Viele von uns lieben sie heiß: Videospiele. Doch während die einen gerne vor dem PC oder der Konsole sitzen und eine spaßige Partie unseres Lieblingsspiels genießen, geht das Interesse anderer Gamer weiter in die Tiefe. Wer sich für die Mechaniken und die Vorgänge hinter dem fertigen Spiel interessiert, für den könnte die Spieleentwicklung zukünftige Berufschancen beinhalten. Die Spielebranche wächst unaufhörlich und große Produktionen kosten heute in der Entwicklung mehr als so manche Hollywood-Blockbuster. Wer also denkt, eine Karriere im Gaming-Bereich sei utopisch, der liegt falsch, denn durch den Zuwachs an finanziellen Mitteln steigt auch die Anzahl der Jobs in ungeahnte Höhe. Welche klassischen Berufsfelder es gibt und an welche Jobs ihr vielleicht noch gar nicht gedacht habt, erfahrt ihr bei uns!

Einmal etwas ausgefallen bitte!

Wer an Spieleentwickler denkt, der wird am ehesten den Programmierer im Kopf haben – und dieser hat natürlich eine Erwähnung verdient, keine Frage! Doch vor den klassischen Berufen der Spielebranche möchten wir über jene Berufe sprechen, die nur zu gerne vergessen werden! So kann zum Beispiel ein Marketing-Student eine blühende Karriere im Gaming-Sektor starten, denn die Vermarktung von Games hat einen enormen Einfluss auf den Erfolg eines Titels. Zum Marketing gehören jedoch nicht nur die klassischen Marketing-Strategien wie Werbung und PR. Seitdem soziale Medien einen wichtigen Teil unseres Lebens ausmachen, sind Social-Media-Experten aus einem Marketing-Team kaum noch wegzudenken. Aber auch externe Social-Media-Starlets machen einen wichtigen Teil der Werbung aus. YouTuber wie PewDiePie oder Twitch-Poker-Streamer wie Arlie Shaban tragen einen wichtigen Beitrag zur Vermarktung bei. Wer glaubt, dass dies ein einfacher Beruf ist, der irrt sich jedoch, denn die berühmten Gamer arbeiten extrem hart an ihrer Karriere. So hat Arlie Shaban einmal ganze 1.000 Stunden in 125 aufeinanderfolgenden Tagen gespielt, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Die Maschine muss laufen – Der Programmierer

Jetzt aber doch ein Blick auf den Programmierer. Dieser schreibt den Code für das Spiel, bindet Grafiken, Text und andere Elemente ein und fertigt das Endprodukt an. Um sich die notwendigen Programmiersprachen zur Spieleentwicklung beizubringen, braucht es jede Menge Zeit, denn die Konzepte und Algorithmen sind komplex. Ein gutes Verständnis von Mathematik und ausgeprägte logische Denkfähigkeiten sind für diesen Bereich ein absolutes Muss. Obwohl sich einige Programmierer selbst Fähigkeiten aneignen und in ihrer Freizeit an verschiedenen Projekten herumtüfteln, bevor sie eine Karriere im Gaming-Bereich starten, wird eine einschlägige Ausbildung immer öfter gefordert. Dabei stellt sich vielen die Frage, ob ein technischer Beruf wie der Programmierer von einer Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule mehr profitiert. Auch wenn sich die Gemüter bei dieser Frage noch scheiden, steht eines fest: Ohne die ausreichende Praxis ist Programmieren schwer zu erlernen.

Von der Idee zum vollen Konzept – Der Game Designer

Abseits von den technischen Details kommt der Game Designer ins Spiel. Seine Rolle kann mit der des Regisseurs im Film verglichen werden. Der Game Designer bringt alle Bereiche zusammen und sorgt dafür, dass sämtliche Teile des Spiels zusammenpassen. Als Leiter bietet er ein Grundkonzept für die Grafik, die Story, die Musik und selbst das Gameplay an. Alle anderen Mitglieder des Teams können sich anhand seiner Vorgaben orientieren und ihren eigenen Input bringen. Wie bei einem Puzzle steckt der Game Designer die fertigen Teile zusammen, sieht was zusammenpasst und wo es noch Verbesserungschancen gibt und leitet dies an seine Mitarbeiter weiter. Während der Programmierer detailgenau arbeiten muss, sollte der Game Designer niemals den Überblick verlieren und das große Ganze vor seinem inneren Auge behalten. Mittlerweile gibt es für den Bereich Game Design eigene Ausbildungen, doch die meisten Designer im Spielebereich kommen aus allen möglichen Berufssparten. Viele von ihnen sind ehemalige Programmierer, Autoren, Zeichner oder sogar Regisseure. Während der Weg zum Programmierer relativ klar ist, ist es weniger eindeutig, welcher Pfad für künftige Game Designer der richtige ist – vielmehr sollte man sagen, dass es keinen falschen Pfad gibt. Jede Menge Kreativität, gute Ideen und ein Gespür für das Erzählen von Geschichten sind die wichtigsten Voraussetzungen.

Natürlich warten noch viele weitere Berufe in der Spielebranche. Eines steht jedoch fest: Egal ob du kreativ, organisatorisch oder technisch begabt bist, hier gibt es für jeden die eigene Nische.

 

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