounder: Einstieg für Wirtschafts- sowie Technik- & IT-Talente

Logistik – Jobs entlang der gesamten Wertschöpfungskette

In der Logistik begegnen sich in allen Branchen die verschiedenen Bereiche der Wertschöpfung. Spannende Einstiegschancen gibt es in diesem Bereich deshalb sowohl für Wirtschaftsals auch Technikund IT-Expert:innen. Dabei geht es um viel mehr als um den Transport von Gütern von A nach B. Warenwirtschaftssysteme werden digital gesteuert, automatisierte Prozesse überwachen die Lieferketten entlang der gesamten der Wertschöpfung (Supply Chain Management), RFID-Technik gewährleistet durch die kontaktlose Identifizierung von Waren den Einsatz selbststeuernder Systeme. Erst eine funktionierende Logistik macht hochkomplexe Prozesse in der Beschaffung, der Produktion, dem Vertrieb und der Entsorgung möglich.

Aufgabe des Supply Chain Managements ist, die Prozesse entlang der Wertschöpfungskette (Supply Chain) zu optimieren. Dies geschieht bereichsübergreifend, Ziel ist eine möglichst kostengünstige und termingerechte Gestaltung der Prozesse. Supply Chain Manager spielen in praktisch allen großen produzierenden und verarbeitenden Unternehmen sowie Handelskonzernen eine wichtige Rolle. Logistik-Controller:innen haben noch stärker im Blick, mithilfe von Kennzahlen und Soll-Ist-Analysen logistische Prozesse zu überwachen und zu optimieren sowie Verbesserungsvorschläge mit der Geschäftsleitung zu diskutieren.

Ein weiterer zentraler Baustein für eine funktionierende Logistik ist der Bereich Technischer Einkauf/Beschaffung. Eine termingerechte Lieferung von Komponenten ist die Voraussetzung für den gesamten Produktionsprozess. Einkäufer:innen gewährleisten dies durch die oft weltweite Suche nach Beschaffungsquellen („Global Sourcing“).

Consulting – nicht nur für Business-Talente

Das Consulting war lange Zeit vor allem eine Domäne von Wirtschaftsabsolvent:innen. Doch das hat sich längst geändert. Die komplexen Projekte, die Consultants bearbeiten, lassen sich immer häufiger nur durch interdisziplinär zusammengesetzte Beratungsteams lösen. In praktisch allen Branchen stellen Firmen ihre Geschäftsprozesse und Business-Modelle auf den Prüfstand. Die digitale Transformation hat diese Entwicklung noch beschleunigt, denn sie bringt in vielen Unternehmen ganz neue Themen auf die Agenda.

Das sorgt für einen hohen Bedarf an kompetenter Beratung. Im Consulting kommt es auf analytische Fähigkeiten an. Technik- und IT-Kenntnisse helfen da genauso weiter wie wirtschaftswissenschaftliche Expertise. Deshalb haben inzwischen auch Absolvent:innen mit einem guten Studienabschluss in einem der MINT-Fächer ausgezeichnete Chancen in der Beratungsbranche. Denn im Studium haben sie gelernt, komplexe Sachverhalte rasch zu durchschauen, kleinere und größere Projekte selbstständig zu planen sowie Probleme strukturiert zu analysieren und zu lösen.

Klassische Beratungsfelder sind die Prozessberatung und Strategieberatung, doch die Aufgaben für Consultants sind so vielfältig wie die Branchen und Herausforderungen der Unternehmen. Vor allem die IT- und Technologieberatung steht im Fokus vieler Consulting-Projekte, aber auch Nachhaltigkeitsberatung und der sparsame und verantwortliche Umgang mit Ressourcen spielen eine immer größere Rolle.

Zentral ist im Consulting, bei aktuellen Trends und auch technologischen Entwicklungen stets up to date zu sein. Dafür werden die Beratungsprojekte immer spannender und vielseitiger, die Lernkurve ist extrem steil. Wer sich in den Beratungsprojekten als analytisch und strategisch denkender Kopf präsentiert, hat nicht nur in der Unternehmensberatung attraktive Karriereoptionen. Viele Consultants nutzen irgendwann die Chance, auf eine Führungsposition bei einem früheren Kunden zu wechseln.

Technik- und IT-Consulting

Auftraggeber in der Technologieberatung sind meist große oder mittelständische Industrie- oder IT-Unternehmen. Ziel in den Projekten ist, das Potenzial neuer (digitaler) Technologien für das Unternehmen profitabel zu nutzen. Dazu analysieren Technical Consultants zum Beispiel die vorhandene IT-Infrastruktur, ermitteln die technischen Anforderungen für die Implementierung neuer Lösungen und prüfen deren Durchführbarkeit. Dabei hat die Technologieberatung auch die strategische Neuausrichtung im Blick, die mit dem Einsatz neuer Technologien verbunden ist.

