Filme gibt es ja wie Sand am Meer. Wöchentlich kommt Nachschub in die Kinos und DVD-Regale der Welt. Natürlich sind nicht alle diese Streifen auch wirklich empfehlenswert. Die neue Top Ten Liste verrät euch deshalb, welche Filme ihr besser nur einlegen sollt, wenn ihr auch wirklich vorhabt, schnell einzuschlafen. 

tron c disney# 10 Tron: Legacy
Eigentlich handelt es sich bei „Tron: Legacy“ bloß um ein Daft Punk Video in Endlosschleife. Trotzdem behaupten einige Leute hartnäckig, der Streifen, von Regisseur Joseph Kosinski, sei hohe Kunst. Das mag sein. Doch bei der Fortsetzung des Filmes „Tron“, aus den 1980er Jahren, fehlt einfach die schlüssige Story. Die Spezialeffekte sehen wirklich cool aus, mit den Neonlichtern und dem vielen Schwarz. Doch irgendwie wirkt dieser Film besser als ein paar Valium. Man glaubt er endet nie, und immer versuchen Daft Punk, uns mit ihren Rhythmen zu begeistern. Leider Fehlanzeige, „Tron: Legacy“ hat sein Ziel verfehlt.

blair witch c atrisan entertainment# 9 The Blair Witch Project
„The Blair Witch Project“ ist mitunter Begründer der verwackelten Horrorfilme, mit Möchtegern-Realität. Die Produzenten dieses Films versuchten, die Welt glauben zu lassen, dass es sich dabei wirklich um ungestellte Videoaufnahmen von einigen Jugendlichen handelte. Dass es sich dabei nur um einen Schwindel handeln kann, war schnell klar. Das wäre schon sehr seltsam, dass ein Filmstudio das Veröffentlichungsrecht für Beweismaterial in einem Vermisstenfall bekommt. Denn in dem Film verschwinden die Jugendlichen vom Erdboden. Trotz all diesem Gelaber über reale Szenen ist der Film zum einschlafen. 78 Minuten lang wird gezeigt, wie ein paar Leute durch den dunklen Wald rennen, nicht gerade aufregend.

vanilla sky c paramount pictures# 8 Vanilla Sky
„Vanilla Sky“ spart auf jeden Fall nicht bei der Besetzung. Tom Cruise, Cameron Diaz und Penelope Cruz bilden den Kern des Ensembles. Doch auch das hilft dem Film kein bisschen. Die Handlung ist wirr, Tom Cruise wie immer total wahnsinnig und der Film hat einfach keine Wirkung. Bei Schlafstörung können wir diesen Streifen nur wärmstens empfehlen. Da war das Originalbuch, das von Regisseur Cameron Crowe verfilmt wurde wohl zu Komplex. Denn „Vanilla Sky“ sollte eigentlich die Komponente der verschiedenen Realitäten in den Vordergrund stellen. Stattdessen sieht man einen Tom Cruise langsam verrückt werden, da hätten sie mal eben lieber mit Realität geworben wie bei „Blair Witch“. 

the black dahlia c warner bros# 7 The Black Dahlia
„The Black Dahlia“ ist ein Kriminalfilm aus dem Jahre 2006 von Kultregisseur Brian de Palma. Bekannt durch Filme wie „Carrie“, „Scarface“ und „Die Unbestechlichen“, konnte er mit „The Black Dahlia“ leider keinen großen Hit landen. Der Film thematisiert den Mord an einer jungen Frau Ende der 1940er Jahre in Los Angeles. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden. Man hat außerdem das Gefühl, als wolle Brian de Palma einige Handlungsstränge zu viel in diesen Film quetschen. Eine Horde an Schauspielern fährt er auf, um die Story zu erzählen. Leider liegt der Fehler gerade darin, all diese tollen Schauspieler und Elemente schaffen es nicht, ein großes Ganzes zu bilden und die Komplexität der Story darzustellen. Da verliert man als Zuseher schnell den Überblick und verfällt somit leicht in Tiefschlaf.

legenden der leidenschaft c tristar pictures# 6 Legenden der Leidenschaft
Legendär ist der Film mit Anthony Hopkins, Brad Pitt, Aidan Quinn und Julia Ormond nicht gerade. Es geht um drei Brüder, die mit ihrem Vater auf einer abgelegenen Farm in Amerika, während des ersten Weltkriegs, leben. Als einer der Brüder seine schöne Verlobte nach Hause bringt, verlieben sich auch die anderen zwei in sie. Von vielen Kritikern wurde der Film für Regie, Musik und Darsteller gelobt. Dies mag auch ganz gut gewesen sein, trotzdem fehlt dem Film das gewisse etwas. Was genau soll die Nachricht sein, die der Film vermitteln will? Er wirkt einfach zu platt und trivial. In keinster Weise geht die Story in die Tiefe. Da hofft man nur noch, dass diese Familienchronik endlich sein Ende nimmt.  

