Ob im Fernsehen oder auf der Kinoleinwand: Der Nachwuchsschauspieler Timmi Trinks weiß, wie er seine Zuschauer begeistern kann. Momentan ist er in seiner ersten Hauptrolle im Kinofilm „Allein gegen die Zeit“ zu sehen und feiert damit große Erfolge. Einige werden sich sicher noch an die gleichnamige Fernsehserie erinnern, die viele von uns durch die Kindheit begleitet hat. UNIMAG hatte kürzlich die Gelegenheit dazu, Timmi ein paar Fragen zu stellen.

UNIMAG: Wie hast du denn davon erfahren, dass die Serie „Allein gegen die Zeit“ zu einem Kinofilm gemacht wird und wie war deine Reaktion darauf?
Timmi: Ich stand eigentlich schon seit Beginn der Serie immer im engen Kontakt zur Produktionsfirma von „Allein gegen die Zeit“. Über Jahre hinweg war es im Gespräch, dass die Serie in gewisser Weise fortgesetzt wird. Entweder als dritte Staffel, oder aber als TV-Film. Und dann wurde entschieden, dass es sogar einen Kinofilm geben wird. Da habe ich mich dann natürlich tierisch gefreut und war begeistert.

Wie fühlt es sich an, nach so vielen Jahren wieder mit deinen alten Schauspielkollegen vor der Kamera zu stehen und einen Kinofilm zu drehen?
Wir sind ja seit Jahren schon so etwas, wie eine kleine Familie und sehen uns auch im Privatleben sehr oft. Von daher haben wir uns einfach alle darüber gefreut, dass wir wieder gemeinsam drehen können.

Hat sich das Set verändert? Ist das bei dem Film alles viel größer und aufwendiger gewesen, als früher bei der Serie?
Für den Film reisten wir innerhalb Deutschlands sehr viel. Von daher war das alles schon größer und vor allem auch aufregender. Wir waren zum Beispiel in der kältesten Höhle Europas.

Wie kann man sich denn einen normalen Arbeitstag an einem Filmset vorstellen? Wie sieht dein Arbeitsablauf als Schauspieler aus?
Das kommt natürlich ganz darauf an, wo wir gerade drehen. Meistens wird man zuerst von einem Fahrer abgeholt, vor allem, wenn der Drehort weiter weg ist. Manchmal übernachtet man dann auch in einem Hotel. Am Set gibt es dann früh morgens erst mal ein Catering, das für das Frühstück zuständig ist. Und dann geht es in die Maske und zum Kostüm. Wenn man danach noch Zeit hat, kann man einen Kaffee trinken und dann gibt es noch eine kurze Probe, bevor man direkt vor der Kamera steht.

Und wie machst du das mit dem Auswendiglernen von deinen Texten? Ist das nicht ziemlich anstrengend?
Früher hatte ich große Probleme beim Lernen von den Texten. Da hat es manchmal schon ein paar Tage gedauert, bis ich meinen Teil auswendig konnte. Aber mit der Zeit entwickelt man da so eine Routine und es geht schneller.

Wie fühlt es sich denn an, sich selber auf der großen Kinoleinwand zu sehen, wenn der Film fertig ist?
Also ich freue mich natürlich tierisch, mich das erste Mal in einer Hauptrolle im Kino zu sehen. Es ist auf jeden Fall spannend. Vor allem ist man natürlich stolz, weil der Film bis jetzt so viel positives Feedback bekommen hat.

Mit welchem Schauspieler würdest du denn gerne mal vor der Kamera stehen?
Ich finde Daniel Brühl wirklich super. Aktuell läuft auch wieder ein Film mit ihm, den ich großartig finde. Er ist auf jeden Fall einer der Schauspieler, mit denen ich echt gerne mal zusammenarbeiten würde, wenn es möglich wäre. International gesehen wäre es aber auch Leonardo DiCaprio.

Und was sind deine persönlichen Lieblingsfilme, die du dir immer wieder anschauen könntest?
Das ist auf jeden Fall von Leonardo DiCaprio der Film „Catch Me If You Can“. Der ist wirklich sehr, sehr gut.

Bist du denn eher ein Heimgucker, oder stehst du mehr darauf, dir Filme im Kino anzuschauen?
Ich bin ehrlich gesagt ein Fan davon, Filme zu Hause zu sehen. Vor allem natürlich jetzt in der vorweihnachtlichen Zeit. Ich gehe aber auch gern ins Kino, das ist eben ein ganz anderes und vor allem besonderes Erlebnis. Zu Hause ist es aber kuscheliger.

Du hast ja als Kind mit dem Schauspielern angefangen. Hattest du schon damals den Traum, später professioneller Schauspieler zu werden, oder hattest du eigentlich einen ganz anderen Berufswunsch?
Ganz ganz früher war mein Berufswunsch mal Polizist. Da war ich glaube ich sechs Jahre alt. Aber dann habe ich ziemlich schnell das Interesse am Schauspielern entwickelt. Erst nur als Hobby und dann professionell.

Was gefällt dir denn besonders an deinem Beruf? Was macht am meisten Spaß?
Das ist für mich tatsächlich das Miteinander am Set. Die Leute vom Licht, die Schauspieler, die Regie, das Kostüm… Das ist einfach immer ein großes und vor allem tolles Team, mit einer packenden Dynamik.

Durch deinen Job hat es dich ja schon in die ganze Welt verschlagen. Wo durftest du schon überall drehen?
Ich hoffe, ich vergesse da jetzt nichts! Ich habe natürlich ziemlich viel in ganz Deutschland gedreht. Ich war aber beruflich auch schon in Österreich, in Irland, in Dänemark und in New York. Da gibt es aber noch ganz viele andere Länder. Ich beende meine Aufzählung jetzt mal mit „Punkt Punkt Punkt“, weil ich Angst habe, dass ich dann wirklich einen Ort vergesse. (lacht)

In welchem Land würdest du denn gerne mal arbeiten wollen?
Ich hätte tatsächlich große Lust, den südamerikanischen Kontinent unsicher zu machen. Das muss aber nicht unbedingt für die Arbeit sein. Da sind auf jeden Fall noch viele Länder, die ich noch nicht entdecken konnte. Da will ich natürlich unbedingt noch hin. Ich bin generell immer froh, neue Orte kennenzulernen.

Dann drücken wir dir mal die Daumen, dass das bei zukünftigen Projekten klappt. Gibt es da schon ein paar Pläne, die du verraten kannst?
Da kann ich momentan noch gar nicht so viel zu sagen, weil ich sowas immer erst zu 100 Prozent sicher haben will, bevor ich es öffentlich ausspreche. Ich mache mir da persönlich aber keinen Stress. Dadurch, dass ich auch noch Informatik studiert habe, bin ich da sehr gelassen. Ich habe immer noch einen Plan B und könnte davon Gebrauch machen, wenn das Schauspielern in der Zukunft nicht klappen sollte. Bis jetzt war es aber so, dass ich immer viel vor der Kamera stehen durfte. Und darüber bin ich wirklich sehr dankbar.

Was machst du denn privat gerne, wenn du mal nicht gerade schauspielerst?
Ich gehe ab und zu ganz gerne Joggen. Ich versuch aber auch, mir wieder das Spielen auf der Gitarre beizubringen. Mir sind aber natürlich auch meine Freunde und meine Familie besonders wichtig.

Vielen Dank, Timmi. Wir freuen uns schon auf deine zukünftigen Projekte und wünschen dir nur das Beste.

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