IT-Consultants beraten ihre Kund:innen bei Projekten zur IT-Infrastruktur, bei der Implementierung neuer Anwendungssoftware oder bei der Optimierung von Prozessen. Dabei müssen sie sich schnell in verschiedene Themenbereiche einarbeiten, um zunächst die Abläufe im Unternehmen zu verstehen, die mithilfe der IT abgebildet oder gesteuert werden sollen. Nach der Implementierung der gemeinsam mit dem Unternehmen entwickelten Lösung oder der Integration eines neuen Systems gehört häufig auch die Schulung der Anwenderinnen und Anwender zu den Aufgaben der IT-Berater:innen. Besonders gute Aussichten auf einen Einstieg ins IT-Consulting bietet ein Studium der Wirtschaftsinformatik oder ein anderes IT-Studium in Verbindung mit BWL-Kenntnissen.

Einstieg für Technik- & IT-Talente

Maschinenbau-Ingenieur:innen: Robotik und Automation

Die metalltechnische Industrie – zu ihr zählen neben dem Maschinenbau die Industriezweige Metallwaren, Anlagenbau, Stahlbau und Gießereiindustrie – ist Österreichs stärkste Branche. Laut Zahlen des Fachverbands Metalltechnische Industrie setzte sie im vergangenen Jahr trotz eines Umsatzrückgangs von gut sechs Prozent noch 45 Milliarden Euro um und beschäftigte mehr als 135.000 Arbeitnehmer:innen.

Die Zukunft (und in vielen Betrieben schon die Gegenwart) des Maschinenbaus liegt in Robotik und Automation. Die Unternehmen müssen in ihre Produktionsstätten und Fachkräfte investieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben – oder möglichst sogar an der Weltspitze. 2,1 Milliarden Euro steckt die metalltechnische Industrie nach eigenen Angaben jährlich in Forschung & Entwicklung.

Technik-Absolvent:innen, die im Maschinenbau einsteigen möchten, sollten sich an den Schnittstellen der zusammenwachsenden Technologien bereits auskennen. Zum erforderlichen Know-how moderner Maschinenbauingenieure gehören vernetztes Denken und Kenntnisse aus den Bereichen IT und Elektronik.

Wichtigste Abnehmer von Industrierobotern sind die Automobilindustrie und die Metallbranche. Aber auch die chemische und die Elektroindustrie, die Medizinund Energietechnik oder die Lebensmitteltechnologie und selbst die Skiproduktion kommen nicht mehr ohne die Hightech-Produkte der Maschinenbauunternehmen aus.

Bauingenieur:innen – Expert:innen für alle Projektphasen

Die Bauindustrie leidet weiterhin unter hohen Bau- und Finanzierungskosten vor allem im Hoch- und Wohnungsbau und dadurch ausbleibende Aufträge. Die Nachfrage nach Bauingenieurinnen und -ingenieuren ist dennoch stabil. Denn aufgrund des Fachkräftemangels konnten in der Baubranche in den vergangenen Jahren die Kapazitäten oft nicht ausgelastet werden.

Bauexpert:innen werden für praktisch alle Bereiche und Projektphasen gesucht. Das reicht vom Hochbau, Tiefbau, Spezialtiefbau und Straßenbau über Umwelttechnik, Infrastruktur und Design bis zum Engineering – also der Analyse, Planung und Kontrolle der Realisierung der Projekte bis zur Inbetriebnahme.

Der Einsatz IT-gestützter Tools ist rund um den Bau längst selbstverständlich, zum Beispiel in Form von CAD-Programmen, Baustellen-Apps, softwaregestützter Gebäudeplanung (Building Information Modeling, BIM) oder 3D-Druck. Wie in anderen Branchen wird die Beschäftigung mit Routine- und Hilfsarbeiten in der Bauindustrie tendenziell abnehmen, zugunsten hoch qualifizierter Tätigkeiten von Bauingenieur:innen oder IT-Fachkräften, die digitale Prozesse steuern können. Denn die Digitalisierung prägt auch die oft noch eher „händische“ Bauwirtschaft.

Bauingenieur:innen müssen nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die finanzielle Kalkulation im Auge behalten. Typisch ist in der Baubranche die Arbeit in Projektteams. Neben Fachwissen sind hier Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen gefragt, denn bautechnische Themen müssen nicht nur Fachleuten, sondern auch Bauherren und Gewerken verständlich vermittelt werden.

