Wer an Dresden denkt, dem kommt vor allem die historische Altstadt mitsamt Frauenkirche, Zwinger und Semperoper in den Sinn. Doch in Dresden gibt es mehr als nur alte Fassaden zu entdecken.
Dresden ist ein ideal für einen Kurztrip. Am besten und günstigsten reist man mit der Bahn an (z.B. ab € 29,- mit dem Sparschiene-Ticket). Bereits die Hinfahrt bietet erste Highlights, denn gegen Ende der Reise führt die Bahnstrecke an den skurrilen Felsstrukturen der Sächsischen Schweiz vorbei. Die Strecke zwischen Děčín und Dresden gehört sicherlich zu den schönsten Bahnabschnitten Europas.
Obligatorisch ist natürlich die Dresdner Altstadt. Lohnenswert ist
ein Blick in die Frauenkirche, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges völlig zerstört wurde. Unweit von ihr befinden sich der Zwinger und die Semperoper, die so mancher für eine Brauerei hält. Von einer besonders schönen Seite zeigt sich die Altstadt übrigens vom „Canalettoblick“ aus gesehen, auf dem gegenübergelegenen Elbufer.
Nicht umsonst trägt Dresden auch den Namen „Elbflorenz“. Hier tummeln sich im Sommer unzählige Leute auf den Wiesen und in den Biergärten entlang der Elbe.
Doch in Dresden lässt sich’s nicht nur faul herumliegen und gut Biertrinken – denn hier bekommt man bereits ab € 1,90 hervorragende tschechische Biere – auch wissensdurstige können ihren Durst stillen. Besonders interessant ist das Deutsche Hygienemuseum, in dem man auf durchaus unterhaltsame Art alles über den menschlichen Körper und seine Bedürfnisse erfährt.
Ein weiteres Highlight ist die „Gläsernen Manufaktur“, deren Fassade – wie der Name schon sagt – aus Glas besteht. So erhält man bereits von außen einen ersten Einblick in den Produktionsprozess des VW Phaetons, der hier in Handarbeit gefertigt wird. Wer es doch etwas genauer wissen möchte, kann an einer Werksführung teilnehmen.
DINNER TIME
Bevor es nach einem Sightseeing-Tag ins Dresdner Nightlife geht, ist eine Stärkung angesagt.
Deftiges bekommt man in den mittelalterlichen Gewölben des Pulverturms an der Frauenkirche (An der Frauenkirche 12). Die Speisekarte orientiert sich an mittelalterlichen und sächsischen Gerichten. Eine regionale Spezialität sind die Sächsischen Quarkkäulchen – probieren!
Das mexikanische Restaurant Espitas (Louisenstraße 39) ist bekannt für freundliche Bedienung, ausgesprochen gutes Essen und große Cocktails. Ein weiterer Pluspunkt: Das Restaurant liegt mitten in der Neustadt und ist somit der ideale Ausgangspunkt für einen ausgelassenen Abend. Reservierung empfohlen!
Wer es noch etwas ausgefallener mag, dem sei die russische Küche empfohlen. Bei Olga (Leipziger Straße 99) bekommt man authentische, russische Küche zu günstigen Preisen. Neben Klassikern wie Borschtsch, Kaviar, Pelmeni (Teigtaschen) und großen Schaschlikspießen findet man auf der Speisekarte auch ausgefallenes wie „Putins Lieblingsgericht“. Geheimtipp: der etwas versteckte und unscheinbare Gastgarten bietet einen tollen Blick auf die Dresdner Altstadt.
NIGHTLIFE
Das Dresdner Nachtleben spielt sich vor allem in der Neustadt ab, in der vorwiegend junge Menschen leben. Kleine Handwerksbetriebe, Tante-Emma-Läden und Second Hand Shops prägen das Bild der Neustadt. Bei Tag empfiehlt sich ein Besuch der „Kunsthofpassage“, in der jeder Hof nach einem anderen Motto künstlerisch gestaltet wurde.
In der Neustadt sollte man sich einfach durch die verschieden Lokale durchprobieren, dennoch hier ein paar persönliche Tipps: Das Wohnzimmer (Jordanstraße 27) ist eine Cocktailbar mit seinem ganz eigenen Flair, denn hier findet man sich zwischen alten Möbelstücken, die von der eigenen Oma sein könnten, und Familienfotos wieder.
Richtig abtanzen lässt es sich in Katy’s Garage (Alaunstraße 48). Täglich wechselnde Mottos bestimmen die Musikrichtung, auch kleine Konzerte finden hier statt. Lohnenswert ist auch ein Blick in die nahegelegene Groove Station (Katharinenstraße 11-13).