Mit dem am 21. März erscheinenden Album „#TS4“ melden sich die Trackshittaz nach ihrer Schaffenspause zurück! Wir haben das Duo – bestehend aus Lukas „G-Neila“ Plöchl und Manuel „Manix“ Hoffelner – zum Interview getroffen und ihnen einige Fragen zu ihrer neuen Platte gestellt.

Ihr habt euch 2013 eine Pause gegönnt. Wie habt ihr diese Zeit genutzt?

Lukas: Ich hab ein Soloalbum gemacht. Das hat mir persönlich sehr gut getan, weil wir für Trackshittaz ja schon drei Album gemacht und immer voll Gas gegeben haben. Irgendwie ist mir vorgekommen, dass die andere Seite von mir zu kurz gekommen ist. Jetzt kam aber der Zeitpunkt, wo ich gemerkt hab, dass ich eigentlich wieder deppert tun wollte und das tun wir jetzt (lacht).

Könntet ihr euch vorstellen, noch einmal beim Eurovision Song Contest anzutreten?

Lukas: Es war eine gute Erfahrung, aber wir würden jetzt mit unserem Wissensstand nicht mehr dorthin gehen. Solche Fragen kann man gar nicht objektiv beantworten. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Im Vorhinein warst du nur so schlau, wie du zu dem Zeitpunkt warst, und hast nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Das haben wir damals gemacht und wir stehen auch dazu.

Ihr sagt selbst, ihr wärt mit dem neuen Album „#TS4“ eurer Idealvorstellung von eurem Sound sehr nahe gekommen. Heißt das, dass ihr euren Stil gefunden habt, oder habt ihr vor, euch in Zukunft noch in anderen Bereichen auszuprobieren?

Manuel: Generell entwickelt man sich ja ständig weiter. Im Moment ist es eben der Sound, der gerade perfekt für uns passt. In zwei Jahren kann das wieder ganz anders aussehen.

Lukas: Du bist dann echt, wenn du zu dir in jeder Lebensphase und in jedem Punkt in der Gegenwart stehen kannst, weil du es so für richtig hältst. So klingt unser Album auch. Wir hatten viel mehr Zeit, dass wir Sachen so ausfeilen als vor zwei Jahren zum Beispiel.

Und wie entscheidet ihr, welche Songs auf das Album kommen?

Lukas: Das wird gewürfel und wenn das nicht geht, dann …

Manuel: … Schere Stein Papier!

Lukas: So sind aus 35 Songs zwölf geworden, die jetzt auf dem Album sind. Nein, das ist einfach Gefühlssache. Du lässt zuerst alles raus und dann schaust du, was zusammenpasst. Wir haben bei „#TS4“ den Schwerpunkt gesetzt, dass wir kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und alles noch direkter sagen. „Woki mit deim Popo“ hätte es nicht auf die CD geschafft – maximal als Bonus-Track, weil der Song zu lieb ist. Das ist zu weich und scheiße im Vergleich zum jetzigen Material. Damals war’s geil, aber jetzt hätte die Nummer keine Chance mehr (Manuel lacht).

Erwartet ihr euch für Texte wie bei eurem Track „Die Fette“ wieder Kritik – so wie es bei „Woki mit deim Popo“ der Fall war?

Lukas: Ich weiß nicht, was es mit uns auf sich hat. Wir können machen, was wir wollen. Wir werden immer kritisiert. Deswegen sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo uns das einfach egal ist. Ich rechtfertige mich gern, weil ich glaube, dass alles seinen Grund hat. Wir werden nie Everybody’s Darling sein – funktioniert auch nicht, interessiert uns nicht und wollen wir gar nicht sein.

Ihr nehmt euch in „#TS4“ aktuellen Themen wie Facebook an. Steht ihr der unbedachten Nutzung von Social Media kritisch gegenüber?

Lukas: Wir sind ja auch so (lacht) Das Ding basiert auf einer wahren Begebenheit, die uns selbst wiederspiegelt. Wir sind jetzt keine Message-Verbreiter, wir finden es einfach lustig und abstrakt und stellen das gerne zur Schau. Die Leute sind narrisch…

Manuel: Jeder ist Facebook-süchtig. In der Früh muss man gleich schauen, was sich getan hat, während man geschlafen hat.

Lukas: Ungute Situationen sind das lustigste. Raucher ziehen an der Zigarette, Nichtraucher packen ihr Handy aus (zeigt es vor) und scrollen einfach nur, damit die Situation nicht so ungut ist, wenn dir jemand gegenüber steht und du hast nichts zu tun. Das sind Situationen, wo man früher in die Luft oder auf den Boden geschaut hat. Heute nimmt man das Handy raus. Darüber machen wir uns in dem Song lustig. Und dann auch noch der Autotune – zwar ist es nicht mehr in, aber in dem Kontext ist es ziemlich geil (Manuel lacht). So eine schirche Plastikballade! Selten sowas Schirches gehört, aber geil.

In „Rest in Peace Radio“ zieht ihr kritisch über die ewig wiederholenden Playlists beim Radio ab. Wollt ihr euch dann selbst überhaupt im Radio hören?

Lukas: Erstens entscheid ich das gar nicht und zweitens passe ich mich nicht an, nur um gespielt zu werden. Mit dem Thema hab ich irgendwie abgeschlossen. Der Song handelt außerdem darüber, dass uns aufgefallen ist, dass jeder, der Musik liebt und sich damit beschäftigt, zu YouTube, Spotify oder Soundcloud wechselt und sich seine Musik selbst zieht. Im Radio werden nur noch 15 Lieder in Heavy Rotation gespielt. Mir kommt’s oft so vor, als fänden die den Aufwerfknopf von der CD nicht mehr.

Manuel: Nach allen drei Liedern kommt dann Werbung.

Lukas: Wir finden das schade, weil Radiostationen auf lange Sicht diejenigen sind, die einen Trend vorgeben. Die Leute, die gerne zuhören, rennen dem dann nach. Wir wünschen uns ein bisschen weniger melken und nicht Reichweite um jeden Preis.

Welchen Song von einem anderen Künstler hättet ihr gerne geschrieben?

Manuel: Last Christmas (lacht)

Lukas: Summer Jam, aber es gibt viel, was man gern geschrieben hätte.

Manuel: Gesungen hätt‘ ichs nicht gerne, aber geschrieben schon (lacht).

Lukas: Was mir gerade richtig gut gefällt ist A Great Big World feat. Christina Aguilera mit „Say Something“ – das ist richtig gut geschrieben.

Lukas, wie war die Erfahrung für dich, selbst bei „Herz von Österreich“ in einer Jury zu sitzen, wo du ja vor einigen Jahren selbst in der Rolle der Kandidaten warst?

Lukas: Bequemer. Es schauen dich zwar als Sitzender genauso viele Leute an, aber dir fällt’s nicht auf, weil du den Rücken zum Publikum gedreht hast und der Spot auf jemand anderen gerichtet ist. Du gibst einfach deinen Senf dazu. Es ist cool, weil ich genau mitfühlen kann, wie der sich fühlt auf der Bühne. Ich hab mir vorgenommen, dass ich wirklich versuche, objektive und ehrliche Kritiken zu geben und nicht nur Sprüche klopfe. Das hat mir sehr gefallen.

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