Energieversorgung – smarte Projekte

Im Energiesektor zeigen sich besonders deutlich die wirtschaftlichen Veränderungen, die der Druck schwindender Energiereserven hervorruft. Digitale Technologien helfen, schwindende Energiereserven intelligent und möglichst ressourcenschonend einzusetzen. Das verändert auch die Berufsbilder und Profile, nach denen die Unternehmen bei Bewerberinnen und Bewerbern suchen.

Früher prägten noch große Kraftwerke das Bild der Energiebranche, heute arbeitet sie an ausgesprochen „smarten“ Projekten. Um eine stabile und sichere Stromversorgung zu gewährleisten, müssen zum Beispiel die Einspeisung und der Verbrauch der Energie in intelligenten Netzen („Smart Grids“) gesteuert werden. Allein Wärmepumpen und E-Autos werden große Mengen Strom beanspruchen. Deshalb zählt auch der flächendeckende Ausbau und Betrieb von Ladestationen zu den Herausforderungen der Branche.

Weitere Projekte im Energiesektor finden sich in Bereichen wie Geothermie, klimaneutral mit „grünen“ Gasen betriebenen Kraftwerken, Agrarphotovoltaik-Anlagen in der Landwirtschaft, Solarparks, Fernkälte-Lösungen für eine umweltfreundliche Gebäude-Klimatisierung oder Großwärmepumpen. So entstehen im Energiesektor laufend neue Jobs mit sich verändernden Schwerpunkten – und immer mehr Jobprofile, bei denen sowohl technisches Wissen als auch IT-Know-how gefragt ist. Denn das Thema Digitalisierung wird in der Branche in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

IT-Absolvent:innen: Bereiche kombinieren

Schlecht für die Wirtschaft, gut für IT-Absolvent:innen: Im IT-Bereich fällt Fachkräftemangel in Österreich der besonders gravierend aus. 39.000 IT-Fachkräfte fehlen der österreichischen Wirtschaft aktuell, meldet der Fachverband für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich – und warnt vor den Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Der Mangel an IT-Spezialist:innen führe zu einem Wertschöpfungsverlust von bis zu sieben Milliarden Euro pro Jahr – das sind 179.000 Euro pro unbesetzter Stelle.

Die Nachfrage nach IT-Absolvent:innen bleibt daher konstant hoch. Besonders gefragt sind etwa Expert:innen in den Bereichen Softwareentwicklung, KI und maschinelles Lernen (Machine Learning), Datenanalyse oder Cybersecurity. Beim Berufseinstieg haben IT-Absolvent:innen oft die Qual der Wahl: Attraktive Stellen finden sie nicht nur in der Digitalwirtschaft, sondern in Unternehmen aus fast allen Branchen oder in der öffentlichen Verwaltung.

So hoch die Nachfrage nach IT-Spezialist:innen auch ist: Expert:in in einer Programmiersprache zu sein, reicht heute meist nicht mehr aus. Gefragt sind Kombinationen, zum Beispiel aus Programmiersprachen und Datenbankkenntnissen, Anwendungsentwicklung, Testing und Debugging oder Applikationsentwicklung mit Fokus auf User Experience Design. Die Anforderungen und Bedürfnisse der Anwender:innen müssen verstanden und umgesetzt werden. Talent für klare und offene Kommunikation spielt in den oft international und interdisziplinär arbeitenden Teams ebenfalls eine große Rolle.

Eine gute Möglichkeit für den Start in die IT-Karriere ist, schon während des Studiums in Unternehmen zu programmieren. Die Studierenden lernen so früh, mit komplexen Systemen und in komplexen Umgebungen zu arbeiten und diese zu integrieren. Dies mündet regelmäßig in einen fließenden Übergang von einer Teilzeittätigkeit in eine feste Position im Entwicklerteam. IT-Absolvent:innen haben oft schon vor den letzten Prüfungen einen festen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Tipps für Bewerber:innen: Auf das Gesamtbild kommt es an

Wenn Unternehmen ihren Bewerberpool sichten, konzentrieren sie sich weniger auf einzelne Details und bestimmte Qualifikationen, als das früher üblich war. Sie betrachten heute viel mehr das Gesamtbild des Kandidaten oder der Kandidatin. Dazu zählt etwa Berufserfahrung, die schon während des Studiums erworben wurde – je mehr sie zum Job oder zur Branche passt, desto besser. Umso leichter fällt es später, sich „on the Job“ in die spezifischen Anforderungen der neuen Aufgaben einzuarbeiten.

Wichtig sind die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, Teamdenken, Kundenorientierung und die Bereitschaft, nach dem erfolgreichen Berufseinstieg weiter zu lernen. Angesichts der Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft durch die digitale und nachhaltige Transformation gilt das mehr als je zuvor. Denn die Berufswelt ändert sich rasch, und wie unsere Jobs in zehn Jahren aussehen werden, kann kaum noch jemand vorhersagen.

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