INHALTSVERZEICHNIS
Vier Impulse, die dein Frühlingssemester aufmischen: zwei Bucket-List-Punkte mit Mutprobe, ein Life-Hack, der die Fernbedienungs-Suche beendet, und eine App, die dir versteckte Stadt-Perlen zeigt.

Binge-Learning statt Binge-Watching
Einen guten Ruf hat das Bulimie-Lernen nicht. Dabei könnte man es heutzutage als eine wunderbare Konzentrationsübung ansehen; immerhin sind Fokus, Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspannen, die länger als einen Tiktok-Clip andauern, akut vom Aussterben bedroht. Setze dich in den Semesterferien oder am Wochenende morgens um 9 Uhr in die Uni-Bibliothek und lerne bis Mitternacht durch. Mit Pausen natürlich, aber ohne ein einziges Mal auf das Handy zu schauen. Kompliment an alle, die das durchziehen.
Danke schreiben statt Danke sagen
Eine noch schönere Geste als Merci-Schokolade. Einen Dankesbrief kannst du nicht bei Billa kaufen, sondern musst ihn von ChatGPT…, ähem, musst ihn selbst verfassen. Bewaffne dich ergo mit Tintenfüller und Briefpapier und schreibe einen netten Brief ohne Hintergedanken, ohne Berechnung, ohne Ironie. Adressiert an den deiner Meinung nach besten Dozenten oder die beste Dozentin deiner Hochschulzeit. An jemanden, der es verdient hat. Weil er oder sie Herzblut in die Vorlesungen gesteckt oder deine ungeahnte Begeisterung für ein Thema geweckt hat.
Life-Hack: Nie mehr die Fernbedienung suchen
Wenn die Fernbedienung zum drölfzigsten Mal in der Sofaritze versinkt und man sie erst nach einer ausgiebigen Fluch- und Schimpftirade wiederfindet, dann sollte man ernsthaft über Konsequenzen nachdenken. Nimm dir eine kleine Plastiktüte, am besten einen dieser wiederverschließbaren Reißverschlussbeutel, und stecke die Fernbedienung dort hinein. Das war schon der ganze Trick. Das Licht wird erstens von der Tüte reflektiert, macht sie also besser sichtbar (vor allem dann, wenn sowohl Sofa als auch Fernbedienung dunkel bis schwarz sind). Zweitens knistert es, wenn man sich darauf setzt.
App-Tipp: Spotted by Locals
Noch ein Reiseführer, wirklich? Die schönsten Sehenswürdigkeiten, die besten Hotels, die tollsten Restaurants. Marco Polo kennt sie schon, TripAdvisor vertraut auf die Bewertungen der User, Backpacker kehren gerne bei Lonely Planet ein. „Spotted by Locals“ geht einen etwas anderen Weg: Einheimische empfehlen die versteckten Preziosen und Lieblingsorte in ihrer Stadt, abseits der Touristenströme. Also in Paris eher nicht den Eiffelturm, sondern vielleicht das Réservoir de Montsouris, ein historisches Wasserreservoir im 14. Arrondissement und ebenfalls bedeutender Teil der Pariser Geschichte. Das ikonische Manneken Pis in Brüssel kennt jeder, aber sein tierisches Pendant Zinneke Pis, den pieselnden Hund in der Rue des Chartreaux, noch nicht. Wer in Kopenhagen unterwegs ist, darf gerne mal auf ein Heißgetränk im Cafe Lindevang vorbeikommen, meint Charlotte, die es wissen muss, weil sie die Stadt kennt wie ihre Westentasche. Und Carol empfiehlt Lissabon-Shoppern dringend einen Abstecher auf den Feira da Ladra, den angeblich ältesten Flohmarkt Portugals. Neu ist die App nicht, schon 2008 erreichte Spotted by Locals die Stores. Seitdem ist die Zahl der Städte auf 84 weltweit, darunter Wien, angewachsen. Empfehlenswert für alle, die Städtetrips mögen.