der englische patient c miramax# 5 Der englische Patient
1997 konnte der britische Film „Der englische Patient“ ganze neun Academy Awards abräumen. Doch auch diese Preise helfen dem Film wenig, er ist einfach einschläfernd. Es handelt sich bei „Der englische Patient“ zwar um eine vielgerühmte Literaturverfilmung, trotzdem hat man das Gefühl, als würde dieser Film nie enden. Da kann man ihm noch so tolle Kritiken geben, er ist einfach zum schnarchen. Trotz guten Schauspielern, netter Kulisse und bestimmt netter Story, geht da irgendetwas schief. Zumindest Massentauchglich ist „Der englische Patient“ nicht. Außerdem wird der Film bei manchen Stellen etwas zu kitschig.

3654 xxl# 4 Das weiße Band
Sämtliche Fans von Michael Haneke werden jetzt wohl, vor Empörung, laut aufschreien wollen. Trotzdem, „Das weiße Band“ ist nicht gerade ein spannendes filmisches Werk. Klar Haneke ist ein Meister der Filmkunst, und hat wohl auch nicht beabsichtigt, einen spannenden Film zu drehen. Aber muss es denn gar so ruhig sein? In dem Film wird kaum gesprochen und Hintergrundmusik ist rar. Diese beklemmende Ruhe prägt zwar den Film und die Stimmung, erweckt aber nicht gerade. All das hat eine einschläfernde Wirkung, und so scheint es für einige sehr schwer, „Das weiße Band“ bis zum Ende durchzuhalten, denn auch in der Handlung, steppt nicht wirklich der Bär.

tree of life c fox searchlight pictures# 3 The tree of life
Die Idee, die hinter „The tree of life“ steckt, ist sicher gut gemeint. Die Umsetzung des Filmes von Terrence Malick, wird dieser Idee jedoch einfach nicht gerecht. Zu wirr ist die Erzählweise. Auch „The tree of life“ wird von Kritikern geliebt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieser Film für sein Publikum doch eher mühsam anzusehen ist. Der Regisseur erzählt kunstvoll sozusagen die Geschichte des Lebens und des Universums, nur leider ist diese so aufgesplittert, in kleine Fetzen, dass es ziemlich schwer wird, die Miniaturpuzzleteile wieder zusammenzusetzen. Darauf muss man sich einlassen wollen, doch für den Alltag, ist der Film einfach zu öde.   

lost-in-translation c focus features# 2 Lost in Translation
Verloren ist wohl die richtige Beschreibung für diesen Film von Sofia Coppola. 97 Minuten lang fühlt man sich irgendwie fehl am Platz, in Tokyo, in der Gesellschaft von Bill Murray und Scarlett Johansson. Das schönste an „Lost in Translation“ ist wohl die Ansicht von Scarlett Johanssons wohlgeformten Po. Witzig soll er sein, doch irgendwie kommt die Komik nicht ganz rüber. Außerdem wird das andauernde Sitzen an der Hotelbar langsam zur Tortur. Schon klar, ihr seid beide Amerikaner und fühlt euch fremd im fernen Japan. Trotzdem etwas mehr hätte uns Sofia Coppola doch bieten können, denn „Lost in Translation“ haut uns nicht gerade vom Hocker.

sex and the city c new line productions# 1 Sex and the City
In wohl keinem Film wird so viel gelabert, und doch so wenig ausgesagt wie in „Sex and the City“. Egal ob Teil eins oder Teil zwei, viel unterschied ist zwischen den beiden Filmen sowieso nicht. Es geht die ganze Zeit darum, dass vier alternde nervige reiche Weiber, über ihre Männer jammern und ordinäre Aussagen tätigen. Mit Kinounterhaltung hat das wirklich nicht viel zu tun. Vielmehr sind die Filme eine ewig andauernde Modenschau von untragbaren Klamotten und Schuhen. Da steht man schon mal im Dior Shirt und Reifrock mitten in der Wüste. Was noch dazukommt ist das unzureichende schauspielerische Talent von Parker und Co. Da kann man nur hoffen, dass die vier Damen nicht noch einen dritten Film drehen.

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