INHALTSVERZEICHNIS

Endlich hast du es geschafft – das WG-Zimmer oder die neue Wohnung ist gefunden, die Möbel sind in den vierten Stock (ohne Lift!) geschleppt, IKEA wurde leergekauft und die Spuren der Verwüstung beseitigt. Jetzt ist es Zeit, an die ersten notwendigen Schritte zu denken, die dir wie eine bürokratische Schikane erscheinen mögen, die aber unerlässliche Stufen auf dem Weg in die Selbstständigkeit darstellen. Wir haben für dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst, um Licht ins Dunkel der Zettelwirtschaft und des Anmeldechaos zu bringen.

Die An- oder Ummeldung

Nach dem Unterschreiben des Mietvertrags und dem Hinterlegen einer Kaution bekommst du von deinem Vermieter einen Meldezettel mit auf den Weg, der von diesem unterschrieben sein muss. Mit dem vollständig ausgefüllten Meldezettel, der Geburtsurkunde und dem Reisepass (vor allem wichtig, wenn du kein österreichischer Staastsbürger bist) bewaffnet, machst du dich auf den Weg zum zuständigen Magistrat in deinem neuen Wohnbezirk, um deine Meldung vorzunehmen.
Neu ist, dass man sich hier online einen Termin reservieren kann, um sich die Warterei auf dem Amt zu ersparen. Normalerweise ist die An-/Ummeldung selbst ein unkompliziertes und schnelles Unterfangen. Du solltest dir nur im Vorhinein überlegen, ob du einen Hauptwohnsitz oder doch einen Nebenwohnsitz melden willst.

Die wichtigsten Vorteile eines Hauptwohnsitzes sind:
– das verbilligte Wiener Linien-Ticket (75 statt 150€ im Semester)
– Heizkostenzuschuss + Wohnbeihilfe + Distanzpauschale, aber NUR für Studienbeihilfebezieher

Dem entgegen stehen Gemeinden, vor allem in Niederösterreich, dem Burgenland oder Vorarlberg, die, um ihre Gemeindebürger und zukünftigen Akademiker nicht zu verlieren, die entstehenden Mehrkosten ausgleichen. Informiere dich also vorab, wie deine Heimatgemeinde das handhabt.

Strom und Gas

Damit du es auch schön warm in der Wohnung hast und dir hie und da was kochen kannst, musst du Strom und Gas bei einem Anbieter deiner Wahl beziehen und dann pünktlich deine Rechnungen bezahlen. Einen Überblick über die 14!!! verschiedenen Anbieter in Wien findest du hier sowie einen Test, welcher Anbieter der günstigste für dich ist.

Telefon, Internet und Fernsehen

Die zwei wichtigsten Anbieter in Wien, die Telefon, Internet und Fernsehen vereinen, sind UPC und A1. UPC bietet aktuell Kombitarife ab 17,99 für die ersten sechs Monate und dann um 29,90 an; bei A1 kosten die ersten 6 Monate für Internet + TV 17,90 und dann 27,70.

Dabei musst du allerdings auch die Herstellungsgebühren beachten und etwaige Mehrkosten, falls der Anbieter deiner Wahl in deinem Haus noch nicht vertreten bzw. installiert ist. Detaillierte Auskünfte für deine Wohnadresse erhältst du bei den Infohotlines der Anbieter (Warteschleife olé)

Umstritten aber unumgänglich: Die GIS

Wenn du dich entschieden hast, dir ein TV-Gerät zuzulegen, bist du theoretisch auch verpflichtet, GIS-Gebühren zu bezahlen. Ausgenommen von der GIS sind Studierende, die ihren Hauptwohnsitz am Studienort gemeldet haben und Familienbeihilfe beziehen. Nähere Informationen zur Befreiung erhältst du hier.

Haushaltsversicherungen

Die Frage, ob du eine Haushaltsversicherung brauchst, musst du für dich selber klären. Fakt ist allerdings, dass die paar Euro im Monat (Check der genauen Kosten) im Gegensatz zu den Kosten, die zum Beispiel nach einem Wasserschaden auf dich zukommen können, nicht ins Gewicht fallen.

Gemeinsames Konto

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass besonders für eine WG ein gemeinsames Konto, von dem alle obengenannten Zahlungen abgebucht werden können, dringend anzuraten ist, da sonst alle Kosten auf dein Privatkonto laufen. Überlegt euch gut, auf wen ihr das Konto anmelden wollt und bei welcher Bank, denn Studentenkontos sind bei den meisten Banken kostenlos und bieten viele Vorteile wie etwa ein Willkommensgeschenk und verbilligte Eventtickets. Hier unser Interview mit der Konsumentenschützerin Michaela Kollmann von der Arbeiterkammer, die erklärt, worauf man bei der Wahl des Studentenkontos achten muss und wo es zu Problemen kommen könnte.

Hier haben wir für euch eine Checkliste zusammengestellt.

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